Basteln mit Naturmaterialien

Aus Zapfen werden Eulen

Eulen sind nachtaktiv und zeigen sich kaum? Von wegen! Diese putzigen Eulen wollen geradezu gesehen werden und schauen keck von der Fensterbank in die Runde. Da muss man einfach hinsehen. Dann los, denn die Eulen sind leicht nachzubasteln.
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Diesen Eulen kann man nicht widerstehen und der Spaßfaktor beim Basteln ist einfach riesig. Einmal mit der Arbeit begonnen, wächst die Eulenschar daher auch ganz schnell! Das komplette Material hat man bei einem Waldspaziergang oder einer Runde durch den Park schnell zusammen. Die Zapfen bestimmen dabei nicht nur die Größe der Eulen, sondern auch deren Figur.

Material:

  • Kiefern- und Fichtenzapfen für Körper und Schnabel. Für den Körper eignen sich Rotfichte oder Kiefer, für den Schnabel kleinere Zapfen wie von der Serbischen Fichte, von Erlen oder alternativ auch Zweigstücke. Was man als Tannenzapfen bezeichnet, sind übrigens immer Zapfen von Fichten, Lärchen und Kiefern, da Zapfen echter Tannen noch am Baum zerbröseln und nie im Ganzen zu Boden fallen.
  • Heruntergefallene Baumrinde beziehungsweise Borke für die Flügel und als Standfläche. Weiße Birkenrinde macht sich super. Als Flügel funktionieren sonst auch Blätter, die allerdings nicht so robust sind.
  • Ahornsamen als „Ohren.
  • Eichelhütchen als Augen. Ideal sind Stieleichen oder Roteichen samt Fruchtansatz. Bei leeren Hütchen können die Pupillen innen mit etwas Farbe gestaltet und die Ahornsamen etwas tiefer angeklebt werden, sodass sie einen Teil vom Auge bedecken – das gibt der Eule einen Schlafblick und wirkt nicht, als würde sie sich gerade erschrecken.
  • Schnell wirkender Holzleim oder Ähnliches. Holzleim ist milchig-weiß, trocknet aber durchsichtig.

Werkzeug

Kein Sägen oder Anpassen, die Eulen entstehen ohne besonderes Werkzeug und im Nullkommanichts. Man fügt nur die Einzelteile zusammen und klebt sie fest.

So geht’s Schritt für Schritt:

  1. Zuerst werden von der Baumrinde zwei annähernd gleich große, längliche Teile als Flügel abgebrochen. Werden Kiefernzapfen verwendet, muss mit  einem Messer seitlich eine kleine Kerbe in die Baumrinde geschnitten werden. Damit kann die Rinde beim Zusammenkleben an einen Zapfenschuppen festgeklemmt werden. Das sorgt für besseren Halt des Flügels. Die Kerbe sollte minimal schmaler als der Schuppen sein. An Fichtenzapfen halten die Flügel auch ohne Kerbe bestens.
  2. Eulenbausatz – alle Einzelteile zurechtlegen. Kiefernzapfen stehen als Eule aufrecht, Fichtenzapfen auf dem Kopf.
  3. Nun die Augen und den Schnabel festkleben und alles trocknen lassen.
  4. Die beiden „Ohren“ der Eule kommen als Augenbraue direkt an das Eichelhütchen.
  5. Jetzt werden die Flügel seitlich an den Zapfen geklebt. Ob die Flügel anliegen oder abstehen ist dabei Geschmackssache.
  6. Falls sich der Leim etwas Zeit zum Trocknen nimmt, werden die Bauteile mit Stecknadeln fixiert. Diese werden dazu vorher durch die Bauteile gesteckt, sodass dann nur noch die Nadelspitze in den Zapfen gedrückt werden müssen. Erst kleben und dann stecken funktioniert nicht.
  7. Die langen Fichtenzapfen und manche Kiefernzapfen stehen von alleine gar nicht oder sind schief. Solche Zapfen kannst du auf ein Stück Borke kleben. Fichtenzapfen stehen besser, wenn man vorher ein Stück der Zapfenspitze abschneidet.
  8. Fertig – die Eulen sind bereit für ihren Auftritt im Haus. Wer will, kann die Eulen noch anmalen. Am besten mit leicht gedämpften Naturfarben, greller Lack steht den Eulen nicht.

Fachliche Mitarbeit: Thomas Heß

Datei-Pfad aus Imperia:

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