NABU.de Tiere & Pflanzen Natur des Jahres Natur 2010 Der Schönbär
Rot heißt: nicht fressen, bin ungenießbar
Rot heißt: nicht fressen, ich bin ungenießbar
Der Schönbär ist Schmetterling des Jahres 2010
Bei Gefahr zeigt der Schönbär seine roten Hinterflügel.
10. Dezember 2009 - Der BUND und die Naturschutzstiftung des BUND-Landesverbandes NRW haben den Schönbär (Callimorpha dominula) zum Schmetterling des Jahres 2010 gekürt. Der Schönbär gehört zu den wenigen Nachtfalterarten, die auch tagsüber aktiv sind. Seinen Namen verdankt er seiner auffälligen Färbung und seiner „bärenartigen“ Behaarung als Raupe. Die dichte Raupenbehaarung schützt vor Fressfeinden, die ihre Beute so nur schwer fassen können.
Droht dem Falter Gefahr durch Vögel, zeigt er seine leuchtend roten Hinterflügel, die auch im Flug gut zu sehen sind. Damit signalisiert er, ungenießbar zu sein. In der Ruhestellung legt der etwa fünf Zentimeter große Schmetterling seine schwarzen Vorderflügel mit den gelben und weißen Flecken dachförmig übereinander und ist damit gut getarnt.
Schönbär in Tarnstellung
Die Falter saugen im Juni und Juli Nektar an Disteln, Wasserdost und anderen Blüten. Die Weibchen legen ihre Eier an verschiedene Pflanzen wie Brennnessel, Taubnessel, Hahnenfuß oder Himbeere ab. Im August schlüpfen die Raupen, die im Laub überwintern und sich Ende Mai in der oberster Erd- oder Krautschicht verpuppen. Der Falter ist auf lichte und feuchte Wälder angewiesen, die durch intensive Forstwirtschaft und die Trockenlegung von Kleingewässern im Wald immer seltener werden. Das Mähen von Wegrändern und Bachufern zerstört außerdem die Pflanzen, auf denen seine Raupen leben.
Schönbär-Raupe
Der Schönbär hat eine sehr lokale Verbreitung. Einige Bundesländer führen ihn in der Vorwarnstufe der Roten Liste. In Hessen und NRW beispielsweise gilt er als stark gefährdet (Stufe 2). Insgesamt ist der Bestand der Art in Deutschland in den letzten drei Jahrzehnten stark zurückgegangen. Wichtige Hilfsmaßnahmen für den Schönbären sind naturschonende Waldbewirtschaftung, der Erhalt von Hochstauden wie Brennnesseln und Disteln sowie der Verzicht auf Trockenlegungen.
Homepage „Schmetterling des Jahres“
Der Schönbär in der bilderreichen Bestimmungshilfe des Lepiforums
Nahe Verwandtschaft
Pelzige Raupe, bunter Falter
Nach Tagfaltermanier kann man den Russischen Bären im Sonnenschein beim Blütenbesuch beobachten, besonders gern saugt er an den rotvioletten Blütenständen des Wasserdosts entlang windgeschützter Waldwege.
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Ein Gewinner des Klimawandels
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Mit einer Spannweite von nur 20 bis 23 Millimetern zählt der Argusbläuling zu den kleineren Tagfaltern. Der Name der Art leitet sich von seinen "Argusaugen" her. Das sind schwarz-orange-blaue Flecken an den Flügelunterseiten. Bei den Männchen sind die Flügeloberseiten metallisch tiefblau.
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