Drei-drei-drei, bist beim Giersch dabei!

Giersch

Wer die alte Bauernregel berücksichtigt, kann gar nichts falsch machen, wenn er im Garten Giersch erntet. Denn diese Regel beschreibt die Merkmale des Giersch, die ihn gegenüber allen anderen Doldenblütlern abgrenzen. Drei Teile hat das Blatt und ist wiederum noch einmal dreigeteilt, der Stängel der Pflanze ist dreikantig.
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Drei Teile hat das Blatt und ist wiederum noch einmal dreigeteilt, der Stängel der Pflanze ist ebenfalls dreikantig. Hat man den Giersch sicher bestimmt, kann er als Heilkraut und Salatbeigabe oder wie Spinat zubereitet sehr gute Dienste für die Gesundheit tun. Sein Name Aegopodium podagraria beschreibt seine Eigenschaften als entsäuerndes Kraut, übersetzt bedeutet er „die Gicht heilend“. Bei Übersäuerung und den daraus resultierenden Krankheiten, wie der Gicht, ist der Giersch eine sehr große Hilfe. Die Mineralien im Giersch neutralisieren die Harnsäure und können so nicht nur Gicht, sondern auch Gelenkschmerzen und andere Beschwerden mildern.

Wie viele andere Wildkräuter birgt der Giersch eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralien und trägt zur Entgiftung des Körpers bei. Außer uns Menschen lieben ihn auch die Tiere. Viele Falter wie der Dukatenfalter oder der Kleine Eisvogel nutzen den Giersch als Nektar- oder Raupenfutterpflanze. Auch als Bienenweide sind die Blüten des Gierschs geeignet. Wenn Giersch also im Garten auftaucht, sollte man den Faltern und Bienen nicht alles wegfuttern, auch wenn es schwerfällt.

Kurzsteckbrief:

  • Wissenschaftlicher Name: Aegopodium podagraria
  • Höhe: bis zu 90 Zentimeter
  • Blütenfarbe: weiß
  • Blütezeit: Mai bis September
  • Ernte: März bis September

Inhaltsstoffe:

  • Vitamin C
  • Vitamin A
  • Kalium
  • Magnesium
  • Calcium
  • Mangan
  • Kupfer
  • Eisen
  • Proteine

Verwendung