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Neue Hoffnung für die Gelbbauchunke

Neue Hoffnung für die Gelbbauchunke

Der NABU startet eine Großprojekt zur Rettung der seltenen Art

Gelbbauchunke Foto: F.Herhaus

Die meisten Gelbbauchunken sind in Deutschland zuhause. Deshalb müssen sie hier besonders geschützt werden.


13. Juli 2012 – Die Gelbbauchunke ist gerade in Deutschland eine besonders schützenswerte Art. Denn bei uns befindet sich ein bedeutender Teil ihrer Weltpopulation, ebenso wie ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Doch das Überleben des kleinen Froschlurchs ist gefährdet: Die Gelbbauchunke ist auf der Roten Liste Deutschlands als „stark gefährdet“, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sogar als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Gelbbauchunkenpaar

Fünf NABU-Landesverbände haben sich nun für das Projekt „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland“ zusammengeschlossen. Besonders wichtig für das Überleben der Unken ist, dass isolierte Populationen wieder vernetzt werden. Insgesamt sind 130 Gebiete am Projekt beteiligt. Die Koordination ist eine anspruchsvolle Aufgabe, der sich der NABU gerne stellt.

Projektgebiete Gelbbauchunke

Die Projektgebiete (zum Vergrößern bitte anklicken)

Rettung durch Vernetzung von Lebensräumen

Der ursprüngliche Lebensraum des kleinen Froschlurchs mit der charakteristisch gelb-schwarz gefleckten Unterseite umfasst in erster Linie die Auenbereiche von Flüssen und Bächen. Doch heute kommen Gelbbauchunken meist nur noch in vom Menschen geschaffenen sogenannten Sekundärlebensräumen vor. Dies sind hauptsächlich Ton-, Sand- und Kiesgruben, Steinbrüche und Truppenübungsplätze, bei denen bei extensiver Nutzung noch die Dynamik vorhanden ist, welche die Entstehung von temporären kleinen Tümpeln und vielfältigen Lebensräumen ermöglicht.

Zwischen den Lebensräumen sind die Entfernungen zu weit und Barrieren wie Straßen für Gelbbauchunken unüberwindbar. Daher sind die aktuell bestehenden Populationen getrennt und es besteht kein genetischer Austausch.

In den einzelnen Projektregionen soll zunächst die bestehende Populationen der Gelbbauchunke gestärkt werden. Daneben werden Trittsteine zwischen den Lebensräumen angelegt und Unken neu angesiedelt, um die heute getrennten Lebensräume wieder zu vernetzen.

Pressemitteilung zum Projektstart (13. Juli 2012)
Kontakt: Projekträger NABU Niedersachsen


Arten-Steckbrief

Ein Leben in PfützenGelbbauchunke

Die Gelbbauchunke ist ein kleinerer Froschlurch, der eine Größe von rund 3,5 bis 5 Zentimeter erreichen kann. Die Oberseite ist graubraun gefärbt und mit flachen Warzen besetzt. Die Unterseite weist ein gelbes Fleckenmuster auf. mehr Mehr

Mehr zum Projekt

Hintergrundinformationen zum Gelbbauchunken-ProjektZiel- und Leitart des Naturschutzes

Der NABU hat sich als erster Naturschutzverband der länderübergreifenden Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland angenommen und will mit seinen Projekt- und Kooperationspartnern isolierte Populationen miteinander verbinden. mehr Mehr

Gelbbauchunken-ProjektKontakt

Haben Sie Fragen zum Projekt? Dann wenden Sie sich bitte an das NABU-Projektbüro "BBV Gelbbauchunke". Telefon: 05751 / 9243801, Fax: 05751 / 5237 mehr Mehr

Projektförderer

Das Projekt "Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland" ist ein Förderprojekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), das im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt (BPBV) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert wird. Ferner unterstützen finanziell das Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) und die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) mit Mitteln des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) dieses Projekt.

Projektträger und Projektpartner

Projektträger ist der NABU Niedersachsen und Projektpartner sind die NABU-Landesverbände Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die NABU-Naturschutzstation Aachen, die Biologischen Stationen Bonn und Oberberg, das Institut für Zoologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover sowie das Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover.

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