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Kinder der Sonne

Kinder der Sonne

NABU-Infos und Tipps zu Reptilien

Mauereidechse

Mauereidechse


Zu den einheimischen Reptilien oder Kriechtieren zählen Schildkröten, Eidechsen und Schlangen. Insgesamt leben in Deutschland 14 Reptilienarten.

Reptilien sind „Kinder der Sonne“. Die beschuppte Haut dient als Verdunstungsschutz und ermöglicht ein vom Wasser unabhängiges Leben. Reptilien sind wechselwarme Tiere mit starkem Wärmebedürfnis, deren Körpertemperatur in hohem Maße von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Sie regeln ihre Körpertemperatur durch gezieltes Aufsuchen von Sonnplätzen oder beschatteten Bereichen.

Die Eier werden von den meisten Arten in selbstgegrabenen Erdlöchern oder verrottendem Substrat wie Komposthaufen abgelegt. Die Erbrütung erfolgt dann durch die Sonne und die Verrottungswärme. Als Anpassung an die klimatischen Bedingungen der nördlichen Breiten sind einige Arten wie Waldeidechse, Blindscheiche und Kreuzotter lebendgebärend, das Erbrüten der Eier erfolgt also im Mutterleib und das Schlüpfen erfolgt während der Geburt.

Kälte und knappe Nahrung zwingen die Reptilien zur Winterruhe. Zum Überwintern werden passende Verstecke, wie der Wurzelbereich von Bäumen, Erdlöcher, Felsspalten, Hohlräume unter Steinplatten, unter totem Holz oder in Kleinsäugerbauten aufgesucht. Es werden aber auch selbstgegrabene Höhlen zur Überwinterung genutzt. Allein die Europäische Sumpfschildkröte überwintert auf dem Grund von Gewässern.

Eidechsen ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Würmern und anderen Gliedertieren. Unsere heimischen Schlangen sind Nahrungsspezialisten. So ernährt sich die Schling- oder Glattnatter ausschließlich von Eidechsen, die Ringelnatter hat sich auf Amphibien und Fische spezialisiert und die Würfelnatter verzehrt Fische, die sie im Wasser jagt. Die Kreuzotter und die Äskulapnatter ernähren sich wiederum hauptsächlich von Kleinsäugern.

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Artenporträts

Die Waldeidechse ist Reptil des Jahres 2006Das erfolgreichste Reptil der Welt

Charakteristisch für die Waldeidechse ist das sogenannte Halsband: eine Reihe großer Schuppen an der Unterseite des Halses. In Norddeutschland heißt die Waldeidechse auch Mooreidechse, im Süden wird sie Bergeidechse genannt. mehr Mehr

Ein Porträt der SmaragdeidechseGetrennt in Ost und West

Leuchtend grün mit schwarzen Punkten oder Streifen vom Kopf bis zur Schwanzspitze. Die Smaragdeidechse ist eine der farbenprächtigsten heimischen Tiere. Wie schön, dass es in Deutschland sogar zwei Smaragdeidechsen-Arten gibt, eine östliche und eine westliche. mehr Mehr

Die Mauereidechse ist Reptil des Jahres 2011Stein und Wein

Mauereidechsen sind Schnecken-, Insekten- und Spinnenjäger. Aus Wein machen sie sich vermutlich nichts. Dennoch deckt sich ihre Verbreitung bei uns weitgehend mit den wichtigsten Weinanbaugebieten. Rheinland-Pfalz plus angrenzende Regionen, um es grob zu sagen. mehr Mehr

 Die Blindschleiche im PorträtEchse ohne Beine

Blindschleichen sind leicht zerbrechliche Wesen. Ein unbedachter Griff und die mühelos zu fangenden Tiere brechen entzwei. Während sich das längere Ende hastig davonschlängelt, verbleibt das kürzere heftig zappelnd in der geschlossenen Hand. mehr Mehr

Aus dem Leben der RingelnatterScheue Froschjägerin

Ausgewachsene Ringelnattern sind zwischen 80 und 120 Zentimetern lang, einzelne Exemplare können noch größer werden. Der Körper der Ringelnatter weist oberseits meist eine hell- bis dunkelgraue Grundfarbe auf, dazu kommen dunklere Flecken auf dem Rücken und an der Seite. mehr Mehr

Die Schlingnatter im PorträtDie elegante Unbekannte

Die Schlingnatter ist nach der Ringelnatter die am weitesten verbreitete Schlange in Deutschland, gehört aber gleichzeitig zu den unbekannten unter den heimischen Kriechtieren. Durch ihre Zeichnung ist die schlanke Natter perfekt getarnt. mehr Mehr

Am unteren Neckar kümmert sich der NABU um die seltene ÄskulapnatterSchlangen im Garten

Die Äskulapnatter ist die mit Abstand größte einheimische Schlangenart. Allerdings überschätzen Laien, die die Schlange in Bewegung erleben, die Länge oft. Die Tiere am Neckar messen in der Regel um 120 Zentimeter, erwachsene Männchen meist sogar anderthalb Meter. mehr Mehr

Die sonnenliebende Würfelnatter ist „Reptil des Jahres 2009“Kein Platz an der Sonne

Die Würfelnatter ist die seltenste und am stärksten vom Aussterben bedrohte Schlangenart Deutschlands. Natürliche Restvorkommen existieren nur noch an den Ufern von Mosel, Nahe und Lahn in Rheinland-Pfalz. mehr Mehr

Eine gefährdete, schöne und schützenswerte Reptilienart in SachsenDie Kreuzotter

Die einzige Giftschlange Ostdeutschlands ist eine der insgesamt drei Schlangenarten, die in Sachsen vorkommen. Ebenso wie in den übrigen vier neuen Bundesländern fehlen hier weitere, nur im Westen vorkommende Schlangenarten. mehr Mehr

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