Schmackhaft für Mensch und Tier
Die Purpurrote Taubnessel
Die Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) kommt in vielen Gärten vor und kann dort einfach geerntet werden. Nachdem die kleinen Blüten im März aufgetaucht sind, sollte man den Bienen und Hummeln den Vortritt lassen, sie sind auf diese erste Nahrung angewiesen, um das Frühjahr zu überstehen. Später kann sich auch der Mensch an der zähen Pflanze bedienen.
Immer mehr Taubnesseln?
Die Purpur-Taubnessel fällt grundsätzlich auf, weil sie schon in großer Zahl blüht, wenn im zeitigen Frühling ringsum noch vieles kahl ist. In den letzten Jahren scheint Lamium purpureum aber besonders gut zu gedeihen. Nicht nur Gelegenheits-Beobachter, sondern auch Botaniker haben diesen Eindruck. An der Nährstoffversorgung kann es kaum liegen, die war auch vorher schon hoch. Vielleicht sind es die zuletzt anhaltend milden Winter, die die Taubnessel besonders sprießen lassen – oder sind die Ameisen bei der Verbreitung der Früchte immer fleißiger?
Die Blätter können als Wildgemüse im Salat oder wie Spinat zubereitet werden, und so versorgt uns die Taubnessel mit ihren Gerbstoffen, Flavonoiden und ätherischen Ölen, die dazu beitragen, die Nierentätigkeit anzuregen und den Körper zu entgiften. Wer Taubnessel im Garten hat, sollte seinen Vorrat also gut hüten - für unsere summenden Freunde und für die nächste Entgiftungskur.
Tipp: Die Rote Taubnessel ist ein Stickstoffanzeiger. Wächst sie im Garten, ist der Boden nährstoffreich.
Kurzsteckbrief:
- Lateinischer Name: Lamium purpureum
- Höhe: 10 bis 40 Zentimeter
- Blütenfarbe: purpurrot
- Blütezeit: April bis Oktober
- Ernte: : März bis Mai / September bis Oktober
Inhaltsstoffe:
- Vitamin B und C
- Aucubin
- Gerbstoffe
- Germanium
- Kalium
- Kieselsäure
- Schleimstoffe
- Zink
- Zirkon