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Nur wenige Gewinner in der Vogelwelt
Nur wenige Gewinner in der Vogelwelt
Großzahl der Vogelarten hat durch den Klimawandel Nachteile
05. März 2009 - Die Klimaerwärmung hat bereits jetzt Auswirkungen auf die europäischen Vogelarten, mehrheitlich negative. Zu diesem Schluß kommt eine neue europäische Studie. Gemäß dieser Studie gibt es in der Vogelwelt dreimal mehr Verlierer als Gewinner, wie BirdLife International mitteilt.
Auch den Weidenmeisen machen die steigenden Temperaturen zu schaffen.
Untersucht wurden in der Studie unter britischer Leitung 122 der insgesamt 526 in Europa brütenden Vogelarten. Gemäß Berechnung werden 30 der untersuchten Arten zu den Gewinnern zählen, da sie ihren Lebensraum aufgrund der Erwärmung ausweiten können. Distelfink, Pirol oder die Türkentaube gehören dazu. Die Großzahl der Vogelarten aber (92) hat durch das wärmere Klima Nachteile. Ihre Verbreitung dürfte deshalb schrumpfen.
Die Artenvielfalt wird, laut Studie, noch stärker abnehmen.
Der Distelfink gehört zu den wenigen Gewinnern beim Klimawandel.
Auf der Verliererseite stehen beispielsweise der Tannenhäher, die Weidenmeise und der Kuckuck, den der NABU zum Vogel des Jahres 2008 gewählt hatte. Weil andere Vogelarten früher anfangen zu brüten, kann er seine Eier nicht mehr rechtzeitig in die fremden Nester legen.
Durch die verminderte Verbreitung der Vögel dürfte auch die Biodiversität, also die genetische Vielfalt, die Vielfalt der Arten und die Vielfalt der Lebensräume noch stärker abnehmen.
Das Team von europäischen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern um Richard Gregory von der Universität Durham hat mit dem sogenannten Klimawandel-Indikator einen neuen Maßstab entwickelt. Dieser Klimawandel-Indikator lässt gemäss dem Forschungsteam direkte Schlüsse über den Zustand der Biodiversität zu. Die heutigen Lebensräume der Vögel dürften sich gemäss den Berechnungen bis im Jahr 2090 um rund 550 Kilometer nach Norden und Osten verschieben.
Der neue Maßstab beruht auf der Kombination von Klimamodellen und beobachteten Trends der Brutbestände europäischer Vögel der letzten 26 Jahre. Projektleiter Gregory betonte, dass hier die regelmässigen Vogelzählungen von freiwilligen, qualifizierten Feldornithologinnen und -ornithologen eine zentrale Rolle spielen.
Details zur Studie (in englisch)

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