NABU.de Tiere & Pflanzen Vögel Forschung Stromtod
Die Bonner Konvention
News | BAG Stromtod | Thema | NABU-Forderungen | Hintergrund
|
|
Deutsch
|
Bonner Konvention
Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS)
Die 1979 in Bonn vereinbarte Convention on the Conservation of Migratory Species (CMS) - bekannt geworden unter der Bezeichnung "Bonner Konvention" - gilt als eines der bedeutendsten Übereinkommen des internationalen Artenschutzes. Nicht-Regierungsorganisationen wie dem NABU bietet die Konferenz vor allem die Möglichkeit, aktiv an Verbesserungen und Erweiterungen des Schutzes von Zugvögeln mitzuwirken.
Die Bonner Konvention befasst sich speziell mit dem Phänomen der Tierwanderungen. Viele Tiere bleiben während ihres Lebens nicht an ein und demselben Standort, sondern ziehen in regelmäßigen zeitlichen Abständen über weite Strecken von ihrem Geburtsort an andere Plätze und kehren wieder zurück. Die größte Gruppe bilden die Zugvögel, darunter Störche, Kraniche, Gänse, Enten, Ibisse und Flamingos. Auch Meeressäugetiere wie Wale, Delfine und Robben "wandern" ebenso wie Reptilien (z.B. Meeresschildkröten) oder Landsäugetiere wie Fledermäuse und Antilopen. Auch diverse Fischarten haben feste Wanderrouten, z. B. Aale und Lachse. Selbst Schmetterlinge wie der Monarchfalter in Nordamerika und der Apollofalter in Westeuropa legen enorme Strecken zurück. Tausende, bei manchen Arten Zehntausende von Kilometern liegen zwischen Sommer- und Winterquartieren oder Geburts- und Lebensrevieren. In diesen Revieren und während ihrer Wanderungen sind diese Arten vielfältigen Gefahren ausgesetzt, z. B. Lebensraumveränderungen (etwa Be- bzw. Entwässerungen), die mit der Zerstörung von Rastplätzen und dem Entzug der Nahrungsgrundlage einhergehen können. Aber auch die Verfolgung durch den Menschen oder Hindernisse auf den Wanderwegen (Dämme) gehören dazu. Die Bonner Konvention strebt deshalb an, im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit diese Gefährdungen abzubauen bzw. zu beseitigen, um die Arten zu erhalten.
Die Bonner Konvention ist in besonderer Weise mit Deutschland und der Stadt Bonn verbunden. Die damalige Bundesregierung übernahm 1972 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen das Mandat, eine internationale Konvention mit dem Ziel, wandernde Tierarten zu erhalten, auszuarbeiten und eine grenzüberschreitende Kooperation auf den Weg zu bringen.
1975 wurden bereits erste Entwürfe vorgelegt, die in den folgenden Jahren mit interessierten Staaten beraten wurden. Vom 11. bis zum 23. Juni 1979 fand auf Einladung der Bundesregierung die Verhandlungskonferenz statt, die zur Unterzeichnung der neuen Konvention führte. Die Konvention zum Schutz wandernder wild lebender Arten, die Bonner Konvention, trat am 1. November 1983 völkerrechtlich in Kraft, nachdem 15 Staaten sie ratifiziert hatten. Seitdem ist die Zahl der Vertragsparteien kontinuierlich angestiegen und umfasst derzeit 116 Staaten (Stand 15.11.2011).
Zur offiziellen Seite der Bonner Konvention

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
NABU-Newsletter
Verbandsnetz
Ansprechpartner
Lars Lachmann
NABU-Vogelschutzexperte
Lars.Lachmann@NABU.de
Sie können helfen
Unterstützen Sie den NABU beim Vogelschutz! Mehr
Vogelstimmen-Quiz
Lernen Sie die Stimmen der 40 häufigsten Gartenvögel kennen. Mehr
Storchenreise
Verfolgen Sie die Reise der NABU-Senderstörche. Mehr
Online-Vogelführer
Mit wenigen Klicks 250 heimische Arten einfach online bestimmen. Mehr
Rote Liste der Vögel
Jede zweite einheimische Vogelart ist gefährdet. Mehr
Eisvogelspiel
Schaffen Sie es, Kevin Kingfisher sicher nach Hause zu fliegen? Mehr
Natur fürs Handy
Vogelgezwitscher und Wolfsgeheul - nature rings bietet Tierstimmen als Klingeltöne. Mehr
Vogel des Jahres
Die Bekassine ist Botschafterin für Moore und Feuchtwiesen. Mehr
Vogelfreund werden
„Vogelfreunde“ bei Facebook: Für alles, was Federn hat Mehr
Spiel fürs iPhone
Spielen und dabei den NABU unterstützen! Mehr
Erste Hilfe für Tiere
Hier finden Sie Pflege- und Auffangstationen deutschlandweit. Mehr






