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Siebenschläfer

Ein ausgeschlafener Kletterer

Der Siebenschläfer

Siebenschläfer

Siebenschläfer

Die meisten kennen den Begriff Siebenschläfer nur von einer alten Bauernregel, die besagt, dass das Wetter am 27. Juni ausschlaggebend sei für die nächsten sieben Wochen.

Siebenschläfer gehören zur Familie der Bilche und haben bei einem Gewicht von 70 bis 120 Gramm eine Körperlänge von 13 bis 18 Zentimetern - ohne Schwanz. Mit seinem 11 bis 15 Zentimeter langen, buschigen Schwanz und der außerordentlichen Kletterfertigkeit erinnert der Siebenschläfer an ein kleines Eichhörnchen, wobei die Oberseite grau und die Unterseite scharf abgegrenzt weiß gefärbt ist. Die Ohren sind rund und fast nackt. Charakteristisch ist der schmale dunkle Ring um die stark vorquellenden schwarzen Augen.

Der Siebenschläfer ist ein Dämmerungs- und Nachttier und somit seltener tagsüber aktiv. Als nächtlicher Poltergeist macht er durch laute Geräusche wie Schreien und Quieken vom Dachboden aus auf sich aufmerksam.

Erlebnisse mit Siebenschläfern (Naturschutz heute-Artikel)

mehr NABU-Info Siebenschläfe (PDF-Dokument, 90 KB)

Siebenschläfer und Verwandtschaft

Ein kurzer Überblick zu den vier heimischen Schlafmäusen (Bilche)

Siebenschläfer

Siebenschläfer

Der Siebenschläfer ist die größte einheimische Schlafmaus und kommt in fast ganz Europa vor. Er wird bis zu 20 Zentimeter lang, weitere 13 Zentimeter misst der Schwanz. Sein Pelz ist einfarbig blaugrau. Schon die Römer fütterten Siebenschläfer an, um sie zu mästen und schließlich zu braten. Der Siebenschläfer-Tag am 27. Juni hat mit dem tatsächlichen Verhalten des Tieres übrigens nichts zu tun, er wacht meist schon gegen Ende April wieder auf.

Der Gartenschläfer ist etwas kleiner als der Siebenschläfer und hat ein ähnliches Verbreitungsgebiet. Allerdings ist er weitgehend Bodenbewohner, besonders in Obstgärten und Weinbergen fühlt er sich zu Hause. Wichtigstes Kennzeichnen des Gartenschläfers ist seine schwarze Gesichtsmaske. Gartenschläfer setzen stärker auf tierische Kost. Insekten und Schnecken stehen ebenso auf dem Speisezettel wie Frösche, Eidechsen und kleine Mäuse. Obst wird jedoch nicht verschmäht, weshalb man ihm wie seiner gesamten Verwandtschaft in Obstanbaugebieten lange nachgestellt hat.

Haselmaus

Haselmaus

Auch die Haselmaus ist ein nachtaktiver Langschläfer, mit 14 Zentimetern von Kopf bis Schwanzende jedoch nur etwa halb so groß wie der Siebenschläfer. Ihr weiches Fell ist gleichmäßig gelbbraun, an Brust und Kehle weiß. Bevor der Goldhamster als Haustier entdeckt wurde, hielten viele Tierfreunde, vor allem in England, gerne die possierliche Haselmaus ("Dormouse").
Aktion "Nussjagd"...

Den Baumschläfer schließlich erkennt man an seinem gleichmäßig buschigen Schwanz. Mit dem Gartenschläfer hat er den schwarzen Augenstreif gemeinsam, mit der Haselmaus die Vorliebe für die nahrhaften Haselnüsse. Der Baumschläfer ist bis nach Pakistan und sogar bis in die Mongolei verbreitet. Er ist ein typischer Waldbewohner, mit guten Beständen zum Beispiel im thüringischen Nationalpark Hainich.

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