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Maritimes Fachgespräch des NABU
Strategien zur Emissionsminderung in der Seeschifffahrt
Das Maritime Fachgespräch findet seit 2014 jährlich in Hamburg statt - Foto: NABU
Der NABU begleitet die Seeschifffahrt seit vielen Jahren. Durch die Nutzung fossiler Kraftstoffe und die vergleichsweise geringe Regulierung des Sektors stellen Luftschadstoffe und Treibhausgase weiterhin eine Belastung für Umwelt und Klima dar. Eine nachhaltige Transformation der Branche erfordert, dass herkömmliche, fossile Energiequellen durch erneuerbare ersetzt werden, welche Klima und Umwelt nicht schädigen.
2014 startete der NABU die Veranstaltungsreihe des Maritimen Fachgesprächs, um mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, und Zivilgesellschaft Perspektiven und Strategien zur Emissionsminderung in der Seeschifffahrt zu diskutieren. Drängenden Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes wird eine Plattform geboten. Im Mittelpunkt steht dabei immer das gemeinsame Ziel: die Transformation des Schifffahrt-Sektors hin zu mehr Umwelt- und Klimafreundlichkeit.
Sollten Sie Interesse an der nächsten Veranstaltung oder allgemein an einem Austausch zum Thema Schifffahrt haben, wenden Sie sich gerne an unsere Referent*innen.
10. Maritimes Fachgespräch des NABU am 19. Februar 2026
Zum zehnten Jubiläum des Maritimen Fachgesprächs folgten über 160 Teilnehmende unserer Einladung. Die Vorträge und Diskussionen waren geprägt von den Eindrücken zurückliegender internationaler Verhandlungen und der Verschiebung eines Maßnahmenpakets zur Dekarbonisierung. Während globale Regularien auf sich warten lassen, unternimmt die Branche weiterhin Anstrengungen in Richtung eines nachhaltigen Betriebs.
Während das gemeinsame Ziel feststeht, gehen die Meinungen hinsichtlich des Transformationspfades jedoch teilweise auseinander. Auch hierfür bot das Maritime Fachgespräch eine gute Gelegenheit, um in den Austausch zu kommen und unterschiedliche Perspektiven zu diskutieren. Vorträge von Annika Nagel (BMV) und Lukas Leppert (NABU) beleuchteten den internationalen politischen Hintergrund. Prof. Sören Ehlers (DLR) stellte verschiedene technische Möglichkeiten für Klima- und Umweltschutz vor, welche von Jenny Schmigale (Scandlines) und Hanno Bromeis (HPA) durch praktische Anwendungsbeispiele hinterlegt wurden. Zudem stellte Katrin Ewert (BSH) vor, wie die Überwachung der Einhaltung von Regularien praktisch abläuft.
Die Veranstaltung wurde durch zwei Paneldiskussionen abgerundet. Philipp Simmank (VDR), Peter Müller-Baum (VDMA), Dr. Reinhard Lüken (VSM) und Georg Ehrmann (Maritime Plattform) diskutierten, welche wirtschaftlichen Chancen durch Klimaschutz eröffnet werden. Abschließend erörterten Dr. Reiner Brüning (ZDS), Marina Basso Michael (Hafen Hamburg Marketing e.V.), Jochen Kreß (Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation Bremen) und Malte Siegert (NABU Hamburg), wie nationale Beiträge zur Transformation gelingen können.
Wir bedanken uns bei allen Speaker*innen und Panelteilnehmer*innen, die durch ihre Beiträge wertvollen fachlichen Input lieferten. Zudem danken wir allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch und die zahlreichen guten Gespräche.
Das Programm sowie Präsentationen können Sie hier abrufen:
9. Maritimes Fachgespräch des NABU am 6. Februar 2025
Strategien zur Emissionsminderung in der Seeschifffahrt
Beim 9. MFG stand im Mittelpunkt die Frage, wie Regularien und Technik die Erreichung der Klimaziele der internationalen Seeschifffahrt ermöglichen können. Sehr positiv ist hierbei, dass alle Stakeholder ein gemeinsames Ziel vor Augen haben: Klimaneutralität des Sektors bis 2050. Dies sind nicht nur Forderungen der Zivilgesellschaft – die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO hat dies 2023 in ihrer Klimastrategie verankert und auch die Industrie befindet sich auf dem Pfad der Dekarbonisierung. Innerhalb der Veranstaltung wurden die bestehende regulatorische Lage und die zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten näher beleuchtet.
8. Maritimes Fachgespräch des NABU am 23. Januar 2024
Meilensteine oder Stillstand? – Umwelt- und Klimaschutz in der Schifffahrt
2023 war ein bewegtes Jahr für die Seeschifffahrt. Innerhalb der Veranstaltung wurden die neuesten Entwicklungen auf See und in den Häfen diskutiert: Werden Umwelt- und Klimaschutz in der Schifffahrt ernsthaft in Angriff genommen? Die Ausweitung des europäischen CO2-Zertifikatehandels auf die Schifffahrt, die neuen Klimaschutzziele der IMO und die Ausarbeitung des Nationalen Aktionsplans Klimafreundliche Schifffahrt sorgten für eine positive Grundstimmung. Für 2024 heißt es: umsetzen! Viele Akteur*innen haben ambitionierte Pläne, die jetzt aber schnellstmöglich Realität werden müssen!
7. Maritimes Fachgespräch des NABU am 1. Dezember 2022
Fit for 55: Chancen und Herausforderungen für Schifffahrt und Umwelt
Das Fit-for-55-Paket der Europäischen Union wird mit der FuelEU Maritime, der Alternative Fuel Infrastructure Regulation (AFIR) und dem Emission Trading System (ETS) starke Veränderungen in der Schifffahrt anstoßen. Die Auswirkungen werden sich direkt auf die deutsche Politik, Wirtschaft und Verwaltung auswirken. Eine Bepreisung der Treibhausgasemissionen, eine Mindestquote für E-Fuels, flächendeckende Landstromversorgung sowie Bunkerinfrastruktur werden voraussichtlich die Grundpfeiler der Dekarbonisierung der europäischen Schifffahrt darstellen.
