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Vieltausendfaches Geschnatter

Vieltausendfaches Geschnatter

Erleben Sie, wie Wildgänse am Niederrhein und in Ostfriesland überwintern

Blessgänse


Die fünfjährige Anne-Kathrin kriegt den Mund nicht mehr zu: So viele Gänse auf einmal hatte sie noch nie gesehen. Aber auch Papa ist beeindruckt. Durch ein Spektiv beobachten Rainer Oppermann und seine beiden Kinder einige hundert Blässgänse, die sich auf einer Wiese ausruhen. Familie Oppermann gehört zu einer Gruppe von rund 20 Teilnehmern, die an einer geführten Bustour der NABU-Naturschutzstation Niederrhein teilnehmen. Und sie sind begeistert. Neben den Blässgänsen haben sie bereits Saat- und Graugänse sowie Sing- und Zwergschwäne beobachten können. Dabei kommen täglich neue Tiere an, insgesamt wird mit rund 200.000 Wildgänsen gerechnet.

Einfliegende Bless- und Graugänse

Einfliegende Bless- und Graugänse

Ende August verlassen die Wildgänse ihre sibirischen Brutgebiete und brechen zu einer rund 6.000 Kilometer langen Reise auf. Diese führt sie mit mehreren Zwischenstopps über Osteuropa an den Niederrhein. Die Gänse bevölkern dann die saftigen, feuchten und rheinnahen Wiesen und Weiden. Hier fressen sie sich wieder einen Fettvorrat für den beschwerlichen Heimzug im Frühjahr nach Sibirien an.

„In den äsenden Trupps haben immer einige Vögel die Hälse gereckt und halten Wache. Sollten sich ihnen Menschen zu weit nähern, so geben diese ‚Wachtiere‘ Alarm und der ganze Trupp fliegt auf“, weiß Michael Schmolz, Naturschutzreferent bei der NABU-Naturschutzstation. Er bittet Beobachter eindringlich, weiten Abstand zu den rastenden Vögeln zu halten. Denn unnötiges Auffliegen – zumal bei so schweren Vögeln – verschwendet Energie und lässt die Fettvorräte schrumpfen. Die Gänse sind dann nicht fit, um im Frühjahr die weite Wanderung in die nordischen Brutgebiete zurückzulegen und dort erfolgreich zu brüten.

In NRW genießen die Wildgänse einen besonderen Schutz, sie sind ganzjährig von der Jagd verschont. Nicht gern gesehen werden die Tiere von manchem Landwirt, der Fraßschäden auf seinen Flächen befürchtet. In erster Linie nutzen die Gänse Grünland. Wiesen und Weiden können sie wenig anhaben. Wintergetreideäcker mit sprießenden Jungpflanzen allerdings sind empfindlicher. Massiver Schaden entsteht, wenn die Pflanzen ausgezupft oder in den nassen Boden eingetreten werden. Betroffene Landwirte erhalten daher von den Landwirtschaftskammern eine Entschädigung.

Blessgänse

Bässgänse


Neben der NABU-Naturschutzstation Niederrhein in Kranenburg (Gänsesaison Mitte November bis Mitte Februar) bieten auch der NABU Ostfriesland (Gänsesaison Mitte Januar bis Anfang März) und die Biologische Station Wesel Bus-Exkursionen zu den Wildgänsen an. Veranstaltungen gibt es zudem auf Eiderstedt –- den gesamten Oktober über im NABU-Zentrum Katinger Watt – sowie entlang der Elbe und der Havel.

Kontaktadressen:

NABU zum Hören:
mehr NABU-Podcast zum Thema Blässgans

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Termine

09.06. 09:00 Uhr

Botanischer Frühlingsspaziergang
24248 Mönkeberg

08.09. 09:00 Uhr

Botanischer Spätsommerspaziergang
24248 Mönkeberg

01.10. 11:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

15.10. 11:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

18.10. 13:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

19.10. 14:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

20.10. 09:30 Uhr

Zugvögel-Führung Schwansener See
24398 Schönhagen

22.10. 15:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

26.10. 14:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

01.11. 11:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

02.11. 12:00 Uhr

Gänsealltag im Katinger Watt
25832 Tönning

03.11. 09:00 Uhr

Vogel-Exkursion Polder Holter Hammrich
26817 Rhauderfehn

06.11. 12:00 Uhr

Vogelführung Wedeler Marsch
22880 Wedel

13.11. 14:00 Uhr

Vogelführung Wedeler Marsch
22880 Wedel

24.11. 10:00 Uhr

Exkursion Silbersee und Roxheimer Altrhein
67227 Frankenthal

30.11. 00:00 Uhr

Vogel-Exkursion Lewitz
19053 Schwerin

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