In diesen Zeiten schöpfen wir besonders viel Kraft in der Natur. Werden Sie NABU-Mitglied und helfen Sie mit, damit wir die Natur auch in Zukunft genießen können.
Jetzt NABU-Mitglied werden!Spatzen, Meisen und Amseln machen sich rar
Trotz schönem Wetter: So wenige Vögel pro Garten wie noch nie
Keine Regel ohne Ausnahme: Schwalben und Mauersegler wurden deutlich mehr gesehen als im Vorjahr - Foto: Thomas Schwarzbach/www.naturgucker.de
31. Mai 2025 – Wurden vor zehn Jahren wurden noch 36 Vögel pro Garten gesichtet und 2021 noch 33 Vögel, waren es 2024 erstmals knapp unterr 30. Und jetzt also 28,45. Das ist ein deutlicher und nahezu kontinierlicher Rückgang, der mit Wetterzufälligkeiten oder ähnlichen Faktoren nicht mehr zu erklären ist. Dass die Zahl der gesichteten und gemeldeten Vögel immer weiter abnimmt, ist für NABU-Vogelschutzexperten Martin Rümmler keine Überraschung. „Neben Einzeleffekten wie die Verbreitung von Krankheiten für bestimmte Arten haben viele Populationen, die in unsere Städte und Dörfer kommen, mit fehlender Nahrung, Hitze, Trockenheit und anderen Problemen zu kämpfen“, sagt Rümmler, „Wenn es weniger Biodiversität auf unseren Äckern, am Waldrand, in Gärten gibt, fehlt immer mehr Vögeln die Nahrung, der Nistplatz, der Lebensraum.“
Bei der Zählung stand die Amsel besonders im Fokus. Hier bestand der Verdacht, dass das in einigen Regionen im vergangenen Sommer wieder stark aufgetretene Usutu-Virus sich bei den Sichtungen bemerkbar machen könnte. „Das scheint sich leider zu bewahrheiten“, so Rümmler, „Im vergangenen Jahr wurden uns vor allem aus Norddeutschland mehr Verdachtsfälle zu Infektionen mit dem Virus gemeldet als bisher. Dort wurden jetzt bei der Vogelzählung im Mai deutlich weniger Amseln pro Garten gemeldet.“
Eine Infektion mit dem tropischen Virus verläuft bei Amseln häufig tödlich, was den Bruterfolg im Vorjahr deutlich beeinflusst haben kann und sich nun offenbar in den verminderten Sichtungen niederschlägt. Negativer Spitzenreiter ist Schleswig-Holstein mit 31 Prozent weniger Amseln im Vergleich zum Vorjahr. In Niedersachsen sind es 27 Prozent weniger Amselsichtungen, ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern.
Blaumeise mit Raupe - Foto: NABU/Rita Priemer
Die Amsel ist mit bundesweit prozentual zweistelligen Beobachtungsrückgängen (-13) zum Vorjahr nicht alleine. Die Blaumeise traf es genauso hart, Buntspecht und Haussperling mit je minus 12 Prozent ging es nicht viel besser. Dennoch blieb der Hausspatz der Vogel mit den größten Stückzahlen, rein rechnerisch flatterten 4,29 Spatzen in jedem Garten. Sein Zwilling, der Feldsperling nahm sogar um 16 Prozent ab, was leider ins Bild der letzten Jahre passt.
Eine ganze Reihe von Arten wurden dieses Jahr aber auch häufiger als 2024 gezählt. So nahmen bei Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe je Beobachtungen je Garten deutlich zu. Danach sah es zunächst gar nicht aus, erst am zweiten und dritten Aktionstag gingen deren Werte nach oben. Sehr gut entwickelten sich unter den häufigen Arten auch Mönchsgrasmücke (+19) und Zilpzalp (+16). Die beste Entwicklung legte mit plus 51 Prozent der Kernbeißer hin. Über alle Arten hinweg überwogen aber die Verluste, minus fünf Prozent in diesem Jahr und minus 20 Prozent in den letzten zehn Jahren.
Die Vogelzählung des NABU fand bereits zum 21. Mal statt. Die NABU-Ornithologen können sich dank der zahlreichen engagierten Teilnehmenden ein gutes Bild der Bestandtrends über die Jahre machen. Bei der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ haben über 57.000 Menschen mitgemacht und Vögel aus fast 40.000 Gärten und Parks in ganz Deutschland gemeldet.
Wie viele Vögel welcher Art wurden bundesweit, pro Bundesland oder pro Landkreis gemeldet? Welcher Vogel rückt vor, welcher schwächelt? Interaktive Karten und Listen mit Live-Darstellung der Ergebnisse und Vergleich mit den Vorjahren. Mehr →
Wo sind unsere Vögel geblieben?
Zum Nachlesen: der NABU-Ticker zur „Stunde der Gartenvögel“ 2025
Werden immer seltener gesichtet: Feldsperlinge - Foto: Peter Trentz/www.naturgucker.de
21. Mai 2025 – Der Zähl- und Meldezeitraum für die „Stunde der Gartenvögel“ 2025 ist beendet und unser Dank geht an die vielen Beobachter*innen, die in knapp 40.000 Gärten oder Parks in Deutschland Vögel beobachtet, gezählt, gemeldet haben. Über 1,1 Millionen Vögel wurden so binnen drei Tagen gesichtet und ermöglichen uns einen tiefen Einblick in unsere Vogelwelt vor der eigenen Haustür – und Ihnen hoffentlich auch einige schöne Beobachtungsmomente in der Natur.
Vor allem die negativen Sichtungs-Trends bei einer Vielzahl von Arten haben uns in diesem Jahr beschäftigt. Diese werden wir auch in den kommenden Jahren erneut in den Blick nehmen. Und falls Ihnen auch in diesem Jahr erkrankte Amseln auffallen: Werfen Sie gerne einen Blick auf unsere Informationen zum Usutu-Virus und melden sie mögliche Verdachtsfälle.
Endspurt: Noch bis 19. Mai Beobachtungen melden
16. Mai 2025 – Nur noch wenige Tage bis auch der Meldezeitraum der „Stunde der Gartenvögel“ 2025 endet, noch bis einschließlich 19. Mai gibt es die Möglichkeit, Beobachtungen zu melden. Wir freuen uns über jeden gezählten Vogel, ja, sogar wenn Sie nur sehr wenige Vögel gezählt haben, denn auch diese Meldung ist wertvoll.
Denn wir schauen auch jedes Jahr darauf, wie viele Vögel pro Garten überhaupt gesichtet werden, verteilt auf alle Arten. Und es sieht danach aus, dass die aktuelle Zählung auch dabei einen traurigen Rekord aufstellen wird: Es werden immer weniger Vögel pro Garten gesichtet und gemeldet, im Schnitt (aktueller Stand: Freitag 10 Uhr) fast zwei weniger als im Vorjahr, wo es noch knapp 30 pro Garten waren. In der Vergangenheit gab es sogar Zeiten mit 35 gesichteten Vögeln pro Garten im Schnitt. Das bestätigt also einen langanhaltenden Trend. Verwunderlich ist es aber nicht, wie NABU-Vogelexperte Martin Rümmler erklärt:
„Neben Einzeleffekten wie die Verbreitung von Krankheiten für bestimmte Arten haben eben viele Populationen, die uns in den Siedlungen besuchen, mit fehlender Nahrung, Hitze, Trockenheit und anderen Phänomenen zu kämpfen. Wenn es weniger Biodiversität auf unseren Äckern, am Waldrand, in Gärten gibt, fehlt immer mehr Vögeln die Nahrung, der Nistplatz, der Lebensraum.“
Usutu-Virus: Regional ein Drittel weniger Amseln gesichtet
Nachdem inzwischen viele tausende Beobachter*innen ihre Meldungen an uns geschickt haben, erhärtet sich ein weiterer trauriger Verdacht: Das Usutu-Virus scheint die Amsel-Sichtungen in diesem Jahr stark beeinflusst zu haben. Zumindest decken sich Meldungen dazu aus zwei Quellen: Einerseits wurden uns im vergangenen Jahr überwiegend in Norddeutschland mehr Verdachtsfälle zu Infektionen mit dem Virus gemeldet als bisher. Genau dort wurden uns regional in diesem Jahr bei der Vogelzählung auch deutlich weniger gesichtete Amseln pro Garten gemeldet.
Eine Infektion mit dem Virus verläuft vor allem unter Amseln tödlich, was den Bruterfolg im Vorjahr deutlich beeinflusst haben kann und sich nun offenbar in den Sichtungen niederschlägt. Negativer Spitzenreiter bei den Sichtungen ist Schleswig-Holstein mit aktuell minus 31 Prozent Amseln, also knapp ein Drittel weniger pro Garten im Vergleich zum Vorjahr.
Der Sonntag: Aufholjagd mit negativem Ausblick
11. Mai 2025 – Der dritte Tag der 21. „Stunde der Gartenvögel“ wirbelt die Zahlen noch einmal kräftig durcheinander. Während wir bei den Schwalben gestern noch ein deutliches Minus sahen, hat sich der Trend jetzt sogar ins Positive gewendet. Der Grund für die Wende? Schwierig eindeutig zu erklären. Auch NABU-Vogelexperte Martin Rümmler ist überrascht, vermutet die bundesweit günstige Wetterlage hinter den stark zunehmenden Sichtungen – bei wenig Wind und milder Witterung dürften die Flugkünstler länger und häufiger in der Luft zu beobachten sein.
Was sich aber weiterhin abzeichnet: Es werden bis zum Abschluss der Zählung wahrscheinlich im Schnitt erneut weniger Vögel pro Garten gemeldet werden. Es kann sogar auf einen neuen Tiefstand hinauslaufen, nachdem 2024 bereits ein Negativrekord bei den Sichtungen pro Garten aufgestellt wurde.
Damit ist die große Vogelzählung auch ein Hinweis darauf, wie weniger Nistplätze, sinkendes Nahrungsangebot, Klimakrise und weitere Faktoren sich direkt auf die Meldungen der Vögel in unserer Nähe auswirken können.
Zu den deutlichen Verlierern gehört erneut der Feldsperling (-17 Prozent, Stand: 17 Uhr). Weiterhin sehr häufig und regelmäßig gesichtet, verliert der kleinere Sperling vom Feldrand seit Jahren kontinuierlich. Eine der Hauptgründe: sinkendes Nahrungsangebot in der Fläche. In Siedlungen hat er gegenüber dem kräftigeren Haussperling hingegen das Nachsehen.
Beobachtungs-Achterbahn bei einzelnen Vogelarten
Selbst auf den ersten Blick deutlich positive Entwicklungen entpuppen sich bei einem genaueren Blick als ein hin und her. Ein Beispiel dieser Schwankungen ist der Kernbeißer: Im Vergleich zum Vorjahr wird er deutlich häufiger gesichtet (+47 Prozent). Doch dem deutlichen Plus im Vergleich zu 2024 steht ein ähnlicher Wert 2023 gegenüber. Und so schwanken die Sichtungen dieser Art von Jahr zu Jahr stark.
Gründe können sowohl das wechselnde Nahrungsangebot aber auch strenge Winter sein. „Die Bestände sind stark abhängig von Samen und anderen Früchten im Wald“, erklärt Martin Rümmler dazu. Insbesondere wenn Bäume in einem Mastjahr außergewöhnlich viele Früchte entwickeln, könnten Kernbeißer davon profitieren und im Folgejahr häufiger zu beobachten sein. Es wird vermutet, dass Mastjahre aufgrund der Klimakrise häufiger aufeinander folgen, da unsere Wälder durch die geänderten Umweltbedingungen zunehmend Stress ausgesetzt sind. Eine zweifelsfreie Erklärung für das auf und ab des Kernbeißers von Jahr zu Jahr hat aber auch der Ornithologe nicht.
Beobachtungen noch bis 19. Mai melden
Dass wir überhaupt so ins Detail gehen können bei den Vogelbeobachtungen, haben wir Ihren zahlreichen Meldungen zu verdanken. Auf über eine halbe Million gesichtete Vögel kommt die aktuelle Stunde der Gartenvögel, gemeldet von über 25.000 Beobachter*innen. Falls Sie weiterhin Vögel beobachten wollen oder dies heute schon getan haben, aber noch nicht gemeldet: Ihre Beobachtung können Sie noch bis einschließlich 19. Mai bei uns eintragen - und wird auch in unsere Schlussbewertung einfließen.
Der Samstag: Große Sorge um Amseln und Schwalben
Amsel - Foto: NABU/Tom Dove
10. Mai 2025 – Während sich die Zahlen bei der aktuellen Vogelzählung langsam festigen, kündigt sich an den Spitzenplätzen ein Wechsel an: Die Amsel scheint ihren zweiten Platz hinter dem Haussperling nicht mehr verteidigen zu können (aktuell minus 8 Prozent). Damit setzt sich ein langjähriger Trend beim Rückgang der Sichtungen fort. Bisher konnte die Drosselart aber immernoch ihre Position in der Rangliste der am häufigsten gesichteten Vögel verteidigen.
Der erneute Rückgang könnte mit dem bereits erwähnten Usutu-Virus zusammenhängen. „Wir haben in diesem Jahr vor allem deutlich weniger Sichtungen in den norddeutschen Bundesländern“, erklärt NABU-Vogelexperte Martin Rümmler mit Blick auf die Karte, „das deckt sich mit den Regionen, wo uns im vorigen Sommer auch mehr Usutu-Verdachtsfälle gemeldet wurden“. Woran Sie eine Erkrankung mit dem Usutu-Virus erkennen und wie Sie Verdachtsfälle dem NABU melden können, erfahren Sie auf dieser Seite.
Ein Blick auf die vergangenen 20 Jahre zeigt aber ebenso, dass der Abwärtstrend bei der Amsel kein einmaliges Phänomen ist. Der schwarz gefiederte Vogel wird zwar weiterhin in fast jedem Garten gesichtet, die Kurve zeigt aber nach unten, ebenso wie die Zahl der Vögel pro Garten.
Beides, langfristige Trends und auch einmalige Effekte, lassen sich nur durch die Vielzahl der Sichtungen erkennen, die jedes Jahr zur Stunde der Gartenvögel von tausenden Beobachter*innen gemeldet werden - allein bis zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: Samstag, 15 Uhr) haben schon wieder über 9000 Vogelfreunde rund 190.000 Vögel gesichtet und gemeldet.
Schwalben: Doppelt betroffen von Wetter und Klima?
Eine Vogelart, um die sich Ornitholog*innen schon länger sorgen, sind Insektenjäger wie Mauersegler und Schwalben. Während Monokulturen auf den Ackerflächen, Klimakrise und weitere Effekte für einen Insektenschwund sorgen, fehlt die entsprechende Nahrung auch für Vögel, die auf diese spezialisiert sind. Auch an Nistplätzen für Schwalben, unter Dachvorsprüngen und offenen Ställen oder Scheunen, mangelt es zunehmend.
Hinzu kommt ein Wetterereignis das im vorigen Jahr vor allem den Flug der Mehlschwalben gen Süden beeinflusst hat: Ein Tiefdruckgebiet mit Starkregen machte vielen Mehlschwalben einen Strich durch ihre Flugrouten, sodass sie mit durchnässtem Gefieder pausieren mussten, viele strandeten in Süddeutschland. Die Vögel kühlten aus, einige dürften an Erschöpfung gestorben sein.
Beide Effekte: Witterungsbedingungen sowie fehlende Nahrungs- und Nistplätze scheinen sich auf die Beobachtungszahlen in diesem Jahr niederzuschlagen: Rauch- und Mehlschwalben liegen aktuell jeweils bei Minus 9 Prozent Sichtungen, Mauersegler aktuell bei Minus 6.
Der Freitag: Gedrängel in den Top 10, Amsel im Fokus
Haussperling mit Eintagsfliege - Foto: Angelika Nijhoff/NABU-naturgucker.de
09. Mai 2025 – Erster Tag bei der „Stunde der Gartenvögel“ 2025 und schon nach wenigen Stunden haben wir bereits viele erste Meldungen von Ihrer Vogelbeobachtung bekommen. Vielen Dank dafür! Viele Beobachtungszahlen sind an Tag eins der großen Vogelzählung noch mit Vorsicht zu genießen. Gerade bei Vogelarten, die selten gesichtet werden, fällt jede einzelne Sichtung ins Gewicht.
Deswegen zunächst ein Blick auf die Spitze der Rangliste: Einige tausend Vögel sind bereits von Haussperling, Kohlmeise und Amsel gesichtet und gemeldet worden. Und es zeichnet sich auch wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amsel und Kohlmeise auf den Plätzen zwei und drei ab. Im vergangenen Jahr konnte die Amsel noch den zweiten Platz verteidigen, aktuell (Stand: Freitag, 16 Uhr) liegt die Kohlmeise vorn, wobei die Amsel weiterhin bei fast jeder Einzelzählung gesichtet wird (über 90 Prozent), während die Kohlmeise pro Zählung etwas häufiger auftaucht (2,9 Vögel pro Garten).
„Über konkrete Tendenzen lässt sich an Tag eins der Zählung nicht viel sagen, dafür ist es noch zu früh“, sagt NABU Vogelexperte Martin Rümmler mit Blick auf die Rangliste. „Aber dass schon über 130 Arten gesichtet wurden, ist beachtlich“, lobt er die fleißigen Vogelbeobachter*innen die sich auch in diesem Jahr wieder an der Stunde der Gartenvögel beteiligen.
Amseln im Fokus: Usutu auf dem Vormarsch?
Gerade bei der Amsel werden wir in diesem Jahr genauer auf die Meldezahlen schauen, da wir im vergangenen Sommer immer wieder Hinweise auf das Usutu-Virus erhalten haben. Das Virus betrifft überwiegend Amseln, viele sterben binnen weniger Tage an der Krankheit, die 2011 nach Deutschland kam. Ihre Meldungen bei der Vogelzählung können ein Hinweis darauf sein, ob und wo sich die Krankheit weiter ausbreitet. Aber natürlich zählt auch jede Meldung von jeder anderen Vogelart.
Auch auf den weiteren Plätzen der Rangliste finden sich Arten, die sich immer wieder in den Top 10 drängeln: Blaumeisen werden regelmäßig gesichtet, ebenso, Stare, Feldsperlinge und Elstern, gefolgt von Ringeltauben und Rotkehlchen. Den Abschluss der Top 10 bilden aktuell die Mauersegler - das schrille „Sri Sri“ der Zugvögel ist in Deutschland bereits seit einigen Wochen zu hören. Die Insektenjäger sind pünktlich aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt, haben in Deutschland aber zunehmend mit dem Insektenschwund und fehlenden Nistplätzen zu kämpfen.
Falls Sie auch schon Vögel gezählt haben, aber noch nicht gemeldet: Hier kommen Sie direkt zum Online-Meldeformular, das binnen weniger Minuten ausgefüllt ist. Jede Meldung, auch wenn nur wenige Vögel beobachtet wurden, ist wertvoll.
23. April 2025 – Am Wochenende vom 9. bis 11. Mai rufen der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Natur- und Vogelschutz) wieder dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden. Die Vogelzählung im Frühling geht damit in Deutschland schon in das 21. Jahr. Und es kommt auch in diesem Jahr wieder auf jede einzelne Meldung an, um ein möglichst genaues Bild über die Vogelwelt in unserer Nähe zu erhalten – vom Dorf bis zur Großstadt, von der Nordseeküste bis zum Alpenrand. Seltene Einzelmeldungen, erste Trends und Einordnungen mit unserem Ornithologen und NABU-Podcast-Moderatoren Martin Rümmler können Sie auf dieser Seite verfolgen, vor allem während des Beobachtungs-Wochenendes, aber auch darüber hinaus.
Dabei geht es vor allem um langfristige Trends, Veränderungen und auch mögliche Einzeleffekte – beispielsweise durch klimatische Veränderungen, Witterung oder auch Verbreitung von Krankheiten unter einzelnen Vogelarten wie beispielsweise dem Usutu-Virus unter Amseln und mehr. Aber auch kuriose Einzelmeldungen sorgen immer wieder für spannende Einblicke in die Vogelwelt. Von den Beobachtungen werden außerdem weitere Aktionen oder Projekte abgeleitet, beispielsweise zum Schutz von bedrohten Arten oder Lebensräumen.
Zählen Sie eine Stunde lang Vögel – egal ob im Garten, vom Balkon aus oder im benachbarten Park. Notieren Sie die höchste Anzahl von jeder Art, die Sie gleichzeitig sehen. So werden Vögel, die wegflattern und wiederkommen, nicht doppelt gezählt. Mehr →
Richtig zählen? So geht's
Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Das ist wichtig, damit Vögel, die zwischendurch ja auch wieder wegfliegen, nicht doppelt gezählt werden. Ein Beispiel: Kommen erst drei Haussperlinge an das Vogelhaus, zehn Minuten später aber sogar acht Haussperlinge, wird die Zahl acht gemeldet.
Sie sind unsicher, was für eine Meise auf dem Baum sitzt? Bei der Bestimmung hilft zum Beispiel der NABU-Vogeltrainer oder die NABU-App „Vogelwelt“. Weitere Infos, Tipps und Tricks zur Vogelzählung finden Sie auf dieser Seite.
Die Meldungen fließen direkt in unsere große Datenbank ein und auf einer interaktiven Karte dargestellt. Außerdem lassen sich die Werte mit den Meldungen der vergangenen Jahre vergleichen. Die „Stunde der Gartenvögel“ zählt damit – ebenso wie die „Stunde der Wintervögel“ – zu den gößten Citizen-Science-Projekten deutschlandweit.
In diesem Jahr können Sie vom 9. bis 11. Mai Vögel zählen. Ihre Beobachtungen können Sie bis zum 19. Mai melden, am besten bequem über das Online-Meldeformular, das mit dem Start der Aktion freigeschaltet wird.
