NABU.de Ökologisch leben Gesundheit Tipps Wenn die Zecke zusticht Kuriose Fakten über Zecken

Die zehn kuriosesten Fakten über Zecken

Die zehn kuriosesten Fakten über Zecken

Spannendes über die unliebsamen Spinnentiere

Computeranimation einer Zecke

Zecken sitzen gern auf Grashalmen und wedeln mit den Vorderbeinen

1. Zecken haben ihre Nase am Vorderbein
Zecken können ihre Opfer wittern, obwohl sie keine richtigen Nasen haben. Aber sie haben ein besonderes Organ am Vorderbeim, mit dem sie bestimmte Stoffe "riechen" können. Die „Zeckennase“ wird von Biologen als „Hallersches Organ“ bezeichnet. Es registriert zum Beispiel im Schweiß enthaltene Stoffe wie Buttersäure oder Ammoniak sowie Kohlendioxid, das beim Ausatmen entsteht. So können Zecken ihre Opfer erkennen.

2. Zecken sitzen gern auf Grashalmen und wedeln mit den Vorderbeinen
Um ihre Opfer besser erreichen zu können, klettert die Zecke auf Gräser und Büsche. Eine erwachsene Zecke kann dabei bis zu 1,50 Meter hoch klettern. Meistens ist sie aber in Knie- bis Hüfthöhe zu finden. Hat die Zecke ihre Jagdposition eingenommen, streckt sie oft ihre Vorderbeine in die Höhe, um mit ihrem Hallerschen Organ alle Duftstoffe in ihrer Umgebung besser wahrzunehmen.

Streift der Wirt die Zecke, greift sie sich blitzschnell mit den starken Krallen an ihren Vorderbeinen die Haut, das Fell oder die Kleidung und hält sich fest. Dafür reicht eine Berührung von wenigen Sekundenbruchteilen aus.

3. Zecken können 10 Jahre ohne Nahrung auskommen

Computeranimation einer Zecke

Zecken sind nach einer Mahlzeit 200-mal schwerer als zuvor

Zecken sind echte Überlebenskünstler. Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange zufrieden sein. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn 10 Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. In freier Natur lebt der Holzbock im Durchschnitt drei bis fünf Jahre.

4. Zecken können über Wälder und sogar Meere „wandern“
Zecken sind keine Langstreckenläufer. Kurze Distanzen können sie mit erstaunlicher Geschwindigkeit überwinden, aber schon nach wenigen Metern sind sie erschöpft. Trotzdem verbreiten sich Zecken über Länder, ja sogar über Kontinente hinweg. Sie reisen als blinde Passagiere bei Holztransporten mit. Oder sie überwinden längere Strecken mit ihren Wirten, zum Beispiel Vögeln oder Rehen.

5. Zecken sind nach einer Mahlzeit 200-mal schwerer als zuvor
Erwachsene Weibchen können bei einer einzigen Mahlzeit ihr Körpergewicht um das 100- bis 200-fache erhöhen. Wollte das ein Mensch schaffen, müsste er so lange Pizza essen, bis er etwa so viel wie ein Lastwagen wiegt.

Computeranimation einer Zecke

Zeckenkinder haben 2.000 Geschwister

6. Zeckenkinder haben 2.000 Geschwister
Ein Zeckenweibchen kann auf einmal zwischen 2000 und 20.000 Eier legen. Eine Wachs- schicht schützt die Eier und verbindet sie miteinander. Weil es so viele Eier auf einmal sind, werden sie auch "Zeckenkaviar" genannt.

7. Zecken haben „Betäubungsmittel“ und „Klebstoff“ im Gepäck
Damit der Wirt den Stich nicht bemerkt, gibt die Zecke mit dem Speichel ein Betäubungsmittel ab, wenn sie zusticht. Deswegen bemerkt der Wirt einen Zeckenstich nicht gleich, obwohl der Stachel der Zecke viel dicker und gröber ist, als der feine Stachel einer Stechmücke.

Das allein reicht aber noch nicht aus, um zu verhindern, dass der Wirt die Zecke einfach wegkratzt. Deshalb hat die Zecke noch einen anderen Trick auf Lager: Sie produziert 5-30 Minuten nach dem Stich eine Art Klebstoff, durch den sie sich mit dem Wirt fest verklebt.

8. Zeckenmännchen sterben sofort nach der Paarung
Das Zeckenmännchen ist viel kleiner als das Weibchen. Zur Paarung klettert es unter den Bauch des Weibchens, während dieses auf einem Wirt sitzt und Blut saugt. Das Männchen stirbt nach der Paarung – und das Weibchen saugt in aller Ruhe weiter um Kraft für die bevorstehende Eiablage zu sammeln.

9. Wie sich Nashörner und Giraffen vor Zecken schützen

Computeranimation einer Zecke

Zecken sind keine Langstreckenläufer.

Auch in Afrika gibt es viele verschiedene Arten von Zecken. Und auch Nashörner werden von ihnen geplagt. Allerdings haben sie einen kleinen Helfer, der sie wieder von den Zecken befreit: Die Sumpfschildkröte. An heißen Tagen liegen die Nashörner gerne am Fluss im Schlamm. Dort suchen Sumpfschildkröten die Haut der grauen Riesen nach vollgesogenen Zecken ab und zupfen sie ihnen von der Haut.

Auch an einer Giraffe wird man kaum jemals eine Zecke finden. Der Grund dafür ist einfach: Zecken mögen den Geruch nicht, den Giraffen abgeben.

10. Zecken überleben in der Waschmaschine
Mit Feuchtigkeit haben Zecken generell kein Problem. Daher ist auch eine Waschmaschine für sie nicht unbedingt eine lebensbedrohliche Umgebung. Kritisch wird es für Zecken erst, wenn besonders heiß gewaschen wird oder sie im Trockner landen.

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