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Melden Sie dem NABU Ihre Kranich-Beobachtungen

Karte herbstlicher Kranichzugmeldungen

Karte herbstlicher Kranichzugmeldungen

Jedes Jahr ab Oktober kann man am Himmel das großartige Schauspiel des Kranichzuges beobachten. In immer wieder neuen Wellen überqueren die Tiere von Skandinavien kommend die Republik, auf ihrem Weg in die südeuropäischen Winterquartiere.

Auch Sie können Kranichbeobachtungen an den NABU melden. „Je mehr Daten wir über das Zugverhalten bekommen, desto bessere Aussagen können wir treffen. Nur wenn wir wissen, wo die Kraniche sich aufhalten, können wir vor Ort aktiv Schutzmaßnahmen ergreifen,“ erklärt NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Die Kraniche starten von ihren nordostdeutschen Rastgebieten und überfliegen Deutschland in südwestlicher Richtung. Dabei überqueren sie die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

mehr Ich will mitmachen und Kraniche online melden

News-Flash 4. November 2009: Die großen Kranichansammlungen verlagern sich immer mehr nach Südwesten. Am Bodden war der Höhepunkt mit 60.000 Tieren am 10. Oktober erreicht, im Rhin- und Havelluch mit 78.127 am 27. Oktober. Inzwischen liegen die Schwerpunkte in der Diepholzer Moorniederung (42.000 Kraniche) und am französischen Lac du Der-Chantecoq (44.000 Kraniche). mehr Mehr

Der Herbstzug der Grauen Kraniche

Laut trompetende Schwärme auf dem Weg ins Winterquartier

Kraniche


Alljährlich im Oktober und November können Naturfreunde an vielen Orten Deutschlands das großartige Schauspiel ziehender Kraniche am Himmel beobachten. Die größten Kranichsammelplätze vor dem gemeinsamen Flug ins Winterquartier liegen in der Rügen-Bock-Region am vorpommerschen Bodden, außerdem an der unteren Oder, an der Mecklenburgischen Seenplatte, im Rhinluch und im Havelländischem Luch sowie seit einigen Jahren auch in der Oberlausitz.

mehr Kranich-Veranstaltungen bundesweit: Blick in den NABU-Terminkalender

mehr Mehrmals wöchentlich: Kranichführungen im Rhinluch

mehr Mitmachen und Kraniche online melden

mehr Am größten deutschen Sammelplatz: Kranich-Zentrum Groß Mohrdorf

mehr www.kranichzug.de: Folgen Sie besenderten Kranichen per Internet


Bei günstiger Witterung brechen die Kranichschwärme von ihren Sammelplätzen in den frühen Morgenstunden auf, ziehen beiderseits am Harz vorbei (in Niedersachsen liegt die Nordgrenze des Kranichzugs auf der Linie Bremen-Meppen; der Hauptzug lässt sich dort im Süden beobachten, so zum Beispiel in Osnabrück, Hannover und Göttingen), erreichen dann das Weserbergland, Thüringen und Oberhessen. Weiter geht es Richtung Südwest, teils entlang des Rheins mit Bonn als Kreuzungspunkt.

Grauer Kranich

Hauptzug über NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz
In den Nachmittags- und Abendstunden überfliegen die Kraniche Rheinland-Pfalz und Hessen. Schwerpunkte des rheinland-pfälzischen Duchzuges sind das Ahrtal, der Raum Koblenz – von wo aus die Kraniche der Mosel folgen –, das Nahetal, der Raum Worms/Kaiserslautern und der Raum Speyer/Landau/Neustadt/Bad Bergzabern.

Schwerpunkte des hessischen Durchzuges sind die Auensysteme Ober- und Mittelhessens, wo ein Teil der Tiere Rastplätze im Amöneburger Becken sowie an Ohm und Lahn aufsucht. Beim Weiterflug mit rund 80 Stundenkilometern erreichen die über Hessen ziehenden Kraniche Main und Rhein und fliegen schließlich über Frankreich weiter nach Südwesten.

Im Flug bilden Kraniche eine V-förmige Formation mit kräftigen, erfahrenen Tieren an der Spitze. Es folgen Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren. Bei konstanten Flugbedingungen könnten die Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Sie legen aber oft eine Pause ein und manches Mal hält sie schlechtes Wetter und Nebel tagelang am Boden.

Kranichformation

Überwintern in Spanien und Südfrankreich
Den westeuropäischen Zugweg nutzen Kraniche aus Mitteleuropa, Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, aus Finnland und Weißrussland. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Frankreich, Spanien und zu einem geringen Teil in Nordafrika. Auf der westeuropäischen Zugroute überwintern heute rund 70.000 Kraniche in Spanien, 30.000 in Frankreich sowie jeweils wenige tausend Vögel in Portugal und Nordwestafrika.

Hauptüberwinterungsregion ist zur Zeit mit etwa 50.000 Kranichen die Extremadura in Westspanien. Dort suchen die Vögel in den „Dehesas“, den lichten mediterranen Eichenwäldern, nach den Früchten der Stein- und Korkeichen.

Kranichbeobachtungen und Beringungen melden
Das gemeinsame Kranich-Informationszentrum von WWF und NABU sammelt bundesweit Angaben über den Kranichzug. Machen Sie mit und melden Sie uns Ihre Beobachtungen per Online-Formular.

Von großem Interesse sind auch rastende Kraniche und andere besondere Vorkommnisse. Außerdem freuen sich die Kranichforscher besonders über Informationen zu beobachteten beringten Kranichen. Die Ringablesung erfolgt von oben nach unten. Auf dem linken Bein findet sich die Landeskennung, auf dem rechten Bein eine Individualkennung. mehr Mehr über die Ring-Kennungen

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Termine

18.09. 16:00 Uhr

Gänse- und Kranichbeobachtung
15926 Fürstlich Drehna

02.10. 19:00 Uhr

Kranich-Exkursion Günnemoor
27729 Hambergen

08.10. 19:00 Uhr

Exkursion Gänse- und Kranichzug
14797 Kloster Lehnin

09.10. 18:00 Uhr

Exkursion zum Kranicheinfall
14641 Utershorst

09.10. 18:30 Uhr

Kranich-Exkursion Naturparadies Grünhaus
03238 Lichterfeld

16.10. 19:00 Uhr

Kranich-Exkursion Günnemoor
27729 Hambergen

22.10. 10:00 Uhr

Reise zum Kranichzug am Lac du Der
79540 Lörrach

22.10. 20:30 Uhr

Vortrag „Kraniche im Osthavelland“
14612 Falkensee

23.10. 18:30 Uhr

Kranich- und Wildgänse-Exkursion Grünhaus
03238 Lichterfeld

30.10. 10:00 Uhr

Beobachtung rastender Kraniche
26122 Oldenburg

03.11. 20:30 Uhr

Kranich-Vortrag
75378 Bad Liebenzell

06.11. 14:00 Uhr

Zum Schlafplatz der Kraniche
26122 Oldenburg

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