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Romantische Friedhofsbewohner

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NABU-Podcast über Waldkäuze

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Waldkauz

Der NABU-Stadtvogel-Experte Eric Neuling berichtet von Hochzeitsgeschenken und Friedhofskäuzen.

Manchen Menschen sind Waldkäuze unheimlich. Das einsame „Huuu-hu-huuu“ sorgt für Gänsehaut. Daher taucht der Ruf des Waldkauzes auch in Filmen auf, wenn es spannend wird. Doch die nächtlichen Jäger sind eigentlich ganz harmlos und es gibt vieles über sie zu erfahren.

Wussten Sie zum Beispiel, dass sich Waldkauzpärchen ein Leben lang treu sind? Die Partner trennen sich zwar nach der Brutzeit, ziehen dann aber im Spätherbst wieder zusammen. Während der Balz wartet das Männchen mit Hochzeitsgeschenken auf, um seiner Partnerin zu zeigen, dass er immer noch gut für sie sorgen kann. Der NABU-Stadtvogel-Experte Eric Neuling berichtet im Podcast von den romantischen Eulen, aber auch von schwarzer Magie. Hören sie selbst.

Lautlose Jäger und fürsorgliche Eltern

Der Waldkauz im Steckbrief

Merkmale
Waldkäuze sind etwa 40 Zentimeter groß. Das Federkleid changiert zwischen Grau und Rotbraun. Ihre Flügelspannweite beträgt fast einen Meter. Spezielle Federn ermöglichen ihnen einen geräuschlosen Flug. Für die nächtlichen Jäger ist dies ein großer Vorteil bei der Jagd. Waldkäuze ernähren sich von kleinen Säugern und Vögeln aber auch von Würmern und Käfern.

Waldkauz

Waldkäuze können dank spezieller Federn geräuschlos fliegen.


Verbreitung
Waldkäuze sind in ganz Deutschland verbreitet. Ihr Ruf ertönt in vielen Bereichen Europas und sogar in China und Korea.

Lebensraum
Waldkäuze bevorzugen Laubwälder als Lebensraum, nutzen aber auch Misch- und Nadelwälder sowie Kulturlandschaften. In Städten bewohnen sie oft Parks und Friedhöfe. Wenn sie sich einmal ein Revier erobert haben, nutzen sie es ihr Leben lang. Wichtig ist, dass sich in dem Revier alte Bäume befinden mit ausreichend großen Höhlen, in denen sie brüten können.

Fortpflanzung
Waldkäuze leben streng monogam. Haben sich zwei Partner einmal gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen. Die Brutzeit beginnt im März. Das Weibchen legt in der Regel zwischen zwei und vier Eiern. Die Sterberate der Jungen ist sehr hoch. Prozent sterben innerhalb des ersten Jahres. Nach etwa 35 Tagen verlassen die Jungtiere das Nest. Zu diesem Zeitpunkt können sie aber noch nicht fliegen. Sie bewegen sich hüpfend von Ast zu Ast, weswegen sie auch Ästlinge genannt werden, und werden von den Eltern noch bis etwa zum 100. Lebenstag gefüttert. Nach der Brutzeit trennen sich die Eltern. Sie teilen sich zwar noch das Revier, leben aber getrennt. Erst im Spätherbst nähern sie sich in der sogenannten Herbstbalz wieder an.

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