Steinhaufen oder Trockenmauer anlegen
Auf der Mauer, auf der Lauer
Insekten wie die Große Wollbiene (Anthidium manicatum) sind wärmeliebend und mögen sonnige Plätze. Wer ihnen etwas Gutes tun möchte, kann einen Steinhaufen im Garten anlegen. Auch eine Trockenmauer ist ein tolles Plätzchen. Mit Trockenmauern lassen sich Hänge ansprechend gestalten – und im Gegensatz zu Fertigteilen und Beton werden die Natursteine mit dem Alter immer schöner. Hinzu kommt, dass Trockenmauern sehr leicht zu pflegen sind. Einmal fertig, können sich dort wärmeliebende Arten in den Fugen verkriechen: Untersuchungen haben gezeigt, dass Trockenmauern eine sehr große Anziehungskraft auf viele Tiere haben.
Damit das Element optimal genutzt wird, können auch Pflanzen eingebracht werden. Frühlingsfingerkraut und Mauerpfeffer kommen mit den Bedingungen an der Mauer gut zurecht. Wer einen zusätzlichen Nutzen haben möchte, kann sich auch eine Schmetterlingsspirale anlegen – davon profitieren alle.
Die Trockenmauer oder der Steinhaufen können auch durch Lehm oder Tonelemente ergänzt werden. Dabei ist nur wichtig, dass sowohl Lehm als auch Ton regensicher und sonnig gelegen sind. Eine mindestens 15 Zentimeter dicke Schicht aus Ton oder Lehm kann an der Mauer angebracht werden, anschließend können Löcher mit verschiedenen Durchmessern gebohrt werden.
Natursteine und Lehm sind ein günstiges Baumaterial und regional erhältlich. Ton gibt es im Bastelladen. Die Mauer oder der Haufen sollten ein Fundament haben und mit feinerem Material hinterfüllt werden, damit sich auch Öffnungen verschiedener Größe bilden.
Pflanzen für die Trockenmauer
- Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna)
- Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
- Mauerpfeffer (Sedum sexangulare oder S. acre)
- Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
- Gewöhnliche Grasnelke (Armeria maritima elongata)
- Silberdistel (Carlina acaulis)
- Natternkopf (Echium vulgare)
- Ähriger Ehrenpreis (Veronica spicata)