Einsatz in Orosijevo - Foto: NABU
Erfolgreiche Brutsaison für Schleiereulen in der Ukraine
Dank Ihrer Unterstützung wächst eine neue Eulen-Generation heran
Mitarbeiter Leonid Pokrytyuk mit zwei Schleiereulen - Foto: NABU
Juli 2026 – Am 19. März lag es da. Das erste Ei in einer unserer Nistboxen in der Ukraine. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation USPB (Ukrainian Society for the Protection of Birds) blicken wir auf eine erfolgreiche Brutsaison 2026 zurück.
In vier ukrainischen Regionen konnten wir Nistplätze kontrollieren, neue Gebiete erfassen und weitere Nistkästen installieren. Zudem wurden bestehende Brutplätze durch Schutzmaßnahmen vor Fressfeinden wie Mardern gesichert. Ihre Unterstützung ermöglichte die notwendige Ausrüstung und die Einsätze unserer Expert*innen – selbst unter den schwierigen Bedingungen eines Landes im Krieg.
Schutz und neue Lebensräume
Die ersten Ergebnisse der Brutsaison 2026 machen Mut: In der Region Transkarpatien wurden 42 Niststandorte überprüft. An zwölf davon waren Schleiereulen nachweislich aktiv. Dabei konnten neun vollständige Gelege mit fünf bis zehn Eiern sowie drei Bruten mit vier bis acht Jungvögeln dokumentiert werden. Da Schleiereulen häufig zweimal im Jahr brüten, hoffen wir im Herbst auf weitere erfreuliche Nachrichten.
Besonders stolz sind wir darauf, einen jungen Eulenforscher aus der Region Odesa für das Projekt gewonnen zu haben. Bereits jetzt wurde ein Schleiereulenpaar in einem von ihm installierten Nistkasten beobachtet – vielleicht wird dort schon im Herbst die nächste Generation heranwachsen.
Mehr als Artenschutz
Für viele Menschen ist dieses Projekt weit mehr als Artenschutz. In einer Zeit, in der Krieg und Zerstörung den Alltag prägen, stehen die Schleiereulen für Hoffnung, Zusammenhalt und eine friedliche Zukunft. Jeder besetzte Nistkasten, jedes Ei und jeder geschlüpfte Jungvogel zeigt: Das Leben findet seinen Weg. Das Projekt ist damit auch ein Symbol des friedlichen Widerstands gegen den Verlust von Natur und biologischer Vielfalt.
Nun sind aus dem Küken junge Eulen geworden, die hoffentlich bald zurückkehren, um ihren eigenen Nachwuchs zu großzuziehen.
