Mauersegler - Foto: Axel Aßmann/NABU-naturgucker.de
Die Mauersegler kommen zurück
Jetzt ist noch Gelegenheit, Nisthilfen anbringen
Update 23. April – Von einer flächendeckenden Rückkehr der Mauersegler kann immer noch keine Rede sein. Seit dem 19. nehmen die Beobachtungen aber sprunghaft zu. Die Schwerpunkte liegen weiter entlang der großen Flusstäler des Westens und Südwestens. Größere Trupps werden aber auch aus den Räumen Nürnberg und München, aus dem Münsterland, Ostwestfalen, Südniedersachsen bis hoch nach Hannover sowie aus Leipzig, Dresden und Berlin gemeldet, in kleinerer Zahl zudem aus Bremen und Hamburg.
13. April 2026 – Noch haben die Mauersegler etwas Zeit. Während nach den Rauchschwalben nun auch die Mehlschwalben wieder in größerer Zahl zurückkehren, machen sich die Segler bisher rar. Noch sind es nur erste Einzelvögel und kleine Trupps, die vor allem über den Oberrhein nach Deutschland einfliegen.
Die ersten einzelnen Segler wurden unmittelbar nach Ostern gesichtet. Eine Woche später gibt es bereits Meldungen von Hochrhein am Bodensee bis zum Niederrhein kurz vor der holländischen Grenze. Auch an Donau, Neckar und Main flogen erste Mauersegler, meist in kleinen Trupps. Die nördlichsten Einzelbeobachtungen stammen aus dem Raum Hamburg. Der große Ansturm steht also noch aus, erst Anfang Mai können wir wieder überall mit Mauerseglern rechnen.
Stimme des Mauerseglers anhören
Auch für Rauch- und Mehlschwalben kann man übrigens noch etwas tun, auch wenn dort die Rückkehr aus den Winterquartieren bereits fortgeschritten ist. Beide Arten finden leider immer seltener geeignete Nistmöglichkeiten und auch das Nahrungsangebot wird knapp. Tipps zur Hilfe gibt die NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“.
Kurze Brutsaison: Der Rückflug startet schon im Juli
Gerne suchen die Mauersegler zum „Auftanken“ fluginsektenreiche Wasserflächen auf. Von dort stammen dann auch die meisten frühen Nachweise. Mauersegler sind Weitstreckenzieher, die südlich der Sahara überwintern und im Frühling zum Brüten nach Norden ziehen. Nach einer kurzen Brut- und Aufzuchtzeit beginnt dert Wegzug dann bereits ab Mitte Juli, hauptsächlich aber Anfang August. Hauptzugzeit ist bis Ende August. Vereinzelte ziehende Mauersegler aus dem Norden werden noch bis Mitte September, in Ausnahmefällen auch später beobachtet.
Bei der „Stunde der Gartenvögel“ 2025 belegte der Mauersegler mit bundesweit 51.300 gemeldeten Exemplaren den 8. Platz. Dennoch gehört der Mauersegler zu den Sorgenkindern der heimischen Vogelwelt. Seit dem Start der Stunde der Gartenvögel vor 20 Jahren sind die Mauersegler-Meldungen pro Garten deutlich zurückgegangen. Am besten sieht es noch in den Großstädten aus. Regelmäßig in den Top 5 liegt der Mauersegler unter anderem in Berlin, Köln, Bonn, Dresden und Leipzig.
Grund für die Rückgänge sind fehlende Nistmöglichkeiten an modernen oder sanierten Gebäuden, ein deutlicher Rückgang von Fluginsekten als Nahrung und die Auswirkungen des Klimawandels auf die komplexen Wanderungen dieser Arten nach Afrika und zurück.
Dem Nistplatzmangel des Mauerseglers könnte man durch sinnvolle Planung von Renovierungsarbeiten und Neubauten sowie durch den Einbau von Nistmöglichkeiten oder das Anbringen von Nisthilfen vergleichsweise einfach abhelfen.
- Eigene Mauersegler-Beobachtung im NABU-Naturgucker melden
- Porträt, Bilder und aktuelle Beobachtungen im NABU-Naturgucker
- Karte der Mauersegler-Meldungen bei www.ornitho.de
- „Schutzmaßnahmen für Mauersegler bei Sanierung und Umbau“ des LBV München (PDF)
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