Mit Lehm und Sand Nachwuchs fördern

Offene Bodenflächen

Feuchter Lehm ist eines der wichtigsten Materialien zum Nestbau der Tiere. Wer Insekten helfen möchte, kann dies ganz einfach mit der Anlage einer offenen Bodenfläche tun. Lehm, Ton oder Löss besorgen, im Garten ein passendes Plätzchen suchen und diesen dort anbringen.
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© Foto: NABU/Christine Kuchem

Offene Bodenflächen: Viele Insekten, etwa die Mauerbiene, die Mauer-Lehmwespe und die Tönnchenwegwespe, benötigen Lehm, um ihre Nester zu bauen. Sie verschließen damit die Bruthöhlen. Einige bauen sogar Nester, die nur aus Lehm bestehen. Feuchter Lehm ist also eines der wichtigsten Materialien zum Nestbau der Tiere und mittlerweile in vielen Gärten durch stark versiegelte Böden kaum noch zu finden. Wer Insekten helfen möchte, kann dies ganz einfach mit der Anlage einer offenen Bodenfläche tun. Lehm, Ton oder Löss besorgen, im Garten ein passendes Plätzchen suchen und diesen dort anbringen. Ob an einer Trockenmauer, im Insektenhotel oder als Fläche am Boden - die Baumeister werden es danken.

Sandflächen: Auch Sandflächen werden dankbar angenommen. Zum Beispiel die Weidensandbiene gräbt ihre Bruthöhlen in den Sand und legt dort ihre Eier ab. Man kann ihnen helfen, indem man eine offene Sandfläche im Garten anbietet. Auch Arten wie die Frühlings-Seidenbiene und die im Spätsommer aktive Efeu-Seidenbiene nehmen diese gerne an.

Lehmpfützen: Ein zusätzliches Angebot, das Insekten vor allem zur heißen Jahreszeit zu schätzen wissen werden, ist eine Wasserstelle. Diese kann in Form einer Lehmpfütze geschaffen werden. Hierzu wird einfach eine 15 bis 20 Zentimeter dicke Schicht Lehm oder Ton in einer Mulde ausgelegt, verfestigt und mit Wasser gefüllt. Oder einfach in einer Pflanzschale bereitstellen und feucht halten.