NABU.de Tiere & Pflanzen Natur des Jahres Natur 2010 Die Gewürznelke
Heilkraft im Pfefferkuchen
Heilkraft im Pfefferkuchen
Die Gewürznelke ist „Heilpflanze des Jahres 2010“
Gewürznelkenbaum
09. Juni 2009 -
Der Gewürznelkenbaum (Syzygium aromaticum) wurde zur Heilpflanze des Jahres 2010 gekürt. Die Jury des Naturheilvereins Theophrastus entschied sich damit erstmalig für eine nicht in Europa heimische Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus den zu Indonesien gehörenden Molukken und braucht zum Gedeihen tropisches Klima.
Der NHV Theophrastus begründete seine Wahl damit, dass die Gewürznelke in der Schulmedizin und in der Komplementärmedizin Beachtung finde. Gewürznelken gelten als schmerzstillend, entzündungshemmend, antibakteriell, verdauungsfördernd und stark belebend. Am bekanntesten ist ihr Einsatz in Form von Nelkenöl bei Zahnschmerzen und -entzündungen. Außerdem machen sie Speisen bekömmlicher und verleihen Lebkuchen, Weihnachtsgebäck oder Punsch einen unverwechselbaren Geschmack. Auch Currymischungen enthalten Gewürznelken.
Getrocknete Gewürznelken
Genutzt werden vom Gewürznelkenbaum nicht die Früchte oder wie beim Zimt die Rinde, sondern die getrockneten Blütenknospen. Die immergrüne Art gehört zu den Myrthengewächsen und kann 10 bis 15 Meter hoch werden. Die getrockneten Nelken enthalten bis zu 15 Prozent ätherischer Öle, vor allem das leicht betäubend wirkende Eugenol, das auch in Zimt vorkommt.
In Europa sind Gewürznelken bereits seit dem frühen Mittelalter bekannt. Als die Niederlande später die auch als Gewürzinseln bekannten Molukken zu ihrer Kolonie machten, errichteten sie ein Gewürzmonopol. Dieses wurde erst gebrochen, als man Anfang des 19. Jahrhunderts begann, aus dem Land geschmuggelte Bäume auch andernorts anzubauen. Wichtige Anbaugebiete sind heute unter anderem die afrikanischen Inseln Pemba – zu Tansania gehörend – und Madagaskar. Die Molukken dagegen spielen zumindest für den Export kaum mehr eine Rolle, denn ein Großteil der Ernte wird zu den in Indonesien beliebten Gewürznelkenzigaretten verarbeitet.
Homepage Naturheilverein Theophrastus
Gewürznelkeninfos auf Gernot Katzers Gewürzseiten
Gewürznelkeninfos bei Wikipedia
Gewürznelkeninfos und Rezepte auf „Ilkas und Ullis Kräuterecke“
Englischsprachige Infos in der Encyclopedia of Spices
Frühere „Heilpflanzen des Jahres“
Eine Dauerblüherin, die Wunden schließt
Erste Aufzeichnungen über die Verwendung der Ringelblume als Heilpflanze finden sich im 12. Jahrhundert. Wissenschaftlich belegt ist ihre Wirkung bei schlecht heilenden Wunden bei Verbrennungen und Ekzemen. Im Garten sind Ringelblumen sehr leicht zu kultivieren.
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Der Duft des Südens beruhigt die Nerven
Im Handel wird der Echte Lavendel je nach Höhenlage des Anbaugebietes in zwei Varietäten unterschieden, nämlich "Lavendel fein" und "Lavendel extra". Bekanntestes Lavendel-Anbaugebiet ist die französische Provence. Er wird aber auch in Spanien, Südosteuropa und Russland kultiviert.
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Ein Frühlingsbote, der gegen Rheuma hilft
Das Duftveilchen ist als Frühlingsbote und Lieferant von ätherischen Ölen für die Parfümherstellung bekannt. Außerdem wird die Pflanze als Arzneimittel verwendet und als Delikatesse von Kennern geschätzt.
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Sanfte Medizin für Körper und Seele
Die Melisse ist eine der ältesten bekannten Heilkräuter. In vielen Kräutergärten ist sie auch heute noch reichlich vorhanden. Schon Plinius, Hildegard von Bingen und Paracelsus wussten sie zu schätzen. Wegen ihres zitronenartigen Geruchs wird die Pflanze meist „Zitronenmelisse“ genannt.
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Öl- und Faserlieferant schon seit der Steinzeit
Bekannt ist der Lein, auch Flachs genannt, schon seit der Steinzeit. Zusammen mit Linse, Erbse, Gerste, Emmer und Einkorn wurde Lein bereits zu Beginn des Ackerbaus kultiviert. Die frühesten Nachweise stammen aus dem fünften Jahrtausend vor Christus.
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