Gullys und Lichtschächte amphibienfreundlich abdecken

Kröten auf gefährlicher Winterquartiersuche

Kellerschächte und Gullys können regelrechte Amphibienfallen sein, aus denen die Tiere nicht wieder herauskommen. Dort trocknen sie einfach aus oder verhungern spätestens im nächsten Frühjahr.
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Wenn der goldene Oktober vorüber ist, es von Tag zu Tag trüber wird und die ersten Fröste drohen, suchen Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche ein dunkles, feuchtes Versteck als Winterquartier. Dabei entpuppen sich Kellerschächte und Gullys als regelrechte Amphibienfallen, aus denen die Tiere nicht wieder herauskommen. Dort trocknen sie einfach aus oder verhungern spätestens im nächsten Frühjahr.

Das Problem könne ganz leicht entschärft werden, indem Gullys und Lichtschächte von Kellergeschossen mit einem feinmaschigen Gitter ausgestattet werden, durch die die Amphibien nicht fallen können. Ein weitere Möglichkeit sind kleine Ausstiegshilfen. Auch hohe Kelleraußentreppen sind in der Regel eine Einbahnstraße für unsere Amphibien. Sie sollten deshalb regelmäßig überprüft werden.

Am besten wäre es, wenn bereits im Planungsstadium Gefahren für Kleintiere minimiert würden. So gilt es zum Beispiel, Bordsteine in bestimmten Abständen anzuschrägen, damit Amphibien, die daran entlang wandern, nicht automatisch zu den Wasserableitungen geführt werden. Ohne Mehrkosten, aber mit großem Effekt kann so der Natur auch im Siedlungsbereich geholfen werden.