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Igel

Pflegefall oder stacheliger Outdoorprofi?

Infos über unseren heimischen Igel

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Ist der Igel nun ein Pfegefall, den man durchfüttern muss oder ein echter Outdoor-Profi, der auch in frostigsten Zeiten zu überleben weiß? Die Antwort auf diese Frage und viele Tipps, wie Sie Igel in ihrem Garten helfen können, finden Sie in der NABU-Broschüre. (Broschüre bestellen)

Bei sinkenden Temperaturen fragen sich wieder viele Mitmenschen beim Anblick eines Igels, ob das niedliche Stacheltier wohl heil über den Winter kommen wird. Für gesunde Igel gehören die Vorbereitungen zum Winterschlaf zur Routine. Die Tiere haben sich den Sommer über ausreichende Fettreserven zugelegt, von denen sie über Monate hinweg zehren können. Problematisch wird es für viele Igel häufig bei der Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Im Naturgarten finden die sympathischen Säugetiere ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten unter Reisig-, Laub- und Holzhaufen oder in Hecken und Sträuchern.

Wer Igeln also wirklich helfen will, sollte im Garten für einen geeigneten Lebensraum und eine igelgerechte Nahrungsgrundlage sorgen. Käfer, Raupen und Würmer stehen ganz oben auf dem Speiseplan. Grundsätzlich gilt: Je naturnäher Sie ihren Garten gestalten, umso geeigneter ist er als Lebensraum für Igel und den Rest seiner Lebensgemeinschaft. Den besten Schutz erfahren unsere heimischen Igel durch einen giftfreien und mit heimischen Pflanzen bestückten Naturgarten.

Jungigel in Hand

Insbesondere junge Igel können im Herbst auch tagaktiv sein.

Insbesondere junge Igel können im Herbst auch tagaktiv sein, um sich die nötigen Fettreserven anzufressen. Diese Tiere sollten nicht aus falsch verstandener Fürsorge aufgenommen werden. Nur wenn ein Tier auffallend unterernährt oder krank ist, sollte es aufgenommen oder einer Igelstation anvertraut werden. Igel sind Wildtiere, keine Haustiere.

Bis Mitte November sollte man den Igeln die Chance geben, sich selbst einen geeigneten Platz für den Winterschlaf zu suchen. Sollte danach doch Erste Hilfe für einen Igel notwendig werden, empfiehlt der NABU, bei der nächsten Ortsgruppe sachkundigen Rat einzuholen oder sich an anderer Stelle über die artgerechte Betreuung zu informieren.

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