Mitmachaktion: Hornissen beobachten und melden
Gemeinsam die Verbreitung der Europäischen und Asiatischen Hornissen erforschen
Gemeinsam mit NABU|naturgucker möchten wir mehr über die Verbreitung von Europäischen, Asiatischen und Orientalischen Hornissen erfahren. Dabei sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen: Lernen Sie die Arten zu unterscheiden und melden Sie uns Hornissen, die Sie beobachten, am besten mit Foto.
So können Sie mitmachen
1. Nach Hornissen schauen
Ganz gleich, ob unterwegs in der Stadt, im eigenen Garten oder auf dem Balkon, im Park oder beim Waldspaziergang: Hornissen lassen sich überall beobachten.
2. Hornissen fotografieren
Wenn Sie Fotoapparat oder Smartphone zur Hand haben, fotografieren Sie bitte Ihre Sichtung. Denn Fotos helfen uns bei der eindeutigen Bestimmung. Die Fotos müssen nicht perfekt werden.
3. Hornisse bestimmen
Um welche Hornisse handelt es sich? Tipps zur Unterscheidung der Hornissen finden Sie auf dieser Webseite.
4. Meldung im Online-Formular abgeben
Wenn Sie eine oder mehrere Hornissen sehen, können Sie diese bestimmen und über das Online-Formular melden. Sie können auch Hornissennester mit und ohne Tiere melden.
Hornissen melden
Nester der Asiatischen Hornisse den Behörden melden und entfernen lassen
Bitte beachten Sie: In einigen Bundesländern ergreifen die Behörden weiterhin Maßnahmen, um die Asiatische Hornisse einzudämmen, und finanzieren die Entfernung von Nestern, u. a. in Bayern und in Nordrhein-Westfalen. Ein Nest sollte deshalb auch bei den behördlichen Meldestellen des jeweiligen Bundeslandes erfasst werden (siehe FAQ zur Meldeaktion, Punkt 7). Diese können Auskunft über die Nestentfernung geben. Die Meldung bei NABU|naturgucker ist wichtig, um wissenschaftliche Auswertungen zu ermöglichen und die deutschlandweite Verbreitung der Asiatischen Hornisse zu dokumentieren.
Hintergründe zur Hornissen-Meldeaktion
Seit 2014 breitet sich die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) in Deutschland aus. Das ursprünglich in Südostasien beheimatete Insekt kam vermutlich im Jahr 2004 mit einem Warentransport per Schiff nach Frankreich. Da die Asiatische Hornisse Insekten jagt und sich alarmierend schnell ausbreitet, stellt sie eine Gefahr für die heimische Insektenwelt und die Stabilität des Ökosystems dar. Zudem jagt sie Honigbienen und verursacht ökonomische Schäden durch Ernteausfälle und Fraßschäden im Obst- und Weinbau. Oft wird sie mit der heimischen Europäischen Hornisse (Vespa crabro) verwechselt. Das kann fatale Konsequenzen haben, denn die Europäische Hornisse spielt eine wichtige Rolle für das Funktionieren unseres Ökosystems und ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.
Die geografische Verbreitung der Asiatischen Hornisse muss weiterhin überwacht werden. Durch unsere Mitmachaktion im letzten Jahr (August bis November 2025) konnte sie mithilfe von Fotos vor allem im Südwesten Deutschlands nachgewiesen werden. Im September 2025 wurde erstmals auch eine Asiatische Hornisse in Sachsen-Anhalt fotografiert. Um die weitere Ausbreitung dieser invasiven Art engmaschig beobachten zu können, soll die bestehende Datenlage durch eine Wiederholung der Mitmachaktion verbessert werden. Dazu werden insbesondere mehr Nachweise in Form von Fotos benötigt.
Die Orientalische Hornisse (Vespa orientalis) wurde im September 2024 erstmals in Deutschland nachgewiesen. Obwohl ihre Verbreitung in Deutschland bislang als sehr unwahrscheinlich gilt und im vergangenen Meldezeitraum kein Foto dieser Art entstanden ist, kann ihre Sichtung regional nicht ausgeschlossen werden. Hier könnte der NABU mithilfe von Fotos eine etwaige Ausbreitung dokumentieren und somit wichtige Daten für mögliche Maßnahmen liefern.
Ziel des Projektes ist es, Bürger*innen notwendige Informationen zur Unterscheidung der Hornissenarten an die Hand zu geben und mit Ihrer Hilfe Beobachtungen zu dokumentieren. So können ggf. auch Nester der Asiatischen Hornisse entdeckt und entfernt werden und die Ausbreitung der invasiven Art verlangsamt werden. Die Erfassung der Bestände ist auch für den Schutz der heimischen Europäischen Hornisse von enormer Bedeutung. Durch genauere Kenntnisse über die Verbreitung invasiver Hornissenarten kann der NABU die zuständigen Behörden informieren und Projekte zum Schutz der Europäischen Hornisse initiieren.
Hornissenarten unterscheiden
Vergleich Europäische Hornisse (links) und Asiatische Hornisse (rechts) – Grafik: NABU Berlin
Hornissennester erkennen
| Nest Europäische Hornisse | Nest Asiatische Hornisse |
|---|---|
| Größe ca. 60 x 30 Zentimeter | Größe ca. 75 x 70 Zentimeter | Meist ovale Form | Meist runde Form | Struktur ist papierartig und oft bräunlich | Struktur ist papierartig, bräunlich bis gräulich gefärbt | Nestöffnung unten | Nestöffnung im mittleren Bereich |
Hornissen können ihren Nestbau sehr gut an die individuellen Gegebenheiten anpassen, weshalb die Nester von der Norm abweichen können. Europäische Hornissen bauen ihre Nester vorzugsweise in geschützten Hohlräumen, wie Baumhöhlen, Dachböden oder Rollladenkästen. Sie bauen in der Regel nur ein einziges Nest pro Saison, außer der Platz wird zu eng.
Im Unterschied dazu bauen Asiatische Hornissen im Frühjahr zunächst ein kleines Nest (Primärnest) und im Sommer ein größeres zweites und freihängendes Nest (Sekundärnest). Das erste Nest im Frühjahr bauen sie oft gut geschützt, zum Beispiel in Schuppen oder im Gebüsch. Diese Nester sehen in der Regel untypischer aus und sind schwerer von anderen Nestern wie denen der Europäischen Hornisse, Mittleren Wespe oder Gemeinen Wespe zu unterscheiden. Die großen Sekundärnester werden erst ab Juli gebaut. Sie werden normalerweise freihängend in hohen Baumkronen gebaut, können sich aber auch in einer Baumhöhle, einer Dachnische oder einem Carport befinden.
Bitte nicht stören
Bitte achten Sie bei Ihrer Beobachtung darauf, die Hornissen nicht zu stören. Das Tierwohl steht immer an erster Stelle, die Datenerhebung ist zweitrangig. Europäische Hornissen stehen in Deutschland unter besonderem Schutz (siehe Bundesnaturschutzgesetz).
Idealerweise beobachten Sie die Hornissen mit etwas Abstand. Hornissen sind Wildtiere. Bitte fassen Sie diese nicht an oder bedrängen Sie sie. Auch wenn Hornissen grundsätzlich sehr friedlich sind, können sie stechen, wenn sie sich gestört fühlen. Das kann insbesondere für Menschen, die allergisch auf Hornissenstiche reagieren, gefährlich sein. Das Gift der Europäischen und Asiatischen Hornisse ist jedoch generell nicht toxischer als das von Honigbienen oder anderen Faltenwespen.
Häufige Fragen und Antworten zu Hornissen
1. Wo kann ich Hornissen beobachten?
Sie können Hornissen überall in Deutschland beobachten. Europäische Hornissen sind tag- und nachtaktiv, wohingegen Asiatische Hornissen nur tagsüber zu sehen sind. Hornissen lieben Baumsäfte, Nektar, Fallobst und Honigtau, fressen aber auch andere Insekten.
Europäische Hornissen nisten in wettergeschützten Hohlräumen, wie z. B. Baumhöhlen, Nistkästen, Dachböden oder Rollladenkästen. Asiatische Hornissen bauen ihr erstes, kleineres Nest ebenfalls häufig an Orten wie Dachböden. Das zweite, größere Nest wird aber meist im Freien gebaut, beispielsweise in Baumkronen, oft in über zehn Metern Höhe.
2. Wie unterscheide ich Europäische, Asiatische und Orientalische Hornissen?
Europäische Hornissen sind durchschnittlich etwas größer als Asiatische und Orientalische Hornissen. Sie unterscheiden sich außerdem unter anderem in der Farbgebung und Musterung. Weitere zentrale Bestimmungsmerkmale zur Unterscheidung der Arten finden Sie in den Artenportraits und in der Grafik sowie Tabelle auf dieser Seite weiter oben.
Bitte beachten Sie, dass es extrem unwahrscheinlich ist, eine Orientalische Hornisse in Deutschland zu beobachten.
3. Wie erkenne ich ein Hornissennest?
Europäische Hornissen: Je nach Platzangebot umfasst das Nest bis ungefähr 60 x 30 Zentimeter und hat meist eine ovale Form. Die Struktur ist papierartig und oft bräunlich. Das Nest ist unten offen. Die Öffnung dient als Einflugstelle. Auf diese Weise kann auch der Kot aus dem Nest fallen.
Asiatische Hornissen: Je nach Platzangebot umfasst das Nest bis ungefähr 75 x 70 Zentimeter und ist damit größer und kugelförmiger als die Nester der Europäischen Hornisse. Das Nest der Asiatischen Hornisse ist unten geschlossen. Das Flugloch befindet sich an der Seite.
4. Sind Hornissenstiche gefährlich?
Weit verbreitet ist nach wie vor der Irrglaube, dass nur wenige Stiche der Europäischen Hornisse bereits zum Tod eines Menschen führen würde. Das Gift der Europäischen und Asiatischen Hornisse ist jedoch generell nicht toxischer als das Gift von Honigbienen oder anderen Faltenwespen. Der Stich kann aber etwas schmerzhafter sein, da das Gift den Stoff Acetylcholin enthält, und der Stachel etwas länger ist als bei den kleineren Verwandten. Für Menschen mit allergischen Reaktionen auf Hornissenstiche kann ein Stich allerdings durchaus gefährlich werden.
5. Was mache ich, wenn ich ein Hornissennest an oder in meinem Haus, meiner Garage etc. gefunden habe?
Zunächst sollten Sie feststellen, um welche Hornissenart es sich handelt. Europäische Hornissen nisten in wettergeschützten Hohlräumen, zum Beispiel in Baumhöhlen, Nistkästen, auf Dachböden oder in Rollladenkästen. Asiatische Hornissen bauen ihr erstes, kleineres Nest ebenfalls häufig an solchen Orten. Das zweite, größere Nest bauen sie jedoch meist im Freien, beispielsweise in über zehn Metern Höhe in Baumkronen.
Das Nest der Europäischen Hornisse ist relativ einfach zu dulden. Sie reagieren nur aggressiv, wenn man ihnen wirklich nahekommt und sie stört. Europäische Hornissen halten überdies andere Wespen fern, weil diese auf ihrem Speiseplan stehen.
Wenn sich das Nest der Europäischen Hornisse zu nah an Fenstern, Hauseingängen etc. befindet, muss ein*e Expert*in kontaktiert werden, um das Nest umzusiedeln. Hier empfiehlt der NABU den örtlichen Hymenopterendienst, eine regionale NABU-Gruppe oder Imkerei anzufragen, die Sie konkret für Ihre Region beraten können. Bitte beachten Sie, dass das eigenständige Entfernen von Nestern der Europäischen Hornisse und aller anderen heimischen Wespen gesetzlich verboten ist und mit hohen Bußgeldern geahndet werden kann, da sie in Deutschland unter besonderem Schutz stehen (siehe Bundesnaturschutzgesetz).
Sollte es sich um ein Nest der Asiatischen Hornisse handeln, empfehlen wir Ihnen, direkt oben genannte*n Experten*in zu kontaktieren, um das Nest entfernen zu lassen. Entfernen Sie das Nest nicht selbst, da die Tiere dieses stark verteidigen werden!
Häufige Fragen und Antworten zur Mitmachaktion
1. Welche Option wähle ich im Online-Formular bei „Beobachtung“ aus?
Sie sind nicht sicher, welche der Optionen Sie im Meldeformular unter dem Punkt „Beobachtung“ wählen sollen? Entscheiden Sie, was an der aktuellen Beobachtung besonders interessant ist. Wenn die beobachtete(n) Hornisse(n) gerade fliegt und kein Nest in unmittelbarer Umgebung in Sicht ist, dann geben Sie umherfliegend an. Wenn die beobachtete(n) Hornisse(n) bei der Beobachtung stillsitzt und es kein Hornissennest ist, dann geben Sie ruhend/sitzend an. Wenn die beobachtete(n) Hornisse(n) hingegen in unmittelbarer Umgebung ihres Nestes umherfliegt oder darauf sitzt, dann geben Sie bitte am/im Nest an. Falls Sie eine tote Hornisse finden, wählen Sie Totfund aus.
Wenn das beobachtete Nest leer ist und keine Hornissen zu sehen sind, geben Sie „Nest(er), leer“ an und setzen die „Anzahl“ auf mindestens eins.
2. Kann ich auch ein leeres Hornissennest melden?
Ja, Sie können auch ein leeres Nest melden. Setzen Sie die „Anzahl“ der beobachteten Hornissen dann auf mindestens eins und wählen bei „Beobachtung“ Nest(er), leer aus. Wenn möglich, laden Sie auch gerne ein Foto des Nestes im Meldeformular hoch.
3. Ich sehe keine Hornissen, aber Wespen oder Schwebfliegen. Kann ich trotzdem an der Aktion teilnehmen?
Ja, unbedingt! Für die geografische Übersicht der Verbreitung von Hornissenarten ist es auch wichtig zu wissen, wo diese nicht beobachtet werden können. Wenn Sie während Ihrer Beobachtung Wespen, Schwebfliegen oder andere Verwechslungsarten sehen, können Sie die im Meldeformular angeben. Zu den wichtigsten Verwechslungsarten können Sie sich in den Artenportraits informieren.
4. Warum soll ich meine Beobachtung möglichst mit einem Foto belegen?
Mit einem Foto können Beobachtungen leichter plausibilisiert und Falschmeldungen ausgeschlossen werden. Insbesondere im Osten Deutschlands fehlen fotografische Nachweise der Asiatischen Hornisse. Das hilft uns bei der Auswertung der Daten.
Hornissen und andere Insekten zu fotografieren ist nicht leicht, insbesondere wenn sie gerade vorbeifliegen. Wir benötigen jedoch nicht zwingend gestochen scharfe Fotos, sondern generell Bilder, auf denen die Hornisse(n) zu erkennen sind. Hier arbeiten wir nach dem Motto: Lieber ein verwackeltes, etwas unscharfes Foto als gar keins.
5. Was passiert mit meinen personenbezogenen Daten?
Die Meldeaktion wird vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) e. V. gemeinsam mit NABU|naturgucker gemeinnützige eG durchgeführt. Das Meldeformular wird technisch von NABU|naturgucker bereitgestellt; dort werden Ihre Meldedaten und ggf. hochgeladene Bilder verarbeitet und veröffentlicht. Für die Veröffentlichung gelten die Nutzungsbedingungen von NABU|naturgucker.
NABU und NABU|naturgucker sind für die Erhebung und Verarbeitung der Meldedaten gemeinsam verantwortlich. Der NABU erhält im Rahmen der Zusammenarbeit die zur Durchführung und Auswertung der Aktion erforderlichen Daten. Sofern Sie eine Postanschrift angeben, kann der NABU diese in eigener Verantwortung nutzen, um Sie per Post über seine Arbeit und Möglichkeiten zur Unterstützung zu informieren; Sie können einer solchen werblichen Nutzung jederzeit widersprechen. Soweit Sie zusätzlich eine Einwilligung für Newsletter erteilen, werden die hierfür erforderlichen Kontaktdaten an den NABU übermittelt und dort in eigener Verantwortung verarbeitet.
Weitere Informationen zu Zuständigkeiten, Verarbeitungszwecken und Ihren Rechten finden Sie in den Datenschutzhinweisen des NABU und von NABU|naturgucker. Für Fragen zur Datenverarbeitung und zur Wahrnehmung Ihrer Betroffenenrechte (z. B. Auskunft, Widerspruch, Löschung) wenden Sie sich bitte an support@NABU-naturgucker.de und Datenschutz@NABU.de.
NABU|naturgucker stellt alle nicht geschützten Beobachtungen jedem zum freien Zitieren zur Verfügung. Dafür sind Klarnamen und eine grundsätzlich öffentliche Zugänglichkeit notwendig. Pseudonyme befördern zudem unerwünschtes Verhalten, da sich jemand dahinter „verstecken“ kann. ABER: Bei NABU|naturgucker kann nicht nach Beobachtern gesucht werden.
6. Sollte ich meine Beobachtungen von Asiatischen Hornissen auch den zuständigen Behörden melden?
Die Sichtung Asiatischer Hornissen ist nicht mehr meldepflichtig, da sie als etabliert eingestuft wurden. Allerdings hilft es den Behörden und Imker*innen sehr, wenn sie Beobachtungen dieser Art auch hier melden. Die Meldungen dienen dazu, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen. Soweit vorhanden, sollte auch hier zur Identifikation unbedingt ein Bild des beobachteten Insekts mitgeschickt werden. Vor allem außerhalb des Hauptverbreitungsgebietes ist die Gefahr einer Verwechslung sehr hoch.
Die offiziellen Meldestellen der Bundesländer sind:
- Baden-Württemberg: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
- Bayern: Melde- und Fundportal Bee warned
- Berlin: E-Mail an kontakt@hymenopterendienst.de
- Brandenburg: E-Mail an vvmeldung@imker-brandenburgs.de
- Bremen: Meldeportal Neobiota Nord
- Hamburg: Meldeportal Neobiota Nord oder E-Mail an invasive-arten@bukea.hamburg.de
- Hessen: Meldeportal Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
- Mecklenburg Vorpommern: Meldeportal Neobiota Nord
- Niedersachsen: Meldeportal Neobiota Nord
- Nordrhein-Westfalen: Melde- und Fundportal Neobiota in NRW
- Rheinland-Pfalz: Artenfinder-Serviceportal
- Saarland: Velutina-Meldeportal Saarland oder E-Mail an asiatische-hornisse@umwelt.saarland.de
- Sachsen: Meldeportal | Asiatische Hornisse
- Sachsen Anhalt: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
- Schleswig Holstein: Meldeportal Landesamt für Umwelt
- Thüringen: E-Mail an artenmeldung@tlubn.thueringen.de oder über die App „Meine Umwelt“
7. Warum wird automatisch ein Nutzer*innen-Konto bei NABU|naturgucker erstellt, wenn ich ein Foto einer Hornisse hochlade?
Damit Expert*innen Artenbestimmungen bestätigen und Sie Ihre Meldung ggf. später bearbeiten können, müssen hochgeladene Fotos einem Konto zugeordnet werden. Eine Registrierung ist nur mit Klarnamen möglich. So sind die im Meldeportal veröffentlichten Naturbeobachtungen, Bilder und Videos für den Naturschutz und die Forschung verwendbar bzw. zitierfähig und Ihre Urheberrechte an den Fotos sind korrekt gekennzeichnet. Ihr Name wird in Verbindung mit von Ihnen veröffentlichten Naturbeobachtungsdaten, Bildern, Videos und Kommentaren für andere registrierte Nutzer*innen öffentlich angezeigt. Bei NABU|naturgucker kann jedoch nicht nach Beobachter*innen gesucht werden. Ein systematisches Verfolgen ist somit nicht möglich.
8. Tipps zur Technik
Wenn Sie möchten, dass Ihre aktuelle Position vom Smartphone automatisch ins Meldeformular übernommen werden kann, geben Sie dies bitte frei. Gegebenenfalls müssen Sie dazu die Datenschutzeinstellungen bzw. die Freigabe der Ortungsdienste an Ihrem Gerät bearbeiten. Auf dem iPhone ist es erforderlich, im Browser die Ortungsdienste freizugeben und in den Ortungsdiensten wiederum den Browser.
Hinweis: Bei der Nutzung des Browsers Firefox ergeben sich leider oft technische Probleme mit unseren Aktionsseiten und der mobilen Meldeseite. Wir empfehlen die Verwendung von Ecosia, Opera, Chrome oder Edge. Falls Sie Hilfe bei der Bedienung der von NABU|naturgucker bereitgestellten Aktionsseite benötigen, besuchen Sie bitte die Hilfeseiten.
Rückblick Meldeaktion 2025
Asiatische Hornisse auf dem Vormarsch
12. Dezember 2025 - Mehr als 14.000 Menschen haben Beobachtungen von Hornissen und den abgefragten schwarz-gelben Verwechslungsarten wie der Riesenholzwespe und der Hornissenschwebfliege gemeldet. Durch die Mitmachaktion ist erstmals eine umfassende Datenmenge speziell zu Hornissen zusammengetragen worden. Und das Beste: Bei rund 45 Prozent wurden Fotos der Tiere mitgeschickt. Sie dienen als wertvoller Beleg der unterschiedlichen Hornissen-Arten. Besonders spannend – die Meldungen zur Asiatischen Hornisse als invasive Art.
Asiatische Hornisse frisst an Weintrauben - Foto: Jörg Tilmans/NABU-naturgucker.de
Asiatische Hornisse: Verbreitung im Südwesten
Die meisten Meldungen der Asiatischen Hornisse kamen aus Nordrhein-Westfalen (rund 4.100), gefolgt von Baden-Württemberg (778) und Hessen (623). Besonders aktiv war das Saarland mit den meisten Meldungen pro Einwohner. Diese invasive Art ist also bereits stark im Südwesten Deutschlands anzutreffen. „Im September wurde erstmals eine Asiatische Hornisse in Sachsen-Anhalt fotografiert – ein deutliches Zeichen, wie schnell sich die Art ausbreitet“, erläutert die NABU-Expertin Theresa Seidel. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Thüringen wurde noch keine Asiatische Hornisse nachgewiesen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch dort die ersten Funde im Norden und Osten auftauchen könnten“, so Seidel.
Auch die heimische Europäische Hornisse wurde häufig gemeldet – fast 7.000 mal. Sie konnte überall in Deutschland nachgewiesen werden, weil sie als heimische Art bundesweit vorkommt. Im Vergleich zur Asiatischen Hornisse, die mit fast 6.800 Beobachtungen allein im Süden und Westen der Bundesrepublik erfasst wurde, liegt sie mit der Zahl der gemeldeten Beobachtungen nur knapp darüber.
Die Orientalische Hornisse wurde zwar gemeldet, bisher aber ohne Foto, sodass wir aktuell davon ausgehen, dass es keine Orientalischen Hornissen in Deutschland gibt. Bisher liegt nur eine Sichtung aus Mannheim mit Foto-Beleg vor. Diese stammt aber bereits aus dem Jahr 2024.
Hornissen-Doppelgänger: Hornisse oder nicht?
Bei der Zählaktion wurden mit über 2.200 Meldungen auch zahlreiche Daten und Bilder von Verwechslungskandidaten durchgegeben. Diese den Hornissen sehr ähnlich sehenden Insekten, wie Dolchwespen und Hornissenschwebfliegen, konnten so ebenfalls erfasst werden. „Hornissen können optisch und akustisch bedrohlich wirken. Sie nachzuahmen im Aussehen und Verhalten wie lautes Brummen wird im Fachjargon „Mimikry“ genannt. Der Trick dabei: Die harmlosen Doppelgänger wirken ebenfalls abschreckend auf Fressfeinde wie Vögel“, erklärt NABU-Insektenexpertin Dr. Laura Breitkreuz.
Weitere Zahlen, ein Vergleich mit den Vorjahren sowie eine Deutschlandkarte, die das Vorkommen der Asiatischen Hornisse visualisiert, gibt es auf der Webseite von NABU|Naturgucker.
Citizen Science: Wichtiger Beitrag für den Naturschutz
Ehrenamtliches Engagement hat viele Gesichter, und nicht alle Angebote erfordern einen großen Zeitaufwand. Die Teilnahme an Mitmachaktionen ist ebenso ein wertvoller Beitrag für den Natur- und Umweltschutz wie die praktische Arbeit im Naturschutzgebiet vor Ort oder ein längerfristiger Einsatz. Diese Form des ehrenamtlichen Engagements wird Citizen Science (Wissenschaft der Bürger*innen) genannt. Die aus diesen Aktionen gewonnenen Daten dienen einerseits der Dokumentation von Artbeständen sowie deren geografischer Verbreitung. Andererseits können wissenschaftliche Einrichtungen die Daten nutzen, um daraus Fragestellungen abzuleiten und Forschungsprojekte ins Leben zu rufen.
Wir danken allen Teilnehmer*innen für ihr Engagement!
Auf eines ist im Sommer Verlass: Zu Kuchen oder Eis im Freien gesellen sich schnell ungebetene Gäste. Wir geben Tipps für den richtigen Umgang mit Wespen, Hornissen und Co. Mehr →
Insekten sind für das Gleichgewicht der Ökosysteme unentbehrlich. Doch in den letzten Jahrzehnten gehen ihre Bestände dramatisch zurück. Was sind die Gründe und was kann man gegen das Insektensterben tun? Hier finden Sie die Antworten. Mehr →
Der Fund einer Orientalischen Hornisse wurde zum ersten Mal in Deutschland dokumentiert – auf dem Citizen-Science-Meldeportal NABU-naturgucker.de. Offen ist, ob es das Tier aus eigener Kraft nach Mannheim geschafft hat oder als blinder Passagier bei Waren- oder Personentransporten. Mehr →
