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Den grünen und braunen Hüpfern auf der Spur
Sommerzeit ist Heuschreckenzeit
Den grünen und braunen Hüpfern auf der Spur
Nicht nur Eisdielen- und Biergarten-Besitzer freuen sich, wenn es Sommer wird. Auch in der Natur gibt es ausgesprochene Sonnenanbeter. Neben Schmetterlingen wie Schwalbenschwanz, Segelfalter oder Taubenschwänzchen sind besonders die Heuschrecken auf trockene Wärme angewiesen; in feuchtkalten Sommern dagegen sterben viele Schrecken an Pilzkrankheiten. Juli, August und September sind die besten Monate, um den grünen und braunen Hüpfern nachzuspüren.
Gemeiner Grashüpfer
Was für ein Ding so ein Schreck eigentlich ist, erfahren Sie auf den NABU-Heuschreckenseiten unter „Biologie & Ökologie“. Wie die Heuschrecke tickt, beziehungsweise zirpt oder schrummt, erläutert das Kapitel „Gesang“. Theoretisch gut gerüstet, kann sich der Naturfreund nun den leibhaftigen Heuschrecken nähern. Vom NABU gibt es dazu Tipps zum Beobachten und Erkennen einschließlich Literatur und CDs. Dass der Weg zur nächsten Heuschrecke kürzer ist, als mancher glaubt, zeigt schließlich der Beitrag über Heuschrecken in Haus und Garten. Und wer unter NABU-Anleitung Heuschrecken kennen lernen möchte, kann an einer der Heuschreckenexkursionen aus dem NABU-Terminkalender teilnehmen.
Nachtigall-Grashüpfer
In der Artenliste werden alle in Deutschland bisher nachgewiesenen Arten samt wissenschaftlichen Namen, Gefährdungskategorie und Status nach der Bundesartenschutzverordnung aufgeführt. Für den schnelleren Überblick gibt es die Rote Liste auch noch einmal separat.
Da mehr als die Hälfte der heimischen Heuschreckenarten in ihrem Bestand gefährdet sind, sind Schutzmaßnahmen dringend erforderlich. In der Rubrik "Schutz" stellen wir Erfassungs- und Artenschutzprojekte für Heuschrecken vor. Wem all diese NABU-Informationen noch nicht reichen, gelangt über die Link-Liste Heuschrecken und Fangschrecken zu mehr als 40 weiteren Internetangeboten zu Heuschrecken allgemein, zu bestimmten Arten und zu regionalen Roten Listen.
Basisinfos
Sechsbeiner mit Legestachel
Innerhalb des riesigen Insektenreiches zählen die Heuschrecken zu den Halbumwandlern. Sie machen nicht eine Verwandlung vom Ei über Larve und Puppe bis zum fertigen Insekt durch. Vielmehr schlupfen aus den Eiern Larven, die sich dann Häutung für Häutung zur fertigen Schrecke entwickeln.
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Liebeswerben mit eingebautem Waschbrett
Singen im menschlichen Sinne können Heuschrecken zwar nicht, aber die meisten Arten geben doch deutliche Laute von sich, die sich mal ratternd, mal schwirrend und wie beim Weinhähnchen auch mal recht melodiös anhören.
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Heuschrecken beobachten
„Bester“ Heuschreckenmonat ist der August, weil dann praktisch alle Arten mit ihrem Gesang auf sich aufmerksam machen. Das gilt zwar auch noch für September, nur wird es da oft schon etwas kälter und der Gesang klingt dadurch stark verändert, was die Artansprache erschwert.
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Heimliche und unheimliche Mitbewohner
In großen Gärten kann man allgemein verbreitete Heuschrecken finden wie Roesels Beißschrecke, Nachtigall-Grashüpfer und Gemeinen Grashüpfer. Noch wahrscheinlicher ist es, dass sich ab Mitte Juli das Grüne Heupferd rund um Haus und Garten sehen beziehungsweise hören lässt.
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Bestände erfassen, Lebensräume bewahren
Mit Nistkästen kann man Heuschrecken nicht helfen. Wirksamer Heuschreckenschutz ist deshalb immer Biotopschutz. Vor der Verbesserung oder Bewahrung von Lebensräumen gilt es jedoch zunächst, genaue Kenntnis über Artenspektrum und Populationsgrößen zu gewinnen.
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Artenliste der Heuschrecken Deutschlands
Auf dem Gebiet der Bundesrepublik wurden bislang 86 Heuschreckenarten nachgewiesen. Mehr als die Hälfte dieser Arten ist so selten oder im Rückgang begriffen, dass sie auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere steht.
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Rote Liste der Heuschrecken
Gegenüber der vorigen Fassung hat es in der von Wissenschaftlern im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz erarbeiteten Roten Liste eine ganze Reihe von Bewegungen gegeben. Die negativste "Karriere" machten dabei Maulwurfsgrille und Buntbäuchiger Grashüpfer.
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Einzelne Arten
Sängerstreit am Wegesrand
Wer im Spätsommer in der Natur unterwegs ist, kann sie gar nicht überhören: Unsere heimischen Heupferde. Den Namen haben diese Heuschrecken nicht von ungefähr: Tatsächlich ähnelt der Kopf dieser Insekten dem eines Pferdes.
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Ihre Musik erklingt immer seltener
Die schwarz gefärbten, bis zu zwei Zentimeter langen Feldgrillen sind vor allem wegen ihrer Musik bekannt. An warmen Sommertagen hat wohl jeder Spaziergänger das Zirpen schon einmal gehört. Die schreckhaften Grillen verstecken sich bei drohender Gefahr sofort.
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Seltener Eichenschreckenfund
Sonntagvormittag auf dem Gelände der Biologischen Station des NABU Salzgitter: Kinder wollen Kronen aus Herbstlaub basteln und pflücklen von einem Spitzahorn buntes Laub. Daran entdecken die Kinder die Heuschrecke mit den langen Fühlern sofort: ein Exemplar der Südlichen Eichenschrecke.
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Weitere Beiträge
Im Hüpfer-Paradies
Nach Öffnung des Gebiets 1994 haben sich auf dem Biesenhorster Sand im Osten Berlins rasch wertvolle Pioniergesellschaften und Sandtrockenrasen in für Berlin ungewöhnlicher Größe gebildet. Hauben- und Heidelerche sowie Steinschmätzer brüteten und seltene Insekten siedelten sich an.
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Lebensraum Galgenberg
Seit vielen Jahren betreut die NABU-Gruppe Lauda den Galgenberg im „lieblichen Taubertal“, wie die Fremdenverkehrssprospekte die Region vierzig Kilometer südwestlich von Würzburg nennen. Im Mittelalter befand sich auf der damals kahlen Hochfläche der weithin sichtbare Gerichtsgalgen.
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Pflegeeinsätze zeigen Erfolge
Seit Jahren führen Ehrenamtliche des NABU Berlin Pflegearbeiten zur Offenhaltung der Sandtrockenrasenflächen des Biesenhorster Sandes durch. Bei einer Heuschrecken-Führung durch diesen Lebensraum konnten die Erfolge der Bemühungen begutachtet werden.
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Sommerkonzert auf Trischen
Wenn die Sommersonne auf die Wattenmeerinsel Trischen niederbrennt, und die Vögel hechelnd am Strand stehen, verstummt der sonst allgegenwärtige Chor schreiender Möwen. Stattdessen sind die Dünen und die Salzwiesen Trischens an warmen Sommertagen erfüllt vom Gesang zahlloser Heuschrecken.
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Hilfe für Schnarrschrecke und Kiesbankgrashüpfer
Aus den Bemühungen der LBV-Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen zum Erhalt der Wildflussstrecken sind zwei vom bayerischen Naturschutzfonds geförderte Glücksspirale-Projekte entstanden. Zunächst wurden die Gefleckte Schnarrschrecke und der Kiesbankgrashüpfer erfasst.
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Ohne die guten Heuschreckenbilder verschiedener Fotografen wären diese Seiten nicht zustande gekommen. Wir bedanken uns bei Sabine Jelinek aus Freiburg, Peter Kolshorn vom NABU Krefeld/Viersen, Christoph Randler aus Bietigheim, René Reifenrath aus Mainz, Christiane Rosenberger aus Immenstaad am Bodensee, Rainer Siegle vom NABU Winnenden, Josef Tumbrinck vom NABU Nordrhein-Westfalen, Marianne Wiora aus Düsseldorf, Steffen Zibolsky aus Sienzheim und bei Klaus Fürstenau aus Essen-Überruhr.

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BFD-Seminar „Tierökologie“
19395 Retzow
13.07. 14:00 Uhr
Krabbeltier-Safari
70736 Fellbach
21.07. 09:30 Uhr
Heuschrecken-Exkursion
72379 Hechingen
11.08. 11:00 Uhr
Heuschrecken-Expedition
27356 Rotenburg, OT Unterstedt
