Auf das richtige Timing kommt es an
Barbaratag: So gibt es ein Blütenwunder an Weihnachten

Barbarazweige sind eine alte, aber fast vergessene Weihnachtstradition: Öffnen sich die Kirschblüten genau am Weihnachtsmorgen, verheißen sie ihrem Besitzer Glück für das nächste Jahr. Vermutlich geht der Brauch auf das Orakel der germanischen Lebensruten zurück.
Wir erklären dir, was für ein Naturphänomen dahintersteckt und was du wann machen musst, damit du an den Weihnachtsfeiertagen frische Blüten in der Wohnung hast.

In drei Schritten zum Blütenwunder an Weihnachten
Historischer Ursprung des Barbaratags
Die heilige Barbara war eine Kaufmannstochter um 300 nach Christus aus Nikomedia, dem heutigen Izmet in der Türkei. Vor jeder Reise sperrte der eifersüchtige Vater sie in einen Turm. In ihrer Einsamkeit trat die Gefangene zu den damals verfolgten Christ*innen über. Als ihr Vater dies erfuhr, zeigte er sie bei der Obrigkeit an. In seinem Zorn lieferte der Vater Barbara nicht nur Anklage und Folter aus, sondern nahm die Hinrichtung der Sage nach gleich selbst in die Hand. Danach soll er vom Blitz erschlagen worden sein.
Als Barbara in den Kerker gezerrt wurde, verfing sich ein Kirschenzweig in ihrem Kleid. Mit etwas Wasser aus ihrer Trinkschale habe die spätere Heilige ihn benetzt und am Tage ihrer Hinrichtung öffneten sich die Blüten, so die Sage. Weshalb die „getäuschten Kirschblüten“ auch „Barbarazweige“ genannt werden.