NABU.de Tiere & Pflanzen Natur des Jahres Natur 2010 Der Teichmolch
Kleiner Allerwelts-Drache
Kleiner Allerwelts-Drache
Der Teichmolch ist „Lurch des Jahres 2010“
Teichmolch-Männchen in Landtracht.
6. November 2009 - Mit dem Teichmolch hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) einen weit verbreiteten Miniatur-Drachen zum „Lurch des Jahres 2010“ gewählt. Männliche Teichmolche im Hochzeitskleid, mit ihrem hohen, gewellten Rückenkamm und breiten Hautsäumen an den Hinterbeinen, sind prächtige Bewohner unserer Tümpel und Weiher. Ihre schwarz gefleckte Bauchseite ist leuchtend orange, und der Schwanzsaum teilweise blau.
Der Teichmolch – wissenschaftlich Lissotriton vulgaris (früher Triturus vulgaris) – hat ein riesiges Verbreitungsgebiet: Es erstreckt sich über fast ganz Europa, von Irland bis zum Kaukasus und von Skandinavien bis nach Griechenland. Auch in Deutschland sind diese Amphibien fast flächendeckend verbreitet, obwohl sie wenig bekannt sind. Denn Teichmolche sind heimlicher Bewohner unserer Wälder, Wiesen und Gärten. Einen Großteil des Jahres leben die nur sieben bis neun Zentimeter langen Schwanzlurche versteckt an Land, nur während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr kann man – mit etwas Glück auch im eigenen Gartenteich – ihre komplexen und hoch interessanten Paarungsrituale beobachten.
Der Teichmolch mag manchem als gewöhnlicher „Allerweltslurch“ erscheinen. Doch gerade er steht wie kaum eine zweite Amphibienart für den Natur- und Artenschutz direkt vor unserer Haustür. Durch seine Ausrufung zum Lurch des Jahres 2010, im internationalen Jahr der biologischen Vielfalt, will die DGHT auf die Gefährdung der einheimischen Amphibien und Reptilien hinweisen. Fachlich unterstützt wird die Aktion von den österreichischen und schweizerischen Fachverbänden (ÖGH und KARCH) sowie vom NABU.
Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT)
Mehr über Molche
Teichmolch
Der Teichmolch kann eine Länge von bis zu elf Zentimetern erreichen. Die Grundfärbung ist bräunlich und die Bauchseite weist dunkle Flecken auf. In der Wassertracht haben die Männchen einen hohen und stark gewellten Kamm.
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Bei den vier heimischen Molcharten haben die Aktiven immer wieder Schwierigkeiten, diese am Zaun schnell und sicher zu bestimmen. Carlo Fuchs von der NABU-Bezirksgruppe Braunschweig hat nun gut nachvollziehbare Unterscheidungsmerkmale zusammengestellt.
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Kein Platz an der Sonne
Die Würfelnatter ist die seltenste und am stärksten vom Aussterben bedrohte Schlangenart Deutschlands. Natürliche Restvorkommen existieren nur noch an den Ufern von Mosel, Nahe und Lahn in Rheinland-Pfalz.
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