NABU.de Tiere & Pflanzen Amphibien & Reptilien Aktion Krötenwanderung Krötenwanderung 2012 Meldungen Januar bis Mitte März

Bundesweit starker Amphibien-Reiseverkehr

Republikweit starker Amphibien-Reiseverkehr

Mehr als 7000 überfahrene Tiere gemeldet / Reporter als Kröte verkleidet


19. März 2012 - Ein frühlingsmildes Wochenende und gelegentlich Regen, das müsste die Amphibien doch gelockt haben. Und genau so war es. Zur Bestätigung reichte Montagfrüh ein kurzer Blick in den Maileingang: Eine Nachricht zu überfahrenen Kröten nach der anderen war dort aufgelaufen. Rund hundert Meldungen kamen alleine übers Wochenende zusammen, die Anzahl der „Verkehrsopfer“ stieg auf über 7000. Gemessen an den durch Amphibienschützer bundesweit sicher über die Straßen gebrachten Tieren ist das zwar nicht viel, aber andererseits können die per Online-Formular gemeldeten Todesopfer nur einen kleinen Teil der tatsächlich überfahrenen Amphibien abbilden.

Wie die Amphibien Tag für Tag auf die besser werdenden Bedingungen reagierten, zeigt die Meldung von Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim. „Während die Zahlen der anwandernden Erdkröten in Auen an der Willigis-Kapelle von Freitag bis Sonntag im ein- und zweistelligen Bereich blieben, wurden an dem klimatisch etwas begünstigteren Gebiet am Alten Steinbruch bei Monzingen am Freitag 75, am Samstag 117 und am Sonntag 180 Erdkröten gesammelt. Dazu kamen vier Faden- sowie zwei Teichmolche. Am Freitagabend waren auch Kinder des Kindergartens Lauschied zu Gast; an allen Abenden wurden wir von Jugendlichen der Naturschutz-AG des Emanuel-Felke-Gymnasiums sehr effektiv unterstützt.“

Zeitungsausriss FAZ

Eine Begegnung der besonderen Art hatte Rainer Pietsch vom NABU Wiesbaden. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich in der Online-Ausgabe der FAZ nachlesen – und ein Video gibt es auch.

Ähnlich sah es im hessischen Wiesbaden aus. „Seit Freitag erleben wir die ersten Massenwanderungen mit mehreren hundert Tieren. Bisher haben wir etwa ein Viertel der zu erwarteten Kröten gezählt“, meldet Rainer Pietsch vom NABU Wiesbaden.

Dabei kam es bereits am Donnerstag für Pietsch und Kollegen zu einer zunächst rätselhaften Begegnung: „Plötzlich stand vor uns ein Mensch in einem Froschkostüm – zum Glück mit zwei weiblichen Begleitpersonen. Eine der beiden Frauen interessierte sich für die Krötenwanderung, weil sie ja ‚selbst eine Kröte dabei hat‘. Alle drei begleiteten uns auf der Runde und stellten durchaus interessierte Fragen zur Krötenwanderung. Sie machten viele Fotos von ihrer ‚Kröte‘ mit einer echten Kröte. Nachdem wir unsere echten Kröten in den Teich abgesetzt hatten, gingen sie wieder zu ihrem Auto mit Frankfurter Kennzeichen und fuhren davon – ohne mir zu sagen, was es damit auf sich hatte. Am Sonntag löste sich das Rätsel, denn die Frankfurter Allgemeine Zeitung brachte hierzu einen Artikel als Aufmacher auf der Titelseite. Im Innenteil stand dann ein ganzseitiger launiger Artikel. Man muss beim Krötensammeln also mit allem rechnen, auch mit verkleideten Journalisten.“

Nicht nur im Westen legten die Amphibien übers Wochenende los, auch der Osten zog mit, wie Thorsten Schönbrodt vom NABU Müncheberg im Kreis Märkisch Oderland berichtet:

„Es sind reichlich Erdkrötenmännchen, Moorfrösche und Knoblauchkröten unterwegs – leider allzu oft überfahren, da zum Beispiel am Schwarzen Weg im vorigen Jahr trotz Wissen um die Wanderwege auf 80 Meter Länge ein Hochbord angebracht wurde. Die Rinnsteine sollen angrenzende Gebäude bei Starkregen schützen, für viele Amphibien aber ist das tödlich. Ein Moorfrosch schafft es vielleicht noch gerade so, die Steine zu überwinden, aber Knoblauchkröten und kleinere Arten wie die Rotbauchunken kommen hier niemals hoch. So ist leider der allgemeine Umgang mit unseren Mitgeschöpfen. Über unsere Schutzaktionen wird seit Jahren berichtet, das ist einfach nur ignorant.“


Die Vorhersage:: Momentan lediglich im Voralpenland noch leichter Regen, in der Nacht zu Dienstag dann weitgehend klar und recht kühl, nahe am Gefrierpunkt. Daher schlechte Wanderbedingungen für Amphibien. In den Folgenächten gehen die Temperaturen nur nördlich der Mittelgebirge wieder etwas nach oben, es bleibt zudem trocken. Ab Freitag kann es im Süden und Westen zu einzelnen Regenfällen kommen, die übrigen Regionen bleiben weiter trocken. Insgesamt also keine idealen Wanderbedingungen, andererseits ist der jahreszeitliche Druck bei den Erdkröten bereits recht hoch.

Aktion zum Lurch des Jahres 2012

Krötenwanderungen steuern auf den Höhepunkt zu

Von Samstag bis Montag zunehmend amphibienfreundliches Schauerwetter

16. März 2012 - Ein Wochenende mit zunächst verbreitet sonnigem Frühlingswetter und Temperaturen über 20 Grad Celsius steht ins Haus. Nachts kann es weiter empfindlich kühl werden, mit Frösten wie zuletzt in der Nacht zur Freitag ist aber im Flachland kaum mehr zu rechnen. Für die Amphibienwanderungen ganz wichtig: Es wird nicht durchgehend sonnig, am Samstagabend erwartet der Deutsche Wetterdienst „vom Niederrhein bis zur Eifel“ erste Schauer, die sich in der Nacht zu Sonntag auf die gesamte Nordwesthälfte Deutschlands ausdehnen und am Sonntag Richtung Osten wandern. Endlich also Krötenwetter, denn bisher hielt die Trockenheit die Tiere weitgehend ab.

Moorfroschpaar

Bemerkenswerter Fund am hellichten Tag: Moorfroschpaar aus der niedersächsischen Elbtalaue. „Das noch recht junge Weibchen war anscheinend völlig entkräftet“, berichtet Christian Fischer. „Kein Wunder bei dem prall mit Eiern gefüllten Bauch und einem großen Kerl auf dem Rücken, der sich durch die Gegend tragen ließ!“


„In dieser Woche war das Wanderverhalten wegen der kühlen Abende, gefolgt von frostigen Nächten, bei uns an der Nahe noch sehr zögerlich. Insgesamt registrierten wir an unserem Zaun bei Monzingen rund 60 Erdkröten, davon die Hälfte am gestrigen Donnerstag“, berichtet Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim. „In Auen ist es stets noch einen Tick kälter, dort laufen bisher nur vereinzelt Grasfrösche und Kröten. Nun hoffen wir auf schöne warme und etwas feuchte Abende am kommenden Wochenende.“ Es sieht ganz so aus, als würde sich diese Hoffnung erfüllen.

Moorfrosch

Leuchtend blau zeigen sich die Moorfroschmännchen nur wenige Tage.

„Das zuletzt gezogene Fazit ‚Es kleckert so vor sich hin‘ trifft für die Amphibienwanderungen und Laichaktivitäten im Wendland und der niedersächsischen Elbtalaue nach wie vor genau zu“, bestätigt auch Christan Fischer. „In den letzten, temperaturmäßig eigentlich gar nicht so kalten Nächten war es zumindest an den von mir beobachteten Örtlichkeiten viel zu trocken (und unangenehm windig!) für stärkere Wanderungen. Das mag aber lokal variieren – je nachdem, wo dann doch mal ein Schauer herunter gekommen ist und wo eben nicht.

Am Donnerstag kam auch hier endlich ein Hauch von Vorfrühling mit Sonnenschein und zwölf Grad Celsius an. Prompt haben in der Elbtalaue die allerersten Moorfrösche angefangen zu ‚blubbern‘ – aber wirklich noch sehr zaghaft und nur ganz vereinzelt. Wenige knurrende Grasfrösche waren auch darunter. In einzelnen Gewässern in der niedersächsischen Elbtalaue haben die Moorfrösche schon angefangen zu laichen. Ich habe den Eindruck, dass die Masse der Amphibien wegen der vorherrschenden Trockenheit ihre Laichgewässern noch nicht erreicht haben. Diejenigen, die schon da sind, werden jetzt durch die Sonne und aufkommende Tageswärme aber allmählich zum Rufen und Laichen animiert.

Bemerkenswert ist, dass ich heute am hellichten Tage einige wandernde Moorfrösche getroffen habe: Ein Männchen am Nachmittag mitten auf einer Straße sowie ein Paar im Amplexus. Dieses saß offen auf einer Wiese im Gras, der Laichtümpel nicht mehr weit entfernt. Das noch recht junge Weibchen war anscheinend völlig entkräftet – kein Wunder bei dem prall mit Eiern gefüllten Bauch und einem großen Kerl auf dem Rücken, der sich durch die Gegend tragen ließ! Das Männchen zeigte eine noch etwas unentschlossene Färbung zwischen Schmutzig-Rosa und beginnender Bläuung. Für mich war es eine willkommende Gelegenheit für ein schnelles Foto, und im Gegenzug habe ich den beiden den Rest des beschwerlichen Weges durch Trageservice erleichtert.

Sollte es am Samstag neben der Wärme auch tatsächlich mal etwas Regen geben, rechne ich hier in der Region mit großem Lurch-Andrang auf den Straßen – leider ausgerechnet an einem Wochenende, wo erfahrungsgemäß deutlich mehr Abend-/Nachtverkehr herrscht. Bleiben die Schauer jedoch wieder aus, werden Wanderung und Laichgeschäft eben in geringerer Intensität weitergehen.“

mehr Aktuelle NABU-Pressemitteilung

„Es kleckert so vor sich hin…“

Amphibien noch mit angezogener Handbremse / Erster Gras- und Springfroschlaich


13. März 2012 - Die Wandermeldungen häufen sich, doch die Erdkröten hören nun mal auf ihre innere Uhr und danach ist bis zum großen Wanderhöhepunkt noch eine bis anderthalb Wochen Zeit. „Es kleckert so vor sich hin“, meint denn auch Thorsten Schönbrodt vom NABU Müncheberg, „denn es ist nachts zwar warm, aber Regen fehlt noch zum Wanderglück. Bei uns sind vor allem Teich- und Kammmolche unterwegs. In einem Winterquartier (Keller) haben wir gestern 38 Kammmolche, 124 Teichmolche, zwei Rotbauchunken und zwei Erdkröten gefunden.“

Nun soll es die kommenden Tage noch wärmer werden – die 20-Grad-Marke wird wohl fallen. Dabei bleibt es zunächst trocken. Für morgen und übermorgen prognostiziert der Deutsche Wetterdienst lediglich im Norden und Osten „vereinzelt ein paar Tropfen Sprühregen“. In der Nacht zu Samstag soll es dann im Nordwesten etwas Regen geben, bis Montag ziehen die Niederschläge auch in den Süden, geben aber nur ein kurzes Gastspiel. Die Wetter-Aussichten sind also wechselhaft, gleiches gilt für die Wander-Prognose.

Grasfroschlaich

Grasfroschlaich

Weiter als die Erdkröten sind naturgemäß die Braunfrösche. Von Spring- und Grasfrosch wurden inzwischen erste Laichballen gemeldet, sowohl aus dem Werra-Meißner-Kreis im Norden Hessens wie auch aus Seeheim-Jugenheim in Südhessen. Das Landesmotto „Hessen vorn!“ – die Älteren erinnern sich daran – gilt hier also noch. „Sofort nach dem Einsetzen der milden Nachttemperaturen begannen Spring- und Grasfrösche mit dem Laichgeschäft im Tal der Märchenteiche“, heißt es dazu auf der Homepage des NABU Seeheim-Jugenheim vom Sonntag. „Mehr als 8 beziehungsweise 20 Laichballen von Gras- beziehungsweise Springfrosch wurden im Etzwiesenteich und im Krebsteich gezählt – obwohl an einigen Stellen noch Eis auf dem Wasser zu finden ist. Wenn man sich den Laichplätzen vorsichtig nähert, hört man das vielstimmige leise Quaken der liebestollen Amphibien.“

[Nachtrag 14. März: Inzwischen liegen aus dem Westen und Südwesten weitere Laich-Meldungen vor: aus Zell an der Mosel (Rheinland-Pfalz), vom Warndtweiher in Ludweiler (Saarland) und aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis (NRW). „Im Tal der Ennepe wurde bereits am 5. März der ersten Grasfrosch-Laichballen gesichtet“, berichtet Michael Schüngel. „In Gevelsberg fanden sich am 8. März etliche Laichballen.“]

Mit den Positivmeldungen steigt leider auch die Zahl der Negativmeldungen. Seit Ende Februar wurden dem NABU im Rahmen der Aktion zum „Lurch des Jahres 2012“ schon mehr als 3.500 überfahrene Erdkröten gemeldet. Oft sind es nur einzelne Tiere, in anderen Fällen sind vorhandene Zäune nicht ideal platziert oder zu kurz geraten. Es gibt aber auch Straßen, wo bisher offensichtlich weder Naturschützer, noch Behörden tätig geworden sind.

Die Kröten nehmen wieder Fahrt auf

Im Flachland hat die nächste Etappe der Laichwanderungen begonnen


12. März 2012 - Wie prognostiziert, haben übers Wochenende im Flachland die Wanderungen der Amphibien zu ihren Laichgewässern wieder eingesetzt. Noch sind die Temperaturen aber nicht optimal, in manchen Regionen bremsen zudem Wind und Trockenheit die Tiere aus.

„Gute Temperaturen, aber viel zu windig und zu trocken“, resümiert zum Beispiel Thorsten Schönbrodt vom NABU Märkisch Oderland „Fazit: Immer noch weitgehend Pause. gestern immerhin ein paar Teichmolche und Moorfrösche. Wenn die Temperaturen halten, kann es losgehen – Hauptsache, es regnet!“

Moorfrosch-Männchen

Moorfrosch-Männchen aus Müncheberg

„Nachdem es in der Woche noch einmal kalt und frostig wurde, war von Montag bis Samstag gar nichts los“, berichtet Rainer Pietsch vom NABU Wiesbaden. „Erst in der Samstagnacht wurde es wieder milder und feucht. Am Sonntagmorgen saßen dann bei plus sieben Grad Celsius und regenfeuchtem Boden schon wieder zehn Erdkröten und fünf Grasfrösche in den Eimern. Leider wurden auch drei überfahrene Tiere gefunden. Ursache war ein Loch im Zaun, das man einfach reparieren konnte. Auch deshalb lohnt es sich nach den Überfahrenen zu schauen.“

Eine interessante Beobachtung machte Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim: „Am Samstag und Sonntag fanden sich rund 50 Erdkröten und ein weiblicher Fadenmolch am nun aufgestellten Zaun am ‚Alten Steinbruch‘ bei Monzingen ein. Darunter waren zwei muntere Männchen, denen der linke Hinterfuß beziehungsweise auch noch ein Teil des linken Unterschenkels fehlte. Diese Art von Missbildungen haben wir in den vorigen Jahren schon mal gehäuft am vier Kilometer entfernten Zaun bei Auen dokumentiert.“

Kröten und Frösche machen Kälte-Pause

Erst ab dem Wochenende sind wieder Wanderungen zu erwarten


7. März 2012 - Angesichts momentan weit verbreiteter Nachtfröste haben Kröten, Frösche und Molche eine Pause eingelegt. Dabei hatten die Amphibienschützer vor allem im Westen und Nordwesten in der ersten Wanderphase teils ordentlich zu tun. So sind am Kamener Galgenberg (Kreis Unna) mit 1105 Erdkröten bereits die Hälfte der zu erwartenden Tiere durch, ähnlich in Geeste (Emsland) mit 288 Erdkröten. An den Zäunen im Bereich Bremervörde wurden immerhin 345 Erdkröten und 67 Moorfrösche registriert, das entspricht aber lediglich einem Zehntel der letztjährigen Gesamtzahl.

Überfahrene Kröten

Traurige Überreste: Überfahrene Kröten auf der L 31 im Kreis Stendal. Insgesamt wuden dem NABU bundesweit schon mehr als 1700 tote Erdkröten gemeldet.

An der L 31 Bölsdorf-Buch im Kreis Stendal (siehe Eintrag vom 1. März). wurde in Verlängerung einer stationären Anlage in „lediglich vier Hauptwandernächten“ ebenfalls die Tausender-Marke erreicht. „Die stationäre Anlage funktioniert zwar im Prinzip“, so Peter Neuhäuser vom NABU-Kreisverband, „aber an zwei Asphaltabfahrten zu Spargeläckern gibt es erhebliche Überwanderungen. Je Nacht und Abfahrt wurden mindestens 25 Amphibien tot gefahren. Morgens früh finden sich dann die traurigen Reste auf der Straße.“ Der zuständige Landesbetrieb Bau sollte deshalb nach Auffassung des NABU dringend nachbessern.

Die weiteren Aussichten: Bei dichter Bewölkung und teils leichtem Regen wird die Nacht zu Donnerstag im Flachland zwar knapp frostfrei. Die Erträge an den Krötenzäunen dürften aber gering bleiben. Ab der Nacht zu Samstag sind dagegen im Westen vom Rheinland bis hoch zur Küste deutlich bessere Wanderbedingungen zu erwarten. Von Sonntag an ist auch im Nordosten Besserung in Sicht. Für die kommende Woche sagt der Deutsche Wetterdienst ruhiges, meist sonniges Hochdruckwetter voraus. Die Tage werden angenehm mild, nachts kann es ohne schützende Wolkendecke aber stark abkühlen. Es bleibt daher abzuwarten, wie stark die sich Laichwanderungen entwickeln werden.

Dichter Krötenverkehr am Kamener Kreuz

Die Amphibienwanderungen haben bundesweit Fahrt aufgenommen


1. März 2012 - Der meteorologische Frühlingsbeginn hält, was er verspricht: Fast überall weht ein laues Lüftchen, selbst bei der Biathlon-WM im Ruhpolding – Gratulation an die deutsche Bronze-Staffel! – muss Kunstschnee herhalten. Den Fröschen, Molchen und Kröten ist das recht, sie wandern örtlich schon in großer Zahl. Zum Wochenende allerdings wird es wieder kälter, die Biathleten freut es und die Amphibien werden zunächst eine Pause einlegen.

Ganz weit vorne ist in diesem Jahr erneut der Galgenberg nahe dem aus den Staumeldungen bekannten Kamener Autobahnkreuz (NRW). „Wir haben in drei Tagen über 600 Kröten zum Laichgewässer wandern sehen. Auch Teich- und Bergmolche sind reichlich unterwegs“, berichten Elisabeth und Wolfgang Postler vom NABU Unna.

Grasfrosch

Grasfrösche treten in zahlreichen Farbvarianten auf.

Ebenfalls nicht zu verachten ist das gestrige Sammelergebnis von der L 31 Bölsdorf-Buch in unmittelbarer Elbnähe im Kreis Stendal (Sachsen-Anhalt). „Der Landesbetrieb Bau hat im vergangenen Jahr, nachdem wir rund zehn Jahre gedrängelt haben, zwar endlich eine stationäre Anlage installiert“, berichtet Peter Neuhäuser vom NABU-Kreisverband. „Aber leider ist das Ganze 300 Meter zu kurz, so dass nun dort wieder unser Zaun steht. Dabei konnten wir 191 Amphibien aus vier Arten absammeln.“

„Bei uns hat die Wanderungssaison so richtig begonnen“, bestätigt Reiner Grube vom Ökowerk Berlin. „An der Havelchaussee hatten wir am 24. Februar eine Probestrecke von 160 Metern Zaun aufgebaut und tags darauf waren bereits die ersten Teichmolche in den Eimern. Inzwischen steht der gesamte Schutzzaun und alleine gestern betrug die Ausbeute 110 Teichmolche, drei Moorfrösche und ein Erdkrötenmännchen – das erste in diesem Jahr.“

Erdkrötenmännchen an Zaun

Erdkrötenmännchen an Zaun

Ob und wie sehr die Amphibien bereits wandern, hängt nicht nur vom Großraum und der Höhenlage, sondern auch von kleinklimatischen Bedingungen ab. „Bisher haben wir zum Glück noch keine überfahrenen Tiere auf den Fahrbahnen gefunden. Die Kröten kommen bei uns aus den Nord-Ost-Hängen, da ist es immer noch etwas kälter“, erläutert zum Beispiel Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim (Rheinland-Pfalz). „Gestern und heute wurden von unseren Aktiven die Zaunfurchen gezogen, wir werden in diesem Jahr auch wieder drei Schutzzäune betreuen, nämlich bei Seesbach, Auen und Monzingen. Sobald die Mitarbeiter der Straßenmeistereien in Kirn und Bad Sobernheim die Zäune gestellt haben, fangen wir an.“

Auch im Naturpark Hoher Fläming (Brandenburg) hat die Wanderung noch nicht flächendeckend eingesetzt. „Am Montag hatten wir noch mal richtig Frost“, berichtet laut Katrin Mielsch von der Naturwacht. „Erste – auch überfahrene – Tiere wurden am Dienstag in Wiesenburg/Mark gesichtet. Letzte Nacht setzte die Wanderung in Dahlen bei Gräben, Steindorf, Medewitz, Medewitzerhütten und Jeserig bei Treuenbrietzen ein. Aber zum Glück noch sehr verhalten. Vorige Woche war der Boden hier noch arg gefroren, an den Aufbau der Zäune wäre nicht zu denken gewesen. Auch sind die Laichgewässer noch nicht komplett eisfrei.“

Krötenzaunaufbau mit Schülern, Geeste 2012

„Am vergangenen Samstag habe ich mit Schülerinnen und Schülern den Krötenschutzzaun in Geeste (Emsland) aufgebaut“, berichtet Heinke Glameyer-Fleischmann. „Bei den Kontrollgängen am Sonntag und Montag waren noch keine Lurche in den Eimern. Heute früh jedoch, bei optimalem Krötenwanderwetter (um 7 Uhr 9 Grad Celsius und Nieselregen), fanden wir 25 Erdkrötenmännchen, ein Weibchen und zwei Grasfrösche. Die Wanderung hat also auch bei uns begonnen.“


Zum Abschluss noch einmal die weiteren Aussichten: Die nächsten beiden Nächte können für Amphibienschützer arbeitsreich werden. Ab der Nacht zu Samstag kühlt es jedoch deutlich ab, zunächst im Osten, später auch im Rest der Republik. Von Montag bis Mittwoch (5. bis 7. März) dürften die Amphibienwanderungen bei verbreitetem Nachtfrost sogar komplett ruhen. In der zweiten Wochenhälfte ziehen laut Deutschen Wetterdienst „Tiefausläufer heran, die für wechselhaftes und zunehmend nasskaltes Wetter“ sorgen. Auch der 15-Tage-Trend verspricht keine große Besserung, so dass nach jetzigem Stand bis Mitte des Monats bestenfalls mit geringem Wanderaufkommen zu rechnen ist.

Jetzt die Amphibienzäune aufbauen!

Grasfrösche lassen sich auch von Eisplatten nicht schrecken

Erdkrötenpaare am Schutzzaun

Was ich hab, das hab ich: Die Krötenmännchen lassen sich von den Weibchen zum Laichgewässer tragen.


27. Februar 2012 - Pioniere leben gefährlich. Wer als Frosch oder Kröte besonders früh losläuft, kommt leicht unter die Räder, denn die Amphibienschutzzäune werden momentan erst Stück für Stück installiert. So zählte Stefan Gabriel von der Amphibien- und Reptiliengruppe Rhein-Erft-Kreis in Frechen bei Köln kurz vor der Zaunaufstellung bereits zehn überfahrene Erdkröten.

Recht eilig haben es wie schon in den Vorjahren wieder die Kröten rund um das Kamener Autobahnkreuz. Wie Elisabeth und Wolfgang Postler berichten, wurden am Freitag am Kamener Galgenberg 70 Erdkröten und einige Molche von der Straße gesammelt. Seit Wochenbeginn ist nun die Straße gesperrt „und die Kröten und Molche können ungefährdet laufen“.

Teichmolch

Teichmolche gehören zu den Frühwanderern.

In Geldern am Niederrhein zählte Hermann-Josef Windeln vom örtlichen NABU am Freitag immerhin gut 20 Erdkröten, teils hatten sich auch schon Paare gefunden, so dass die Weibchen die Männchen huckepack trugen. Dabei setzen der Wanderungen im Flachland nun von Baden-Württemberg bis Schleswig-Holstein in fast allen Regionen ein, auch in Hamburg wurden unter anderem in Eimsbüttel, in der Osdorfer Feldmark, in Schenefeld und in Wedel erste Amphibien gesichtet.

Hart im Nehmen zeigen sich die Grasfrösche. „Bei uns sind die Laichgewässer noch weitestgehend zugefroren, aber die ersten Grasfrösche sind unterwegs“, berichtet aus Thüringen Lutz Wolfram NABU Gera-Greiz. Auch im niedersächsischen Lohne (Kreis Vechta) wurde ein „erster aktiver Grasfrosch“ aus einem Gartenteich gemeldet, obwohl „der Teich nur oberflächlich aufgetaut“ war.

Samstag und Sonntag meldete sich bei klarem Himmel vielerorts noch einmal der Frost zurück. Die kommenden Tage ist jedoch mildes Schmuddelwetter zu erwarten. Für Mitte der Woche sagt der Deutsche Wetterdienst im Südwesten tagsüber bis zu 17 Grad Celsius voraus, auch die Nächte werden im Flachland mit sieben bis acht Grad lau und amphibienfreundlich. Die Laichwanderungen dürften also anhalten und an Tempo zunehmen.

Erste Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft

Der Frost zieht sich langsam auch aus dem Boden zurück


24. Februar - Noch ist es für den Massenansturm der Erdkröten etwas zu früh, doch die Bedingungen für die Laichwanderungen der Amphibien werden nun von Tag zu Tag besser. Nach ersten vorliegenden Meldungen ist zum Wochenende vor allem nördlich der Mittelgebirge mit ersten Kröten, Fröschen und Molchen zu rechnen.

„Am Donnerstagabend herrschte mit neun Grad und leichtem Nieselregen echtes Krötenwetter“, berichtet Biologe Christian Fischer aus dem ostniedersächsischen Wendland. „Gleichzeitig scheint allerdings noch der Frost zumindest in tieferen Bodenschichten zu sitzen, und die Laichgewässer sind aktuell immer noch nahezu komplett mit Eis bedeckt. Unter diesen Rahmenbedingungen habe ich bei einem kurzen Kontrollgang am Dorfrand die ersten Amphibien im Scheinwerferlicht auf der Straße gesichtet: ein einsames Erdkröten-Männchen in der typischen, vorn aufgerichteten Weibchen-Suchstellung sowie ein kleines Teichmolch-Männchen – leider schon überfahren. Es rührt sich also zaghaft etwas bei den Lurchen im Norden, und wenn Boden und Gewässer bei den derzeit milden Temperaturen rasch weiter durchtauen, könnte es schon bald zu nennenswerteren Wanderbewegungen kommen.“

Molch an Gully

Gullys, Lichtschächte und Kellereingänge können für Amphibien zur tödlichen Falle werden.


Auch weit im Osten, im Kreis Märkisch Oderland, herrscht zur Zeit „bestes Amphibienwetter“, so Thorsten Schönbrodt vom NABU Müncheberg. Bei einer ersten Straßenkontrolle am Donnerstagabend konnte er bereits drei Kammmolche sowie 15 Teichmolche entdecken. Weitere Tiere wagen sich langsam aus ihren Quartieren: „Nach einer Freitag früh durchgeführten Kontrolle von Kellertreppen, Schächten und Gullys kann ich bei anhaltend günstigen Temperaturen sagen: Die Saison ist eröffnet.“ Selbst eine Rotbauchunke wurde schon gefunden.

Grasfrosch auf Hand

Grasfrosch

Neben Molchen gehören Braunfrösche, also Gras-, Spring- und Moorfosch, zu den typischen Frühwanderern. Grasfrösche wandern teils bereits im Herbst nahe zu den Laichgewässern an, teils überwintern sie auch in den Laichgewässern. Die ersten fünf diesjährigen Grasfrösche in Baden-Württemberg meldet nun Jochen Schäufele von der Naturschutzjugend Aspach, die unter anderem die Gemeindestraße zwischen Großaspach und Allmersbach betreut. „Ab diesem Jahr haben wir für diesen Streckenabschnitt eine vollständige Straßensperrung erreicht. Von daher werden wir nicht mehr jeden Abend vor Ort sein und auch nicht mehr die komplette Wanderung begleiten. Wir können uns nun anderen Wanderstrecken verstärkt widmen.“, freut sich Schäufele.

Die ersten vier Grafrösche und bereits 14 Erdkröten meldet Ralf Cholewa, Grünflächenamtschef im nordrhein-westfälischen Troisdorf. „Vorgestern haben wir den Fangzaun aufgebaut und schon am nächsten Morgen konnten wir zwei Grasfrösche und ein Pärchen Erdkröten einsammeln. Es geht wieder los!“

Kurzer Nachtrag: Inzwischen liegen weitere „Erstfund“-Meldungen vor aus dem niedersächsischen Landkreis Uelzen (Erdkröten und Grasfrösche), aus Braunschweig (Teichmolch-Weibchen) und aus Bremerhagen bei Grimmen, Kreis Nordvorpommern (Erdkröten – leider überfahren).

Noch herrscht Ruhe an den Zäunen

Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen

Zaunaufbau Bremervörde


Zur Einstimmung ins Thema: NABU-Podcast mit Amphibienschützer Jens Scharon

An dieser Stelle berichten wir auch in der Laichwandersaison 2012 täglich über das Zuggeschehen. Wann genau der Startschuss fallen wird, ist vom Wetter abhängig. In manchen Jahren geht es bereits Ende Januar los, während sich in anderen vor Anfang März kaum eine Kröte sehen lässt. Noch jedenfalls können die Krötenwarnschilder an den Straßen geschlossen bleiben. Das in vielen Regionen nahezu frostfreie Wetter der ersten Januarwochen bot aber gute Gelegenheit, schon früh Krötenzäune auszubessern oder neu zu installieren.

Schneefrosch (Rana albinotus elongatus)

Schneefrosch (Rana albinotus elongatus)

30. Januar 2012 - Schluss mit lau! Das Kältehoch „Cooper“ strahlt nun von Russland bis nach Deutschland aus und bringt echte „Eistage“, die Temperaturen bleiben also auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt. Lediglich am Rhein kann es anfangs etwas wärmer werden.

„Hochwinterlich mit strengem Frost, anfangs meist trocken und teils sonnig, später zunehmend auch einzelne Schneefälle möglich“, lautet die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes für die kommenden anderthalb Wochen. Die Amphibien bleiben also weiter in den Winterverstecken.

Rückblick auf die Vorsaison

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Termine

17.01. 13:30 Uhr

Amphibien-Biotoppflege
71546 Aspach

18.01. 10:00 Uhr

Jahrestreffen LFA Amphibien- und Reptilienschutz
40219 Düsseldorf

22.01. 19:00 Uhr

Vortreffen Amphibienschutzaktion
70173 Stuttgart

27.01. 19:00 Uhr

Vorbesprechung Amphibienschutz
45149 Essen

01.02. 00:00 Uhr

Krötenzäune stellen
88662 Überlingen

17.02. 18:30 Uhr

Amphibienschutztreffen
12627 Berlin

17.02. 19:00 Uhr

NABU-Forum
70173 Stuttgart

21.02. 00:00 Uhr

Hilfe bei der Krötenwanderung
48282 Emsdetten

21.02. 10:00 Uhr

Amphibienzaun Aufbau
67305 Ramsen

28.02. 14:30 Uhr

Aufhängen von Vogelnistkästen
04349 Leipzig

06.03. 16:00 Uhr

Pflegeeinsatz Amphibienleitanlage und Schönungsteiche
04329 Leipzig

07.03. 09:30 Uhr

Naturjugend- und Waldmäuse-Treff
70173 Stuttgart

08.03. 15:00 Uhr

Auf Wanderung: Frösche, Kröten und Molche
88662 Überlingen

14.03. 09:00 Uhr

Wir retten Erdkröten
70173 Stuttgart

21.03. 09:30 Uhr

Waldwichteltreff
70173 Stuttgart

21.03. 10:00 Uhr

Arbeitseinsatz für die Geburtshelferkröte
79589 Binzen

22.03. 09:00 Uhr

Gartenforschertreff
70173 Stuttgart

22.03. 09:30 Uhr

Amphibienschutz am Waldsee
79102 Freiburg

25.03. 19:00 Uhr

Arbeitskreis Amphibienschutz
04157 Leipzig

13.04. 19:00 Uhr

Infoabend Sumpfschildkröte
04105 Leipzig

18.04. 15:00 Uhr

Frühlingserwachen
70173 Stuttgart

19.04. 06:00 Uhr

Vogelstimmenwanderung
63589 Linsengericht, OT Großenhausen

26.04. 09:00 Uhr

Frühlingswanderung Naturparadies Grünhaus
03238 Schacksdorf

01.05. 09:30 Uhr

Abenteuer Klinge
70173 Stuttgart

07.05. 21:00 Uhr

Amphibienexkursion
79639 Grenzach-Whylen

10.05. 15:00 Uhr

Ein Garten für Tiere in Kandern
79400 Kandern

15.05. 21:30 Uhr

Wanderung zum Laubfroschkonzert
31303 Burgdorf

29.05. 20:00 Uhr

Kreuzkrötenkonzert am Schwansener See
24398 Brodersby, OT Schönhagen

31.05. 09:00 Uhr

Wanderung ins Naturparadies Grünhaus
03238 Schacksdorf

12.07. 09:00 Uhr

Wanderung ins Naturparadies Grünhaus
03238 Schacksdorf

15.11. 10:00 Uhr

Tagung zur Um- und Wiederansiedlung von Amphibien und Reptilien
45610 Recklinghausen

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