NABU.de Tiere & Pflanzen Vögel Zugvögel Kraniche Herbstzug der Kraniche
Trompetenrufe im Nebel
Der Herbstzug der Grauen Kraniche
Laut trompetende Schwärme auf dem Weg ins Winterquartier
Hören Sie den Ruf der Kraniche:
Alljährlich im Oktober und November können Naturfreunde an vielen Orten Deutschlands das großartige Schauspiel ziehender Kraniche am Himmel beobachten. Die größten Kranichsammelplätze vor dem gemeinsamen Flug ins Winterquartier liegen in der Rügen-Bock-Region am vorpommerschen Bodden, außerdem an der unteren Oder, an der Mecklenburgischen Seenplatte, im Rhinluch und im Havelländischem Luch sowie seit einigen Jahren auch in der Oberlausitz.
Kranichzug aktuell:
Die nächste Kranichzugwelle rollt
Seit Sonntag lassen sich in Deutschland wieder große Kranichketten am Himmel beobachten. Dabei scheinen die Vögel momentan vor allem die nördliche Route ihres Zugkorridors zu nutzen. An Mosel, Niederrhein und Ruhr wurden Fluggemeinschaften von bis zu 5.500 Kranichen gezählt.
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Kranich-Veranstaltungen bundesweit: Blick in den NABU-Terminkalender
Mehrmals wöchentlich: Kranichführungen im Rhinluch
Kranichbeobachtungsplätze und -führungen im Kreis Rotenburg (Niedersachsen)
Mitmachen und Kraniche online melden
Am größten deutschen Sammelplatz: Kranich-Zentrum Groß Mohrdorf
www.kranichzug.de: Folgen Sie besenderten Kranichen per Internet
Rund um den kleinen brandenburgischen Ort Linum befindet sich einer der größten Kranich-Rastplätze Europas. Viele Tausend der eleganten Vögel machen hier einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden. Jahr für Jahr lockt das Naturschauspiel des Kranichzuges viele Vogelfreunde an. Unter ihnen war der Tierfilmer Daniel Samanns. Er sprach mit Henrik Watzke vom NABU-Zentrum in Linum und beobachtete das atemberaubende Spektakel am Himmel. Dauer des Films: 1:40 Minuten.
Bei günstiger Witterung brechen die Kranichschwärme von ihren Sammelplätzen in den frühen Morgenstunden auf, ziehen beiderseits am Harz vorbei (in Niedersachsen liegt die Nordgrenze des Kranichzugs auf der Linie Bremen-Meppen; der Hauptzug lässt sich dort im Süden beobachten, so zum Beispiel in Osnabrück, Hannover und Göttingen), erreichen dann das Weserbergland, Thüringen und Oberhessen. Weiter geht es Richtung Südwest, teils entlang des Rheins mit Bonn als Kreuzungspunkt.
Hauptzug über NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz
In den Nachmittags- und Abendstunden überfliegen die Kraniche Rheinland-Pfalz und Hessen. Schwerpunkte des rheinland-pfälzischen Duchzuges sind das Ahrtal, der Raum Koblenz – von wo aus die Kraniche der Mosel folgen –, das Nahetal, der Raum Worms/Kaiserslautern und der Raum Speyer/Landau/Neustadt/Bad Bergzabern.
Schwerpunkte des hessischen Durchzuges sind die Auensysteme Ober- und Mittelhessens, wo ein Teil der Tiere Rastplätze im Amöneburger Becken sowie an Ohm und Lahn aufsucht. Beim Weiterflug mit rund 80 Stundenkilometern erreichen die über Hessen ziehenden Kraniche Main und Rhein und fliegen schließlich über Frankreich weiter nach Südwesten.
Im Flug bilden Kraniche eine V-förmige Formation mit kräftigen, erfahrenen Tieren an der Spitze. Es folgen Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren. Bei konstanten Flugbedingungen könnten die Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Sie legen aber oft eine Pause ein und manches Mal hält sie schlechtes Wetter und Nebel tagelang am Boden.
Überwintern in Spanien und Südfrankreich
Den westeuropäischen Zugweg nutzen Kraniche aus Mitteleuropa, Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, aus Finnland und Weißrussland. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Frankreich, Spanien und zu einem geringen Teil in Nordafrika. Auf der westeuropäischen Zugroute überwintern heute rund 70.000 Kraniche in Spanien, 30.000 in Frankreich sowie jeweils wenige tausend Vögel in Portugal und Nordwestafrika.
Hauptüberwinterungsregion ist zur Zeit mit etwa 50.000 Kranichen die Extremadura in Westspanien. Dort suchen die Vögel in den „Dehesas“, den lichten mediterranen Eichenwäldern, nach den Früchten der Stein- und Korkeichen.
Beringte Kraniche melden
Das gemeinsame Kranich-Informationszentrum von WWF und NABU sammelt bundesweit Angaben über den Kranichzug. Von großem Interesse sind auch rastende Kraniche und andere besondere Vorkommnisse. Außerdem freuen sich die Kranichforscher besonders über Informationen zu beobachteten beringten Kranichen. Die Ringablesung erfolgt von oben nach unten. Auf dem linken Bein findet sich die Landeskennung, auf dem rechten Bein eine Individualkennung.
Mehr über die Ring-Kennungen
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Lars.Lachmann@NABU.de
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Herbst Im Duvenstedter Brook
22397 Hamburg, OT Wohldorf
28.09. 12:30 Uhr
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05.10. 17:00 Uhr
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