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Trompetenrufe im Nebel
Trompetenrufe im Nebel
Der Herbstzug der Kraniche 2011
Kranichschwärme beim abendlichen Einflug zu den Schlafplätzen im Rhinluch bei Linum.
31. Januar 2012: Nach dem milden Start ins Jahr bringt uns das über Russland liegende Kältehoch „Cooper“ nun echte Eistage, die Temperaturen bleiben also selbst tagsüber unter dem Gefrierpunkt. Der Kälteeinbruch bringt auch Bewegung in die Vogelwelt. Immerhin rund 15.000 Kraniche hatten bisher noch in Norddeutschland ausgeharrt. Nun entschließen sich immer mehr der Kraniche, der Kälte auszuweichen und fliegen nach Südwesten ab. Die typischen v-förmigen Flugformationen können zurzeit vor allem über Niedersachsen, NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz beobachtet werden.
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„Last minute“ Richtung Süden
Seit Anfang der Woche ziehen wieder vermehrt Kraniche über Deutschland. Die rapide sinkenden Temperaturen und der kalte Ostwind haben nun auch die letzten geflügelten Gäste im Ostseeraum bewogen, den Weg in den Südwesten anzutreten.
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19. Dezember 2011: Der Herbstzug der Kraniche ist weitgehend beendet. Es halten sich an den großen norddeutschen Rastplätzen aber immer noch Kraniche in geringer Zahl auf. Diese Vögel werden wohl nur dann in mildere Regionen abziehen, wenn es zu einem starken Wintereinbruch kommt.
16. November 2011: Gestern war im Rhin- und Havelluch wieder eine Zählung möglich. Danach halten sich 8.640 Kraniche an den Schlafplätzen Nauen und Linum auf. Zwei Wochen vorher waren es noch mehr als 40.000. Nach starkem Abflug über das Wochenende dürften in der Diepholzer Moorniederung nun ebenfalls deutlich weniger Kraniche als bisher rasten. Auch hier macht den Zählern jedoch der Nebel zu schaffen, so dass es noch keine neue Erfassung gibt.
11. November 2011: Die Schwerpunkte der Kranichrast haben sich die letzten Tage weiter nach Westen verschoben. An der Ostseeboddenküste halten sich nur noch rund 3000 Vögel auf, in der Diepholzer Moorniederung (Niedersachsen) dagegen ist mit gut 60.000 Kranichen wohl der diesjährige Höchststand erreicht. Im Havel- und Rhinluch rasteten Anfang des Monats noch mehr als 50.000 Kraniche; neuere Zahlen gibt es leider nicht, wegen des Nebels am Hauptschlafplatz Linumer Teiche war diese Woche keine zuverlässige Zählung möglich.
Auf der östlichen Zugroute halten sich in der ungarischen Puszta weiter fast 80.000 Kraniche auf.
Übersicht der europäischen Rastplätze
21. Oktober 2011: Der Zug der Kraniche ist im vollen Gange. In ganz Europa sind zur Zeit rund 200.000 Kraniche unterwegs. Alleine aus Hessen wurden am vorigen Wochenende mehrere Zehntausend überfliegende Kraniche gemeldet. Am größten französischen Rastplatz, dem Lac du Der Chantecoq in der Champagne, halten sich bereits 34.900 Kraniche auf.
An den deutschen Hauptrastplätzen verschiebt sich das Gewicht Stück für Stück nach Westen. So gingen die Rastzahlen an der Boddenküste rund um Groß Mohrdorf in nur wenigen Tagen von 47.900 auf 31.000 Kraniche zurück, im Rhinluch und im Havelland rasten zur Zeit 46.700 Kraniche und in der Diepholzer Moorniederung in Niedersachsen hat sich die Zahl der Kraniche innerhalb einer Woche von 4.000 auf 45.500 erhöht.
Auf dem östlichen Zugweg bildet der ungarische Hortobágy-Nationalpark den mit Abstand größten Sammelpunkt. Von dort wurde am 13. Oktober die phantastische Zahl von 100.500 Kranichen gemeldet.
Der Herbstzug der Grauen Kraniche
Laut trompetende Schwärme auf dem Weg ins Winterquartier
Hören Sie den Ruf der Kraniche:
Alljährlich im Oktober und November können Naturfreunde an vielen Orten Deutschlands das großartige Schauspiel ziehender Kraniche am Himmel beobachten. Die größten Kranichsammelplätze vor dem gemeinsamen Flug ins Winterquartier liegen in der Rügen-Bock-Region am vorpommerschen Bodden, außerdem an der unteren Oder, an der Mecklenburgischen Seenplatte, im Rhinluch und im Havelländischem Luch sowie seit einigen Jahren auch in der Oberlausitz.
Kranich-Veranstaltungen bundesweit: Blick in den NABU-Terminkalender
Mehrmals wöchentlich: Kranichführungen im Rhinluch
Mitmachen und Kraniche online melden
Am größten deutschen Sammelplatz: Kranich-Zentrum Groß Mohrdorf
www.kranichzug.de: Folgen Sie besenderten Kranichen per Internet
Rund um den kleinen brandenburgischen Ort Linum befindet sich einer der größten Kranich-Rastplätze Europas. Viele Tausend der eleganten Vögel machen hier einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden. Jahr für Jahr lockt das Naturschauspiel des Kranichzuges viele Vogelfreunde an. Unter ihnen war der Tierfilmer Daniel Samanns. Er sprach mit Henrik Watzke vom NABU-Zentrum in Linum und beobachtete das atemberaubende Spektakel am Himmel. Dauer des Films: 1:40 Minuten.
Bei günstiger Witterung brechen die Kranichschwärme von ihren Sammelplätzen in den frühen Morgenstunden auf, ziehen beiderseits am Harz vorbei (in Niedersachsen liegt die Nordgrenze des Kranichzugs auf der Linie Bremen-Meppen; der Hauptzug lässt sich dort im Süden beobachten, so zum Beispiel in Osnabrück, Hannover und Göttingen), erreichen dann das Weserbergland, Thüringen und Oberhessen. Weiter geht es Richtung Südwest, teils entlang des Rheins mit Bonn als Kreuzungspunkt.
Hauptzug über NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz
In den Nachmittags- und Abendstunden überfliegen die Kraniche Rheinland-Pfalz und Hessen. Schwerpunkte des rheinland-pfälzischen Duchzuges sind das Ahrtal, der Raum Koblenz – von wo aus die Kraniche der Mosel folgen –, das Nahetal, der Raum Worms/Kaiserslautern und der Raum Speyer/Landau/Neustadt/Bad Bergzabern.
Schwerpunkte des hessischen Durchzuges sind die Auensysteme Ober- und Mittelhessens, wo ein Teil der Tiere Rastplätze im Amöneburger Becken sowie an Ohm und Lahn aufsucht. Beim Weiterflug mit rund 80 Stundenkilometern erreichen die über Hessen ziehenden Kraniche Main und Rhein und fliegen schließlich über Frankreich weiter nach Südwesten.
Im Flug bilden Kraniche eine V-förmige Formation mit kräftigen, erfahrenen Tieren an der Spitze. Es folgen Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren. Bei konstanten Flugbedingungen könnten die Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Sie legen aber oft eine Pause ein und manches Mal hält sie schlechtes Wetter und Nebel tagelang am Boden.
Überwintern in Spanien und Südfrankreich
Den westeuropäischen Zugweg nutzen Kraniche aus Mitteleuropa, Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, aus Finnland und Weißrussland. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Frankreich, Spanien und zu einem geringen Teil in Nordafrika. Auf der westeuropäischen Zugroute überwintern heute rund 70.000 Kraniche in Spanien, 30.000 in Frankreich sowie jeweils wenige tausend Vögel in Portugal und Nordwestafrika.
Hauptüberwinterungsregion ist zur Zeit mit etwa 50.000 Kranichen die Extremadura in Westspanien. Dort suchen die Vögel in den „Dehesas“, den lichten mediterranen Eichenwäldern, nach den Früchten der Stein- und Korkeichen.
Kranichbeobachtungen und Beringungen melden
Das gemeinsame Kranich-Informationszentrum von WWF und NABU sammelt bundesweit Angaben über den Kranichzug. Machen Sie mit und melden Sie uns Ihre Beobachtungen per Online-Formular.
Von großem Interesse sind auch rastende Kraniche und andere besondere Vorkommnisse. Außerdem freuen sich die Kranichforscher besonders über Informationen zu beobachteten beringten Kranichen. Die Ringablesung erfolgt von oben nach unten. Auf dem linken Bein findet sich die Landeskennung, auf dem rechten Bein eine Individualkennung.
Mehr über die Ring-Kennungen
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Melden Sie dem NABU Ihre Kranich-Beobachtungen. Je mehr Daten über das Zugverhalten zusammenkommen, desto bessere Aussagen können getroffen werden. Nur wenn wir wissen, wo die Kraniche sich aufhalten, können wir vor Ort aktiv Schutzmaßnahmen ergreifen.
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Grünhaus - vom Tagebau zum Naturparadies
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36100 Petersberg
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64342 Seeheim-Jugenheim
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