Naturschutz aktuell - NABU-Pressedienst
16.03.2007

„Der Schneeleopard“ – Lesereise von Tschingis Aitmatow

Schriftsteller und Schirmherr des NABU-Schneeleoparden-Projektes

Berlin - Schneeleoparden sind ebenso anmutig wie gefährdet. Der NABU setzt sich seit Jahren für den Schutz der stark bedrohten Tiere in Kirgistan ein. „Tschingis Aitmatow ist als Schirmherr des Schneeleoparden-Projektes ein wichtiger Partner für den NABU. Ich freue mich, dass sein neuer Roman den Schneeleoparden zum Thema hat“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der gefeierte Schriftsteller und Botschafter Kirgistans bei der Europäischen Union startet am 19. März im Literaturhaus München eine Lesereise und stellt sein neuestes Buch „Der Schneeleopard“ vor. Danach wird der 78-Jährige unter anderem nach Weimar, Dresden, Stuttgart, Bern, Basel und Zürich reisen. In München, Leipzig, Hamburg und Hannover liest auch der Berliner Schauspieler Dieter Wien, der die deutsche Hörbuchfassung des Romans gesprochen hat. Die Werke Aitmatows zeugen von einer besonderen Beziehung zu seinem Heimatland, einem tiefen Naturverständnis und der Sorge um den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen.

Anlässlich der Lesereise möchte der NABU einmal mehr auf die Gefährdung der Großkatzen aufmerksam machen. „Der Schneeleopard ist in seinem gesamten zentralasiatischen Verbreitungsgebiet durch Wilderei und illegalen Handel von der Ausrottung bedroht“, mahnte Miller. Der NABU schätzt den weltweiten Bestand auf nur noch 3.500 freilebende Tiere. „In Kirgistan leben nur noch zirka 260 Schneeleoparden. In nur wenigen Jahren wurden bis zu 80 Prozent des Bestandes ausgerottet. Daher hat der NABU ein groß angelegtes Projekt zur Stärkung des Vollzugs artenschutzrechtlicher Bestimmungen, Umweltbildung und Forschung in Kirgistan ins Leben gerufen“, berichtete Miller. Gemeinsam mit der kirgisischen Regierung sei im Januar 1999 eine Anti-Wilderer-Einheit zum Schutz des Schneeleoparden gegründet worden. Seitdem seien fünf lebende Tiere, zahlreiche Felle, Waffen und Fallen beschlagnahmt worden. Rund 180 Wilderern wurde das Handwerk gelegt. Zudem habe der NABU in Kirgistan das weltweit größte Gehege samt Rehabilitationszentrum für verletzte Schneeleoparden eingerichtet.

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