NABU.de Tiere & Pflanzen Natur des Jahres Natur 2010
Nichts jedes gekürte Jahreswesen können wir ausführlich in Text und Bild vorstellen. Eine vollständige Liste enthält unsere Übersichts-Tabelle.
Silbern glänzende Langohren
Der Meißner Widder ist „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2010“

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) hat das Meißner Widderkaninchen zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2010“ gekürt. Nach Rindern, Schafen, Pferden, Schweinen und Geflügel fiel damit die Wahl erstmals auf ein Kaninchen. Ausgangspunkt für diese Rasse war vor hundert Jahren die wachsende Nachfrage der deutschen Pelzindustrie nach großen silberfarbenen Kaninchenfellen.
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Anzeiger für saubere Gewässer
Die Froschlaichalge ist „Alge des Jahres 2010“

Die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Froschlaichalge zur Alge des Jahres 2010 gekürt. Froschlaichalgen werden immer rarer, da ihr Lebensraum schwindet. Sie sind auf sauberes und kühles Wasser angewiesen. Ihren Namen verdankt die Gattung der Froschlaichalgen ihrer gallertartigen Gestalt sowie ihrem perlschnurartigen Aussehen, das an Laichschnüre erinnert.
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Linksdrehender Wald- und Felsbewohner
Die Gemeine Schließmundschnecke ist „Weichtier dies Jahres 2010“

Schließmundschnecken sind anders. Während sich bei den meisten heimischen Schnecken die Gehäusewindungen nach rechts drehen, verlaufen sie bei den Schließmundschnecken nach links. Eine der häufigsten heimischen Arten ist die Gemeine Schließmundschnecke. Sie wurde nun zum „Weichtier dies Jahres 2010“ gekürt. Die Schließmundschnecke gebärt lebende Junge, die nach acht bis zehn Monaten ausgewachsen sind.
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Robuste Königin der Obstgärten
Die Luxemburger Renette ist Saarpfälzer Obstsorte des Jahres 2010

Der Verband der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz hat den Tafel- und Wirtschaftsapfel „Luxemburger Renette“ zur regionalen Streuobstsorte des Jahres 2010 ernannt. Die robuste Luxemburger Renette kommt noch recht häufig vor. Die Frucht hat ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis, das Fruchtfleisch ist saftig und aromatisch. Die ausgesprochene Hochstammsorte ist bestens für Obstwiesen geeignet.
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Rot heißt: nicht fressen, bin ungenießbar
Der Schönbär ist Schmetterling des Jahres 2010

Der Schönbär gehört zu den wenigen Nachtfalterarten, die auch tagsüber aktiv sind. Seinen Namen verdankt er der auffälligen Färbung und der „bärenartigen“ Behaarung als Raupe. Die dichte Raupenbehaarung schützt vor Fressfeinden, die ihre Beute so nur schwer fassen können. Droht dem Falter Gefahr durch Vögel, zeigt er seine leuchtend roten Hinterflügel, die auch im Flug gut zu sehen sind. Damit signalisiert er, ungenießbar zu sein.
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Ein sanftes Ruhekissen
Das Goldene Frauenhaar ist Moos des Jahres 2010

Das Goldene Frauenhaar wurde von der Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) zum Moos des Jahres 2010 gekürt. Mit bis zu einem halben Meter Höhe ist die auch als Gemeines Widertonmoos oder Großes Haarmützenmoos bekannte Art ein Riese unter den heimischen Mossen. Es wächst vor allem an feuchten bis nassen und bodensauren Standorten, das können Wälder, Wiesen oder auch Moore sein.
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Gefährliche Fallen im Sand
Der Ameisenlöwe ist „Insekt des Jahres 2010“

Die Ameisenjungfer ist ein graziles, libellen-ähnliches Insekt. Ihre Larve jedoch, der Ameisenlöwe, gehört zu den gefürchtetsten Kleintierjägern. Eingegraben am Grund von kleinen Bodentrichtern, lauert der zangenbewehrte Löwe auf Ameisen, Schmetterlingsraupen und andere Tiere, die im lockeren Sand den Halt verlieren. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Insekt dauert bei Myrmeleon formicarius etwa zwei Jahre.
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Blatt-Extrakte gegen Keuchhusten
Der Efeu ist „Arzneipflanze des Jahres 2010“

Jedes Kind kennt den Efeu. Er wächst in fast jedem Garten; in der Großstadt wie auf dem Dorf bedeckt er Mauern oder klettert an Bäumen hinauf. Kaum jemand allerdings weiß, dass Efeu eine heilende Wirkung ausübt, Schmerzen lindert und die Atemwege frei macht. Bereits die Ärzte der Antike nutzten Efeublätter und Efeufrüchte als Schmerzmittel oder, in Salben verarbeitet, bei Verbrennungen.
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Schwarz maskierter Regenwurm-Jäger
Der Dachs ist „Tier des Jahres 2010“

Auch wenn er in vielen Regionen Deutschlands weit verbreitet ist, seine Bauten kaum in einem Wald fehlen, haben den nachtaktiven Dachs wohl nur die wenigsten Naturfreunde schon leibhaftig zu Gesicht bekommen. Um den Dachs bekannter zu machen, hat ihn die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWi) nun zum „Tier des Jahres 2010“ ausgerufen.
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Edler Blaublü(h)tler
Die Sibirische Schwertlilie ist „Blume des Jahres 2010“

Mit der Sibirischen Schwertlilie haben die Stiftung Naturschutz Hamburg und die Stiftung Loki Schmid eine unserer seltensten Blütenpflanzen der Feuchtlebensräume zur „Blume des Jahres 2010“ gewählt. Aufgrund von Trockenlegungen, Änderungen der Bewirtschaftung und vermehrtem Nährstoffeintrag gilt Iris sibirica in weiten Teilen Mitteleuropas als gefährdet. Sie besiedelt vor allem feuchte Streuwiesen und Niedermoore sowie Teichufer, Flutmulden und Gräben.
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Kleiner Allerwelts-Drache
Der Teichmolch ist „Lurch des Jahres 2010“

Mit dem Teichmolch hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) einen weit verbreiteten Miniatur-Drachen zum „Lurch des Jahres 2010“ gewählt. Männliche Teichmolche tragen zur Paarungszeit einen hohen, gewellten Rückenkamm und breite Hautsäumen an den Hinterbeinen. Ihre schwarz gefleckte Bauchseite ist leuchtend orange und der Schwanzsaum teilweise blau.
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Schneeweiße Blütenkönigin
Die Vogelkirsche ist „Baum des Jahres 2010“

Mit der Vogelkirsche wurde ein Baum des Jahres gekürt, der als Stammvater unserer Süßkirschen bereits seit Jahrtausenden ein Begleiter des Menschen ist. Im April strahlt die Vogelkirsche weiß leuchtend weithin ins Land, im Sommer liefert sie begehrte Früchte und im Herbst zeigt sie feurig rote Blattfarben.
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Fliegendes Kreuz und Meistertaucher
Der Kormoran ist „Vogel des Jahres 2010“

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu Tausenden geschossen und vertrieben wird. Hier finden Sie alle Basisinfos zum Leben und Wriken des Kormorans
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Saftiger Mostapfel mit früher Blüte
Der Kleine Fleiner ist baden-württembergische Obstsorte des Jahres 2010

Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg hat den Kleinen Fleiner zur regionalen „Streuobstsorte des Jahres 2010“ gekürt. Der Apfel wird ab Oktober geerntet und ist Anfang Dezember bis Februar genussreif. Der Kleine Fleiner ist ein ausgezeichneter Saft- und Mostapfel, eignet sich zum Backen und zur Kompottherstellung und wurde früher auch als Tafelapfel verwendet.
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Bis zu fünf Tage ohne Sauerstoff
Die Karausche ist „Fisch des Jahres 2010“

Die auch als Bauern- oder Moorkarpfen bekannte Karausche wurde zum Fisch des Jahres 2010 ernannt. Die Karausche ist eine äußerst genügsame Art. Sie bevorzugt pflanzenreiche Stillgewässer und ist selbst in kleinsten, sauerstoffarmen und verschlammten Dorftümpeln zu finden. Dennoch ist ihr Bestand bei uns stark rückläufig. Karauschen sind in nahezu ganz Europa verbreitet und fehlen nur in Spanien, Mittel- und Süditalien sowie in Nordfinnland.
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Verführerische Insektenfalle
Der Frauenschuh ist „Orchidee des Jahres 2010“

Die Arbeitskreise Heimische Orchideen (AHO) haben den Frauenschuh zur Orchidee des Jahres 2010 gewählt. Damit kommt die wohl spektakulärste heimische Orchidee nach 1996 bereits zum zweiten Mal zu dieser hohen Ehre. Während in der Vergangenheit das Ausgraben der Pflanzen durch Sammler und Händler ein wesentlicher Gefährdungsfaktor war, leidet der Frauenschuh heute vor allem an Verschattung durch immer dichter werdende Wälder.
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Ein schmieriger Typ, aber gut im Geschmack
Kein Scherz: Die Schleiereule wird „Pilz des Jahres 2010“

Der Blaugestiefelte Schleimkopf alias „Schleiereule“ wurde zum Pilz des Jahres 2010 ausgerufen. Die bis zu drei Pfund schwere, wärmeliebende Art erreicht bei uns die Nordgrenze ihrer Verbreitung. Zusätzliche Probleme bereitet dem in Symbiose mit Buchen, Eichen und Linden lebendem Pilz der zunehmende Einsatz schwerer Maschinen bei der Holzernte, bei dem die empfindlichen Waldböden stark in Mitleidenschaft gezogen werden.
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Heilkraft im Pfefferkuchen
Die Gewürznelke ist „Heilpflanze des Jahres 2010“

Der Gewürznelkenbaum wurde zur Heilpflanze des Jahres 2010 gekürt. Die Art stammt ursprünglich aus den zu Indonesien gehörenden Molukken. Gewürznelken gelten als schmerzstillend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd und stark belebend. Am bekanntesten ist ihr Einsatz in Form von Nelkenöl bei Zahnentzündungen. Außerdem machen sie Speisen bekömmlicher und verleihen Lebkuchen oder Punsch einen unverwechselbaren Geschmack.
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