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Amphibienwanderungen in der Schlussrunde

Den Amphibien auf der Spur

Infos zu den Laichwanderungen im Winter und Frühjahr 2011

Hören Sie im NABU-Podcast Amphibienschützer Jens Scharon

Die Erdkrötenwanderungen gehen zu Ende

Unken, Laubfrösche und Wechselkröten: Die Spätstarter kommen

Seltener Anblick: Wechselkröte aus dem rheinland-pfälzischen Altendiez. [Für die volle Größe einfach auf das Bild klicken.]


8. April: So langsam war es das im Westen wohl. In den Flusstälern von Rhein, Main und Nahe und selbst auf der Schwäbischen Alb sind die Laichwanderungen der Erdkröten weitgehend beendet. Teils wird noch der bei den Erdkröten nach dem Ablaichen rasch einsetzende Rückreiseverkehr geregelt, teils sind die Aktionen bereits komplett abgeschlossen.

„Auch bei schönstem Krötenwanderwetter, bei Regen und sommerlichen Temperaturen finden wir jetzt immer weniger Kröten. Ein Zeichen dafür, dass die Wanderung für diese Saison zu Ende geht“, meint auch Rainer Pietsch vom NABU Wiesbaden. „Wir werden dann wohl zum Wochenende die Aktion für diese Saison beenden. Bisher haben wir weniger als im Vorjahr, aber immerhin knapp 1800 Tiere eingesammelt.“

Eimer voller Erdkröten

„Die letzten Tage und Nächte waren super für die Wanderung der Kröten“, meldet Monika Haberrmann aus dem niederbayerischen Oblfing (Kreis Deggendorf). Der gut gefüllte Kröteneimer beweist es.

Selbst in Kapern im niedersächsischen Wendland „scheint die Anwanderung beendet und damit auch die diesjährige Zaunaktion“, so Christian Fischer. Insgesamt dominieren dort die Moorfrösche mit 300 „Erwachsenen“ und 900 Jungtieren, gefolgt von 270 Knoblauchkröten. Erdkröten sind mit 35 Exemplaren eher rar. „Am neuen Ersatzteich konnten wir etwa 200 Moor- und Grasfrosch-Laichballen zählen. Der stammt von Tieren, die sich freiwillig dorthin begeben. Mittelfristig wäre es erwünscht, wenn am Zaun immer weniger Amphibien auftauchten, dafür immer mehr am extra angelegten Ersatzlaichgewässer.“

Generell scheint es vielerorts ein recht gutes Krötenfrühjahr gewesen zu sein. „Ich habe heute das letzte Tier im Eimer gehabt. Es war eine klitzekleine Kröte. Das Gesamtergebnis 2011 ist absolut geil!“, freut sich zum Beispiel Bernd Schröder, der den Amphibienzaun in Kamen-Derne (Kreis Unna) betreut. Auch in der unmittelbaren Nachbarschaft, am Kamener Galgenberg, ist die Saison erfolgreich verlaufen. „Seit zwei Tagen haben wir keine Tiere mehr gesehen. Auch in diesem Jahr konnten wir wieder leicht über zweitausend Kröten bei der Wanderung beobachten. In den nächsten Tagen wird die Straßensperre abgebaut“, melden Elisabeth und Wolfgang Postler.

„Erfreulich ist das wir in diesem Jahr ein Rekordjahr haben werden und sehr viel Amphibien vor dem Straßentod retten und sicher zu den Laichgewässern über die Straße helfen“, bilanziert Udo Seifert vom NABU Hamm. „Leider aber gibt es auch Trauriges: In diesem Jahr ist die Rückwanderung begünstigt durch ergiebigen Regen plötzlich und kräftig eingetreten, es wurden mal eben über 150 Tiere tot gefahren.“

Gefährliche Lage: Müncheberger Knoblauchkröte im Gully. [Für die volle Größe einfach auf das Bild klicken.]

Nachdem die Erdkröten durch sind, lassen sich nun vermehrt Arten wie Laubfrosch, Wechselkröte oder Rotbauchunke blicken. Ihre Laichsaison startet erst. So konnten Margret Hochheim und Winfried Lieber vom NABU Rhein-Lahn in Altendiez in einem Gewerbegebiet gut 50 der seltenen Wechselkröten entdecken. Die Tiere sind auf vegetationsarme Gewässer angewiesen und wurden ausgerechnet an den kiesbedeckten Zierteichen eines Firmensitzes fündig.

Andererseits bietet der Siedlungsbereich zahlreiche Gefahren. „Damit auch Amphibien, die in Kellereingängen, Schächten und Gruben festsitzen noch zum Gewässer kommen, sollte ein jeder sein Grundstück auf Amphibienfallen kontrollieren und beherzt die Tiere befreien, sie werden zum nächsten Laichgewässer wandern“, rät Udo Seifert. „Können Gruben und Schächte nicht Amphibiensicher abgedeckt werden, sollten sie über den ganzen Sommer immer wieder aufgesucht werden, damit keine Tiere grausam austrocknen und sterben müssen.“

„Wir haben an nur zwei Tagen in einem Kellertreppenaufgang 300 Amphibien gefunden, die ohne unsere Hilfe da nicht mehr rausgekommen wären“, bestätigt Thorsten Schönbrodt vom NABU Müncheberg (Kreis Märkisch Oderland). „Es gilt: Augen auf und in Wandergebieten immer auch Gruben, Schächte und Kellertreppen mitkontrollieren.“

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Achtung: Kröten im Gegenverkehr

Die Amphibienwanderungen laufen auf vollen Touren

Eigentlich mögen Erdkröten Feuchtigkeit. Dieses von Gerold Vitzthum in Pforzheim entdeckte Exemplar mit modischem Regenschutz scheint etwas aus der Art geschlagen. [Für die volle Ansicht einfach auf das Bild klicken.]


1. April: Für Samstag und Sonntag sind verbreitet mehr als 20 Plusgrade angesagt und schon vorher kommen die Amphibien bei ihren Laichwanderungen jetzt so richtig ins Schwitzen. Zwar flaut zum Beispiel in Berlin das Liebeswerben der blau gefärbten Moorfroschmännchen bereits wieder leicht ab. Auch die Teichmolche sind „weitgehend durch“, berichtet Reiner Grube vom Naturschutzzentrum Ökowerk – alleine an der Havelchaussee wurden 1600 Stück gezählt. Bei den Erdkröten dagegen war es in der Hauptstadt zunächst „sehr mau“. Am Freitag früh waren dann erstmals „reichlich Tiere in den Eimern und ich denke in den nächsten Tage wird die letzte Wanderungswelle kommen“, so Grube weiter.

Grasfroschpaare inmitten von Laich

„Obwohl wir bereits 1500 Kröten herübergetragen haben, gab es noch keinen Krötenlaich zu sehen“, berichtet Rainer Pietsch vom NABU Wiesbaden. „Doch die Grasfrösche haben in der vorletzten Woche eine tolle Party gefeiert. Auf dem Bild tanzen sie gerade eine Polonaise.“

Im Westen der Republik sind die Wanderungen deutlich weiter. Viele Erdkröten verlassen hier die Laichgewässer bereits wieder. „Seit Montag können wir rückwandernde Erdkrötenweibchen beobachten“, meldet zum Beispiel Marion Haas aus Siegen. Ähnliche Meldungen liegen unter anderem aus Pforzheim und dem Enzkreis, aus Wiesbaden, von der Nahe und bis nach Burgwedel bei Hannover vor.

Allerdings „haben wir ein reges Hin und Her. Einige Hinwanderer – sogar noch Doppeldecker, also Weibchen mit Männchen huckepack – und die ersten Rückwanderer begegneten sich auf der Straße“, schildern Elisabeth und Wolfgang Postler vom Kamener Kreuz bei Unna. Für die Amphbienschützer ist das eine schwierige Situation, denn bei Krötenverkehr in beiden Richtungen müssen in der Regel wohl oder übel die Zäune geöffnet werden. „Auch in diesem Jahr setzte schlagartig die Rückwanderung der Erdkröten ein, ohne dass die Hinwanderung beendet war“, berichtet Wolfgang Fuldner aus Auen im Kreis Bad Kreuznach. „Am Mittwoch saß die Kreisstraße voller Kröten. Die Rückläufer wollten in den Wald zurück, die anderen zum Laichgewässer, auf der Fahrbahn gab es Kreuzverkehr. Die meisten Autofahrer hatten nicht die Geduld zu warten, bis vor ihnen die Straße abgeräumt war, die traurige Folge waren viele tote und verletzte Tiere.“

Feursalamander beim Larvenabsetzen

Feursalamander beim Absetzen der Larven.

Nach einem aufregenden Abend mit geschätzt 2.500 Tieren in beiden Richtungen brachte der Folgetag bei deutlich weniger Krötenverkehr den Aktiven in Auen dafür besonders erfreuliche Erlebnisse. „Die Stars des Abends waren neun Feuersalamander, die wir teils beim Überqueren der Kreisstraße, teils in einem Tümpel antrafen. Es waren Weibchen, die ihre Larven absetzen wollten. Feuersalamander legen keine Eier ab, vielmehr schlüpfen bis zu 50 Larven beim Absetzvorgang aus den Eihüllen, in denen sie sich im Mutterleib entwickelt haben.“

Während man Salamandern sonst meist an Regentagen am Wegrand begegnet, ließen sich die Tiere in Auen nun im Wasser schwimmend und bei der Larvengeburt beobachten. „Alle unsere Feuersalamander werden fotografisch dokumentiert, denn anhand des Färbungsmusters lassen sich die Tiere individuell erkennen. Dann werden sie mit den in den Vorjahren erfassten Tieren aus dem ‚Salamanderalbum‘ verglichen, das wir seit 1997 führen, und Ihnen ein Name zugeordnet. Falls es neue Salamander sind, werden sie benannt, meist nach lokalen Protagonisten im NABU oder im Amphibienschutz. So haben wir einen Einblick, wie alt die Tiere werden können, wie oft sie erscheinen.“

Blaumänner im Norden und Osten in Aktion

Ein Film über balzende Moorfrösche von Klemens Karkow



Die Moorfroschbalz hat begonnen / Im Westen erste Kröten-Rückwanderer

28. März: Bei den Nachttemperaturen ist Deutschland momentan zweigeteilt und das wirkt sich natürlich auf den Fortgang der Amphibienwanderungen aus. Während es entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse nach tagsüber bis zu plus 15 Grad Celsius in der Nacht zu Dienstag auf gut amphibienverträgliche fünf bis sieben Plusgrade abkühlt, nähern sich die Temperaturen im norddeutschen Tiefland erneut der Frostmarke oder liegen sogar darunter. Außerdem bleibt uns laut Deutschem Wetterdienst die wanderungshemmende Trockenheit zunächst noch erhalten. Ab Donnerstag „bringen atlantische Tiefausläufer Schauer. Eine durchgreifende Änderung hin zu einem feuchteren Witterungsabschnitt ist derzeit aber noch nicht in Sicht, denn im weiteren Verlauf setzt sich wieder zunehmend Hochdruckeinfluss durch.“ Für den Norden verheißt vor allem die Nacht zur Freitag (1. April) bei Regen und mittleren Plusgraden einen Wanderschub.

Krötenleiter

In Auen im Kreis Bad Kreuznach waren am Freitag „die Eimer so voll, dass die Tiere eine Krötenleiter bildeten und so schon vor dem ordnungsgemäßen Erfassen verduften wollten.“


Im Westen findet sich an vielen Stellen bereits Erdkrötenlaich in den Gewässern. Die Erdkröten bleiben nach dem Ablaichen nur kurze Zeit in den Teichen und ziehen dann in ihre Sommerlebensräume ab. „Einige wenige Weibchen haben schon den Rückweg angetreten“, berichtet Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim von der Nahe.

Moorfrosch

Moorfroschmännchen in Hochzeitsstimmung

Im Norden und Osten haben sich vor allem die Moorfrösche von den letzten kalten Nächten immerhin nicht völlig abhalten lassen. So meldete Christian Fischer am Samstag aus der niedersächsischen In Elbtalaue „einige Wanderaktivitäten, darunter das erste Knoblauchkrötenweibchen. Am Ersatzlaichgewässer bei morgendlicher Kühle gemeinsames Rufkonzert etlicher Moor- und Grasfrösche, außerdem erste Laichballen und gerade ablaichende Paare beider Arten. Die Moorfroschmännchen waren dabei nur teilweise blau gefärbt. Leider fanden sich auch viele von Beutegreifern zerstückelte Frösche am Ufer, zudem einzelne noch mehr oder weniger lebende Schwerverletzte. Mehrheitlich dürfte es sich bei den Opfern um – leichter zu fangende – Moorfroschpaare gehandelt haben.“

Weiter östlich rund um Berlin lassen sich bereits seit Donnerstag reichlich der knallblau gefärbten Moorfroschmännchen beobachten. „Trotz des geringen Regens scheinen viele Exemplare bereits am Gewässer angekommen zu sein“, stellt Naturfotograf Sebastian Sczepanski fest „So konnte ich bei Schwanebeck eine ganze Reihe Moor- und Grasfrösche inmitten ihres Laiches fotografieren. Besonders eindrucksvoll waren die vielen blubbernden Moorfrosch-Männchen.“

mehr Aktuelle Moorfroschbilder Sebastian Sczepanskis

Knurrendes Quaken und schaurige Füchse

Abende am Krötenzaun als lebendiger Biologie-Unterricht


24. März: Wenn sich die Saison in die Länge zieht, wünscht sich so mancher gestresste Amphibienschützer, die Sache möge nun doch endlich zu Ende gehen. Andererseits vermittelt der Einsatz am Krötenzaun immer wieder wunderbare Naturerlebnisse. Das gilt natürlich ganz besonders für Kinder und Jugendliche. Hier deshalb ein aktueller Einblick von Karl-Heinz Fuldner (NABU Bad Sobernheim), der mit der Naturschutz-AG des Emanuel-Felke-Gymnasiums im Kreis Bad Kreuznach gleich mehrere Zäune betreut:

„Die Nächte bei uns an der mittleren Nahe sind zwar immer noch frostig, aber nicht mehr so kalt. Die hohen Tagestemperaturen bringen die Amphibien wieder auf Trab. Am Alten Steinbruch bei Monzingen kamen am Mittwoch fast 140 Erdkröten; hier scheint die Wanderung schon dem Ende zuzugehen, obwohl das Verhältnis von Männchen zu Weibchen mit 10:1 nicht gerade dafür spricht. Denn erfahrungsgemäß kommen gegen Ende vermehrt die Erdkrötenweibchen, so dass wir an diesen Nächten schon Geschlechterverhältnisse von 2:1 oder 1:1 hatten.

Bergmolch-Weibchen

Bergmolch-Weibchen

In Auen am Krötenzaun an der Willigis-Kapelle kommen die Tiere erst richtig in Fahrt: über 500 Erdkröten, Grasfrösche und Molche konnten von den beglückten Helfern abgesammelt werden; hier wurden die Eimer richtig schwer, das Aussetzen, Bestimmen und Zählen dauerte richtig lange.

Interessant ist auch das Verhalten der verschiedenen Amphibienarten im Wasser, das die Kinder dabei beobachten können – etwa wenn sich zum Beispiel die wartenden Krötenmännchen auf die ankommenden, wenigen Weibchen stürzen und der ‚Besitzer‘ sie abzuwehren versucht. Viele registrieren auch zum ersten Mal, wie sich das knurrende Quaken der Grasfrösche anhört. Gestern Abend wurde es durch die schaurigen Lautäußerungen eines Fuches in Fortpflanzungsstimmung untermalt, an anderen Abenden rufen Waldohreule oder Waldkauz. Das sind Naturerlebnisse, wie sie die Schule in ihrem klassischen Bio-Unterricht nicht vermitteln kann, das gibt es aber in der Naturschutz-AG zu erleben.“

Ohne Regen wird das nichts...

Das sonnig-trockene Frühlingswetter hemmt die Amphibienwanderungen

Große (Laich-)Stimmung kommt im Wendland noch nicht auf. Im Bild Christian Fischers erste Knoblauchkröte des Jahres – ein sehr kleines Männchen –, zusammen mit einem hübschen Moorfroschmännchen.


23. März: Am Dienstag (22.) herrschten abends um 20 Uhr im Flachland durchgehend noch Temperaturen von acht bis zwölf Grad Celsius. Erst in den Nachtstunden ging es dann wieder Richtung Frostgrenze. Die Amphibienwanderungen sind daher nicht völlig zum Erliegen gekommen, gehen aber nur schleppend weiter, zumal auch die Trockenheit bremsend wirkt. „Ohne Regen ist nicht so wirklich was los“, meint denn auch Thorsten Schönbrodt vom NABU Müncheberg (Kreis Märkisch Oderland). Dennoch sind auch in Müncheberg Stück für Stück nun schon mehr als 1000 Tiere gezählt worden, überwiegend Teichmolche, aber auch schon Knoblauchkröten und Moorfrösche.

Eingegrabenes Erdkrötenpaar (leichter Frost)

Flucht vor der Kälte: Erdrkötenpaar gräbt sich bei Null Grad am Zaun ein.

Ganz ähnlich wie in Odernähe sieht es auch an der Elbe im niedersächsischen Wendland aus. „Die Wanderung ist hier zuletzt in äußerst bescheidenem Maße wieder in Gang gekommen, obwohl es dafür eigentlich viel zu trocken ist“, berichtet Christian Fischer. „Heute war die erste Knoblauchkröte am Zaun, im zugehörigen Laichgewässer riefen – wie auch in diversen anderen Tümpeln der Region – einige Grasfrösche. Moorfrösche halten sich dagegen noch auffällig zurück. Nur an einem traditionell besonders großen Laichplatz in der niedersächsischen Elbtalaue konnte ich einige Dutzend ‚Blubberer‘ feststellen, die aber noch nicht wirklich in Balzstimmung waren – blaue Männchen waren jedenfalls keine dabei. Braunfroschlaich scheint, wenn ich meinen Stichproben glauben darf, insgesamt noch keiner vorhanden zu sein. Das kann sich aber ‚stündlich‘ ändern). Damit liegt unsere Region hinter Gebieten weiter westlich und südlich phänologisch deutlich zurück. Wir warten dringend auf Regen, ansonsten wird die Anwanderung hier wohl weiter nur kleckerweise vor sich gehen.“

In West- und Süddeutschland sind die Wanderungen tatsächlich bereits deutlich weiter. Hier sorgen die Erdkröten für „Massenerträge“ an den Zäunen. Wie rasch das Gros der Tiere anwandert, zeigt ein Beispiel aus dem Finkenbachtal im hessischen Odenwald. Vom 13. bis 17. März, in nur fünf Tagen, wurden dort über 3000 Erdkröten gezählt. Dabei waren wie üblich zunächst vor allem Männchen unterwegs, am vierten und fünften Tag stieg am 600 Meter langen Zaun dann der Anteil der Weibchen aber plötzlich auf 60 bis 70 Prozent.

Und hier die Aussichten: In der Nacht zu Freitag (24. auf 25.) sollten sich im Norden und Osten die Bedingungen verbessern, denn der Wetterdienst sagt Regen an. In der Nacht zu Samstag sollen die leichten Niederschläge dann bis zur Mitte der Republik vordringen. Am Wochenende und zum Montag wird es nachts noch einmal verbreitet Fröste geben. Es bleibt also spannend.

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13.07. 17:00 Uhr

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