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Meldeaktion zum Amselsterben


Bitte beachten: Die Saison 2012 ist beendet, im Winterhalbjahr sind mangels Überträgermücken keine Ansteckungen mit dem Usutu-Virus zu erwarten. Dementsprechend ist das Meldeformular momentan nicht aktiv.

Meldeaktion zum Amselsterben

Melden Sie uns kranke oder tote Amseln

Amselhahn


18. Dezember 2012 - Um das Ausbruchsgeschehen des durch den Usutu-Virus ausgelösten Amselsterbens verfolgen und dokumentieren zu können, sammelt der NABU seit 2011 verdächtige Todfundmeldungen über ein Online-Meldesystem. Gleichzeitig werden verendete Vögel durch Labore untersucht. Ergänzend ist die weitergehende Erforschung unterschiedlichster Aspekte dieses komplexen und bislang einmaligen Geschehens auch im Hinblick auf zukünftige Ausbrüche importierter Krankheitserreger notwendig. Der NABU begrüßt die geplanten Forschungsaktivitäten ausdrücklich und unterstützt die Wissenschaftler mit den nachfolgenden Erfassungen, an denen sich interessierte Vogelbeobachter mit einbringen können.

Tote Amseln online melden
Von Mai bis November, also in der Zeit, in der Usutu-Infektionen auftreten können, schaltet der NABU auf dieser Seite ein Meldeformular frei. Über dieses Formular sollten Sie melden, wenn Sie kranke oder vermutlich an einer Krankheit gestorbene Amseln in Ihrer Umgebung feststellen. Bitte machen Sie dabei möglichst genaue Angaben zu Fundort, Funddatum und den näheren Fundumständen und zu den Symptomen der Vögel. Der NABU sammelt alle Daten, wertet sie aus und stellt sie Wissenschaftlern zur Verfügung. Diese einfache Methode hilft uns, das Ausbruchsgeschehen zu verfolgen, geografisch einzugrenzen und ggf. neue Ausbruchsregionen zu erkennen.

Fotos betroffener Vögel einsenden
Seit Beginn der Usutu-Ausbrüche gab es immer wieder Hinweise auf auffällige Verhaltensweisen (Apathie, fehlendes Fluchtverhalten, Schwanken und Torkeln) und Gefiederveränderungen (zerzaustes Aussehen). Nicht alle dieser Symptome betreffen Vögel mit Usutu-Infektionen. Wir wollen diesem Phänomen weiter auf den Grund gehen und Symptome von Usutu-Infektionen besser kennen lernen. Daher bitten wir Sie, uns neben der Meldung über das Formular Digitalfotos von solchen auffälligen Amseln und anderen Vögeln einzusenden, und idealerweise gleichzeitig verendete Vögel zur Untersuchung ins Labor zu schicken. Senden Sie ihre Fotos an Stefan.Bosch@NABU-BW.de und geben Sie bitte Funddatum und Fundort an und ob Sie mit einer Veröffentlichung des Bildes auf unserer Homepage einverstanden sind.

Amselbestände erheben
Über Ihre Teilnahme an den beiden großen Mitmach-Aktionen „Stunde der Wintervögel“ (Anfang Januar) und „Stunde der Gartenvögel“ (Anfang Mai) können Sie als Mitforschende die Auswirkungen der Usutu-Ausbrüche auf die Bestände der Amseln in Deutschland erfassen. Die Ergebnisse der Aktionen im Jahr 2012 haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Amselbestände in Landkreisen mit Usutu-Ausbruch um durchschnittlich 21% mehr zurückgegangen sind als in Landkreisen ohne Usutu. Die Ergebnisse decken sich auffallend gut mit den Ergebnissen Wiener Wissenschaftler, die nach dem dortigen Usutu-Ausbruch Amselbestände erfasst und verglichen hatten. Beteiligen Sie sich an der Gartenvogelzählung und liefern Sie uns Daten über den aktuellen Zustand der Vogelwelt! Je mehr Daten eingehen, umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse.

Einsendung toter Vögel
Besonders wichtig ist der virologische Nachweis von Usutu-Viren in tot aufgefundenen Amseln und andern Vögeln. Diese Untersuchungen nehmen das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (BNI) sowie manche Untersuchungsämter vor. Das BNI sammelt bundesweit alle Untersuchungsergebnisse und wertet sie aus.

Bitte unterstützen Sie die wissenschaftliche Untersuchung toter Vögel durch das Einsenden toter Vögel. Die Vögel sollten baldmöglichst eingesammelt und frischtot eingeschickt werden. Bitte beachten Sie dazu folgende Punkte:

  • Obwohl nach aktuellem Wissenstand keine Infektionsgefahr von den Vögel ausgeht, wird zum Hantieren mit toten Vögeln das Verwenden von Handschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte sowie eine anschließende Händereinigung empfohlen.
  • Tote Vögel sollten direkt an das BNI in Hamburg geschickt werden.
  • Sorgen Sie bitte für einen zügigen Versand und eine sichere Verpackung! Idealerweise sollten die Vögel mit einem Tiefkühlakku versehen, gut gepolstert und wasserdicht verpackt versendet werden. In den Sommermonaten ist eine Isolation mit Styropor sinnvoll.
  • Es empfiehlt sich besonders vor Wochenenden die Einsendung mit dem BNI oder den Untersuchungsämtern vorab telefonisch abzustimmen.
  • Ist ein sofortiger Versand nicht möglich, müssen die Vögel bis zum Versand gut verpackt tiefgefroren aufbewahrt werden.
  • Einsender sollten auf der Verpackung den Schriftzug "Freigestellte veterinärmedizinische Probe" anbringen.
  • Fügen Sie Ihrer Sendung genaue Informationen zum Absender sowie zu Fundort (mit PLZ) und Funddatum bei.
  • Leider können keine Versand- und andere Unkosten erstattet werden. Wie zahlreiche Mitmenschen unterstützen Sie mit ihrer Zuarbeit jedoch die Erforschung des Usutu-Viren-Ausbruches tatkräftig!
  • Die Untersuchung der eingesandten Vögel wird vom BNI kostenlos vorgenommen, und selbstverständlich erhält jeder Einsender vom BNI eine Rückmeldung über das Resultat der virologischen Untersuchung.


Untersuchungsstelle für Usutu-Viren

Berhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI)
Dr. Jonas Schmidt-Chanasit
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Straße 74
20359 Hamburg
Tel. 040-42818-959, Fax 040-42818-941

Untersuchungsämter
In der Regel nehmen Untersuchungsämter aller Bundesländer die Tiere an und leiten diese weiter. Privatpersonen können den Amtstierarzt des Kreises aufsuchen, der üblicherweise die toten Vögel über die Amtsstelle an das jeweilige Untersuchungsamt leitet.

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FAQs zur Meldung

Bitte erst lesen, dann melden

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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