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Die Balz der Blaumänner beginnt

Den Fröschen und Kröten auf der Spur

Infos zu den Laichwanderungen im Winter und Frühjahr 2010


Die Balz der Blaumänner beginnt

Moorfrösche kommen langsam in Stimmung / Immer mehr Erdkröten retour

Moorfrosch

Moorfröschmännchen in voller Pracht.


29. März 2010 – So langsam wird das was. Nach Sichtungen vereinzelter „Blaumänner“ in Nordostniedersachsen wurden am Wochenende auch in Brandenburg erste Moorfroschmännchen im blauen Hochzeitskleid gesichtet. „Nun laichen die Moorfrösche auch bei uns und blubbern was das Zeug hält“, berichtet zum Beispiel Thorsten Schönbrodt aus dem Kreis Märkisch Oderland. „Am Rohrpfuhl in Müncheberg sind es 250 rufende Männchen und an einigen Gewässern in Eggersdorf weitere rund 300.“ Die Tiere färben sich jeweils nur für wenige Tage von braun in knallblau um. Wer Moorfrösche in Ausflugsnähe weiß, sollte deshalb die Balz der Blaumänner fest in sein Programm für den Osterspaziergang einplanen.

Während also die Moorfrösche in Stimmung kommen, begeben sich an immer mehr Orten die Erdkröten bereits wieder auf den Weg in die Sommerquartiere. Mancherorts werden Rückwanderer neben der Ebene nun auch schon in den mittleren Höhenlagen gesichtet. „Seit Donnerstag (25.) wandern die ersten Kröten am „Großen See“ an der B47 zwischen den Michelstädter Ortsteilen Steinbach und Rehbach wieder ab“, meldet zum Beispiel Gerhard Germann vom NABU Odenwaldkreis in Südhessen. Einige Kilometer nördlich an der L 3099 bei Ober-Ramstadt hat laut Franz Enders vom NABU-Kreisverband Darmstadt ebenfalls die Rückwanderung eingesetzt.

Baustelle Krötentunnel

Feste Leitanlagen mit Untertunnelung entlasten nicht nur die Amphibienschützer, sie sorgen auch für einen gefahrlosen Rückweg der Tiere. „An der B 460 am Marbachstausee wird zur Zeit durch das Amt für Straßen- und Verkehrswesen eine Leitanlage auf zwei mal 400 Metern errichtet. Es hat lange gedauert, nun ist es endlich so weit“, freut sich Gerhard Germann vom NABU Odenwaldkreis.

Ähnlich sieht es im Siegerland (NRW) aus. „Bei uns in Siegen sind Samstag früh die ersten rückwandernden Krötenfrauen entdeckt worden. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen Gegenverkehr herrschen wird“, so Marion Haas vom „Amphibienschutz Leimbachtal“. „Während der gesamten vergangenen Woche wurden von uns auf der Hinwanderung tägliche Fundergebnisse im vierstelligen Bereich verzeichnet.“

Noch ein Stückchen weiter ist man am Galgenberg nahe dem Kamener Kreuz. „Unsere Wanderung ist für dieses Jahr wohl gelaufen. Seit dem 27. haben wir starke Rückwanderung zu verzeichnen. Im Teich befinden sich nur noch vereinzelte junge Männchen. Wir werden wohl zu Ostern die Sperre aufheben und die Schutzaktion beenden können“, meinen Elisabeth und Wolfgang Postler vom NABU Unna. Auch an der Nahe haben sich die Rückwanderungen verstärkt. „Nachdem am Freitag wesentlich mehr rückwandernde Amphibien am Schutzzaun erschienen, wurden in Monzingen und in Auen die Zäune geöffnet“, berichtet Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim.

Ein abschließender Blick nach Bayern zeigt jedoch, dass in den raueren Gegenden die Hinwanderung weiter auf Hochtouren läuft oder sogar erst begonnen hat. „Wir haben am 22. März den Schutzzaun aufgebaut und bis heute 330 Kröten sicher über die Straße bringen können. Die nächsten Tage werden sicher noch weiter ertragreich sein“, meint zum Beispiel Monika Habermann von den Sonnenwaldwanderfreunden Oblfing im niederbayrischen Kreis Deggendorf. In Katzenbach im Landkreis Regen waren vor dem 26. März nur einzelne Tiere zu sehen. Am Samstag zogen die Wanderungen erstmals an und es konnten laut Rosmarie Wagenstaller von der LBV-Kreisgruppe Regen immerhin 100 Erdkröten eingesammelt werden.

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Bundesweit anhaltend starker Krötenverkehr

Erste Amphibien sind im Westen bereits auf dem Rückweg / Es wird kühler und feucht

Erdkrötenpaar

Erdkrötenpaar am Kamener Galgenberg.


26. März 2010 – Die sonnigen Frühlingstage mit Temperaturen über 20 Grad Celsius sind erst einmal vorbei. Von Westen brachte ein Tiefdruckgebiet bereits am Freitag deutliche Abkühlung, dazu Regen und kräftige Winde. Nur im Osten war es noch sonnig und warm, das wird sich zum Wochenende und weit in die kommende Woche hinein aber ändern.

Für die Amphibienwanderungen muss diese Entwicklung nicht von Nachteil sein. Es bleibt nachts mit Ausnahme der Höhenlagen weiter frostfrei und die Feuchtigkeit kommt den Tieren entgegen. Es ist deshalb auch am Wochenende mit weiter teils starken Wanderungen zu rechnen. Dabei setzt im Süden und Westen in den Tallagen schon Rückreiseverkehr ein. Entlang von Rhein, Neckar, Saar, Nahe und Ruhr notieren die Amphibienschützer erste Erdkröten, die nach erfolgtem Laichgeschäft die Gewässer verlassen und ihre Sommerlebensräume aufsuchen.

In den Flusstälern und im norddeutschen Tiefland sind die Wanderungen weit fortgeschritten. Ohne schützende Wolkendecke waren die sternenklaren Nächte in der ersten Wochenhälfte regional allerdings recht kühl, so dass die Wanderungen deutlich abnahmen. Seit Wochenmitte steigen die registrierten Zahlen auch im Norden und Osten an, einschließlich der MiIttelgebirge.

Hier eine Auswahl örtlicher Meldungen, grob sortiert von Süd nach Nord und von West nach Ost:

Baden-Württemberg

  • In Gerstetten auf der östlichen Schwäbischen Alb (Kreis Heidenheim) begann laut Steffi Krause die Wanderung am letzten Samstag (20) mit rund einem Viertel der zu erwartenden Erdkröten. „Abgelaicht haben sie aber noch nicht.“
  • Im Naturpark Stromberg-Heuchelberg kommt laut Daniel Bauer im lllinger Ortsteil Schützingen (Enzkreis) „der größte Teil der Erdkröten bereits wieder zurück. Deshalb werden heute Nacht die Zäune schon wieder abgebaut.
  • An der Tongrube in Rot am See-Reubach (Kreis Schwäbisch Hall) wurden am Donnerstag 365 Erdkröten gezählt „Das ist unser bisheriger Rekord für einen Abend“, freut sich Iris Mühlberger vom örtlichen NABU. „Der Zaun ist ja nur 150 Meter lang.“
  • Im Raum Heilbronn haben erste Erdkröten in der Nacht zu Donnerstag mit der Laichabgabe begonnen. Am Donnerstagabend traten dann erste Erdkrötenweibchen den Rückzug in die Sommerquartiere an, vereinzelt konnten auch Männchen auf dem Rückweg beobachtet werden. „Wir können also davon ausgehen, dass in Höhenlagen unter 300 Metern die Wanderperiode der früh laichenden Arten bis Ostermontag abgeschlossen sein wird“, meint Wolfgang Hellwig vom NABU Heilbronn.
  • Im Schwarzbachtal (Rhein-Neckar-Kreis) traten die ersten Kröten in der zweiten Märzwoche auf, die Hochphase begann aber wie fast überall erst am vergangenen Wochenende. „Da kamen gleich 200 Kröten zusammen“, freut sich Doris Banspach von den Naturfreunden Schwarzbachtal. „Normalerweise haben wir über die gesamte Saison zwischen 300 und 400.“ Inzwischen sind auch die ersten Rückwanderer zu sehen. Nachdem im Vorjahr bei Baggerarbeiten an einem Angelsportteich ein großer Teil des Laiches zerstört worden war, sorgte die Untere Naturschutzbehörde dafür, dass eine neue Flachwasserzone eingerichtet wurde. „Leider haben die Kröten aber nun auch einige hundert Meter vom Zaun entfernt eine neue Straßenüberquerung begonnen. Dort sind letztes Wochenende sehr viele Kröten durch Autos ums Leben gekommen.“
Hessen und Rheinland-Pfalz
  • Am Zaun unterhalb des Burgbergs im nordwesthessischen Mellnau (Kreis Marburg-Biedenkopf) haben die Aktiven des NABU Wetter laut Otto Niedziella bisher 666 Erdkröten eingesammelt. Der Zaun befindet sich auf rund 260 Metern Höhe.
  • „Am Alten Steinbruch bei Monzingen können wir seit Montag die Sache entspannter angehen“, meldet Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim, „denn der Schutzzaun wurde nun endlich aufgebaut. Allerdinges gingen die Amphibien die Wanderung ruhiger an, was durch die trocken-kühlen Nächte mit Bodenfrost zu erklären ist.“ Am Donnerstag nahmen die Wanderungen aber auch dort Fahrt auf. Ein Team des SWR-Fernsehens filmte dabei die Aktiven des NABU samt den Kindern der Naturschutz-AG des Emanuel-Felke-Gymnasiums „Der Beitrag des SWR wird in den Spätnachrichten ausgestrahlt (RLP Aktuell), wahrscheinlich am Freitag (26.) um 21.45 Uhr“, so Karl-Heinz Fuldner. An der nahe gelegenen Willigis-Kapelle zu Auen konnten über 250 Amphibien (Erdkröten und Bergmolche) sicher am Weiher ausgesetzt werden. An beiden Zäunen saßen gegen 21 Uhr erste Rückwanderer auf der Straße oder vor dem Zaun, bei Monzingen waren es sechs Krötenweibchen, die ihr Laichgeschäft im Steinbruchweiher schon verrichtet hatten und wieder unterwegs waren in ihr Sommerquartier.
Nordrhein-Westfalen
  • Am Kamener Galgenberg notierten Elisabeth und Wolfgang Postler vom NABU Unna am Mittwoch die ersten „leeren“ Weibchen und einige Männchen auf der Rückwanderung. „Wir haben schon reichlich Laichschnüre im Teich, und meinen dass die Rückwanderung genauso schnell vonstattengeht wie die Hinwanderung.“ Auch Bernd Schröder notiert unweit davon an der Südostseite des Kamener Kreuzes seit „seit Dienstag die ersten einzelnen Rückwanderer“, ab Mittwoch sogar schon in größerer Zahl. Hinwanderer dagegen sind nur noch vereinzelt unterwegs.
  • In Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis) fand die Hauptwanderung der Erdkröten vom 18. bis 22.März statt. „In dieser Woche war bereits eine starke Rückwanderung zu verzeichnen, was ich sehr ungewöhnlich finde. Sonst lassen sich unsere Freunde mehr Zeit am Laichgewässer“, meint Grünflächenamtsleiter Ralf Cholewa.
  • Auch in Bottrop ist die Hinwanderung laut Ulrich Kollath „so gut wie abgeschlossen“. „Insgesamt sind mehr Tiere als in den Vorjahren gesammelt worden.“
Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt
  • In Mittelgebirgslagen Thüringens hat die Wanderung laut Klaus Götze erst Mitte der Woche richtig begonnen. im Saale-Holzland-Kreis wandern derzeit vor allem Grasfrösche und Erdkröten.
  • Im Meißner Land haben sich die ersten Kröten auf den Weg gemacht, laut Thomas Forbriger hat die kurze Wärmeperiode aber für Massenwanderungen noch nicht ausgereicht.
  • Im nördlichen Sachsen-Anhalt wandern an der Elbe die Amphibien seit dem vergangenen Wochenende intensiv. Unterwegs sind laut Peter Neuhäuser vom NABU Stendal Gras- und Moorfrösche, Erdkröten und Teichmolche.
Niedersachsen
  • In Eberhausen bei Göttingen sind die Wanderungen zwar in vollem Gange, wurden aber durch die zwischenzeitlich kühleren Nächte gedämpft. Walter Peters vom NABU Dransfeld rechnet „am Wochenende und in der kommenden Woche durch einsetzende Niederschläge mit dem zweiten Wanderungsschub“.
  • Im Vorharz bei Goslar ist die Hinwanderung nach Angaben von Ulrike Reiß noch im vollen Gange. „Am Donnerstag wurden an der Strecke rund 250 Amphibien – Erdkröten, Teich- und Bergmolche – aus den Eimern gesammelt. Auch sind viele Doppeldecker dabei. Rückwanderer wurden noch nicht gesichtet.“
  • Im vom NABU-Kreisverband Bremervörde-Zeven betreuten Elbe-Weser-Dreieck setzen die Wanderungsaktivitäten am letzten Wochenende schlagartig ein. „Glücklicherweise waren unsere Aktiven clever genug, die die Zäune bereits ab 13. März aufzubauen“, freut sich Uwe Baumert. „So konnten bisher über 3.000 Amphibien über die Straßen getragen werden; überwiegend Erdkröten, aber auch 649 Moorfrösche und 268 Grasfrösche sowie Teichfrösche und Teichmolche.“
  • In Cuxhaven-Altenwalde ist die Krötenwanderung im vollen Gange. „Wir rechnen weiter noch mit reichlich Kröten, da wir die Hälfte des Vorjahresergebnis gerade erst erreicht haben“, meint Gerhard Nintzel.
  • In Bad Bevensen/Oetzendorf (Kreis Uelzen) „rennt es seit dem vergangenen Wochenende richtig“. „Alleine am Samstag und Sonntag hatten wir über 3000 Lurche, sodass wir schon bei 5000 Tieren liegen – dies ist mehr als unser über 20-jähriger Durchschnittswert“, berichtet Siegfried Tippel vom BUND Bad Bevnsen.
  • „Von Rückwanderung kann im äußeren Nordosten Niedersachsens noch keine Rede sein“, stellt Christian Fischer fest, der als Amphibien-Gutachter derzeit die Lage in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Uelzen beobachtet. „Momentan sitzen hier die Fortpflanzungsgewässer ‚voll‘ mit laichwilligen Amphibien. Ein paar haben auch schon angefangen zu laichen, die allermeisten scheinen sich nach den Strapazen der Anwanderung aber erst noch ein wenig zu sammeln. Durch den unvermittelten und relativ späten Wanderstart um den 18. März ist es allerdings zur beinahe gleichzeitigen Migration aller Lurcharten gekommen. Auch Knoblauchkröten, Teichfrösche und einige Laubfrösche saßen abends schon mit den typischen Frühwanderern wie Molchen, Braunfröschen und Erdkröten gemeinsam auf den nassen Straßen. Das erste Wander-Wochenende hat mit dem milden Regenwetter auch mengenmäßig sofort einen Riesenschub gebracht. Danach wurde es wegen Trockenheit deutlich ruhiger. Inzwischen dürften hier, gemessen an früheren Zahlen, vielleicht zwei Drittel der Lurche angewandert sein, bei Molchen schon ein höherer Prozentsatz. Wenn es an diesem Wochenende mal wieder regnet, wird sich wohl der mehr oder weniger große Rest in Richtung Laichgewässer in Bewegung setzen, selbst wenn es dabei ein wenig kühler wird. Heute hat mir Dorothee Helm vom NABU Lüchow-Dannenberg von ersten ‚blauen, blubbernden Moorfröschen‘ und zugehörigem Laich bei Kapern berichtet.“
Brandenburg und Berlin
  • Im Naturpark Hoher Fläming hat die Amphibienwanderung ebenfalls am vergangenen Wochenende eingesetzt, „obwohl die Laichgewässer teilweise noch mit Eis bedeckt und der Boden stellenweise noch gefroren war“, wie Katrin Mielsch von der Naturwacht berichtet. „An einigen Standorten waren bisher nur wenige Tiere angekommen, jedoch waren an der B 107 zwischen Buckau und Rottstock (bei Ziesar) schon um die 2.000 Grasfrösche unterwegs, die Erdkröten kommen noch. Hier ist unser größter Brennpunkt und wir hoffen auf die baldige Realisierung des geplanten Krötentunnels. Ohne den tollen Einsatz der ehrenamtlichen Zaunbetreuer, die bis zu knapp 15.000 Tiere jedes Jahr retten, wären wir aufgeschmissen.“ Aber auch in Medewitzerhütten hatten wir am vergangenen Samstag schon über 700 Erdkröten, dazu noch Teichmolche, Kammmolche und einige Moorfrösche. In Jeserig bei Wiesenburg wurden sogar schon die ersten Kreuzkröten gesichtet. Wir erwarten nun bei einsetzendem Regen und Gewittern die ‚Nacht der Nächte‘. Insgesamt haben wir 7,5 Kilometer Zäune an rund 20 Standorten gestellt und arbeiten mit über 30 Zaunbetreuern zusammen.“
  • In Berlin waren sofort mit dem späten Winterende alle Arten auf den Beinen. „Seit dem 18. März ist auch unser Berliner Zaun fängig. Am 19. März waren sofort die ersten Teichmolche im Fangeimer, im Süden Berlins bereits am 12. März“, berichtet Jens Scharon vom NABU Berlin. „Am 20. März war dann das gesamte Artenspektrum Teichmolch, Teichfrosch. Moor- und Grasfrosch, Erdkröte und Knoblauchkröte im Fangeimer.“
  • Im Kreis Märkisch Oderland waren in den recht frischen Nächten zu Wochenbegin wenige Tiere unterwegs. „Aber man kennt ja so seine Ecken und findet auch noch was“, meint Thorsten Schönbrodt vom NABU Müncheberg. „Man hat zum Beispiel Zeit Tiere zu befreien. Es lohnt sich, Schächte, Gruben und Gullys abzuklappern. In einem kleinen versickerungsschacht an einer Treppe fanden sich zum Beispiel eine große Zahl Teichmolche – von alleine wären die da lebend nicht mehr herausgekommen. An einer weiteren Stelle saßen sogar Rotbauchunken in einem Treppen-Versickerungsloch.“ Auch hier im äußersten Osten nehmen die Wanderungen aber inzwischen wieder Fahrt auf: „Wenn es nun am Wochenende regnet, wird wohl der ganze Ruck auf einmal kommen.“
Schleswig-Holstein
  • In Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) laufen am Hegesee die Erdkröten, „am Donnertag waren es rund 200 lebende und 50 Tote“, so Trudel Borck vom NABU Mölln. „Der Stadtforst hat einen Zaun aufstellen lassen, der morgens von Mitarbeitern des Wildparks und abends von uns NABU-Leuten betreut wird. Wir wollen erreichen, dass der entsprechende Abschnitt für den Verkehr während der Wanderungszeit gesperrt wird.“

Mildes Nieselwetter bringt volle Eimer

Frösche und Kröten bundesweit auf der Wanderschaft / Hauptwanderung im Westen


22. März 2010 – Wie prognostiziert, hat das milde und in weiten Teilen regennasse Wetter am Wochenende die Amphibien zu Tausenden aus den Winterquartieren gelockt. Noch liegt der Schwerpunkt im Süden und Westen, aber auch im Nordosten ist Bewegung. „Am Samstag war es bei uns im Kreis Märkisch Oderland endlich so weit. Wir hatten ordentlich zu tun, die Tiere lebend von den Straßen zu kriegen“, berichtet zum Beispiel Thorsten Schönbrodt vom NABU Müncheberg. „Unterwegs waren Erdkröten, Moorfrösche, Teichfrösche, Teich- und Kammmolche sowie bereits 70 Knoblauchkröten.“

Hier eine Auswahl von Meldungen, grob sortiert von Süd nach Nord:

„Von heute auf morgen von null auf hundert“, beschreibt Stephan Kröpfl vom Bund Naturschutz (NB) Kelheim die Entwicklung im östlichen Bayern. „Am Samstag hatten wir in Sandharlanden die ersten vier Erdkröten in den Eimern. Am Sonntag waren es bereits 120.“

Grasfroschpaar in Düren

Grasfroschpaar in Düren

„In der Nacht zum heutigen Montag wurden in Flein allein über 500 Erdkröten zum Laichgewässer getragen. Noch immer ist der Anteil der männlichen Kröten hoch, die weiblichen Erdkröten fehlen also noch und sind in den kommenden Nächten zu erwarten“, meldet Wolfgang Hellwig vom NABU Heilbronn. „Es gehen leider aber auch viele Berichte und Meldungen ein, die zeigen, dass in unserem dichten Straßennetz an vielen Stellen Kröten und Frösche Opfer des Straßenverkehrs geworden sind. An vielen Straßenabschnitten und Feldwegen wurden keine Hinweise oder Beschränkungen installiert weil dort stattfindende Querungen durch Amphibien bisher unbekannt waren.“

Am Ortsrand von Wald-Amorbach im Kreis Darmstadt-Dieburg ist die Hauptwanderung ebenfalls in vollem Gange. „Am Freitagabend hatten wir über 400 Erdkröten in den Eimern, Samstagfrüh 620“, berichtet Carl Ahrens vom örtlichen NABU. „Wir gehen davon aus, dass rund die Hälfte der Tiere schon durch ist. Bis Dienstag erwarten wir nochmal einen Schub, dann wird wohl zum Wochenende die Wanderung ausklingen.“

„Was für ein Wochenende für Amphibienfreunde!“, meint Rainer Pietsch vom NABU Wiesbaden. „Warme Temperaturen, dann noch Regen – und das in der zweiten Märzhälfte, das ist Krötenwanderung mit Ansage. Fast 700 Erdkröten waren in den Eimern“ „Wer nicht gerade mit dem Krötensammeln dran war, konnte sich bei uns am Wochenende auf die Suche nach Grasfröschen machen“, so Rainer Pietsch weiter. „Sie bevorzugen kleine Tümpel und sind nicht so auf ein Laichgewässer festgelegt wie die Erdkröten. Sie suchen auch gerne kleine Pfützen mitten im Wald auf, da hier normalerweise wenige Fressfeinde vorkommen. Das Laichgeschehen dauert bei den Grasfröschen nur zwei bis drei Tage, aber mit etwas Glück konnte man sie genau an diesem Wochenende beobachten. Etwas Glück heißt: man muss sich ganz vorsichtig anschleichen, sonst sind sie alle abgetaucht und kommen so schnell nicht wieder raus.“

Feuersalamander Diana

Feuersalamander lassen sich anhand ihres Fleckenmusters individuell erkennen. Dieses bei Auen an der Nahe gesichtete Tier wurde unter dem Namen Diana neu registriert.

Mancherorts kam das gute Krötenwetter aber wohl doch überraschend. „Als wir am Wochenende zum Schutzzaun am Alten Steinbruch bei Monzingen kamen, wartete gleich eine Überraschung auf uns: Der Schutzzaun war von der Straßenmeisterei noch gar nicht aufgebaut, obwohl wir schon vor drei Wochen für die Straßenmeisterei die Zaunfurche gezogen hatten“, berichtet Karl-Heinz Fuldner vom NABU Bad Sobernheim an der Nahe. „Auf der Straße lagen schon die ersten überfahrenen Tiere, und wir mussten rasch die ein Kilometer lange Sammelstrecke ablaufen, um den Schaden und das Leid der Kröten in Grenzen zu halten. Am Freitag konnten 30 Amphibien nur tot oder schwer verletzt geborgen werden. Zum Glück kamen am Samstag und Sonntag viele Kinder verschiedener Schulen in Begleitung ihrer Eltern, so dass wir die Zahl der überfahrenen Erdkröten reduzieren und wesentlich mehr Tiere lebend am Laichgewässer aussetzen konnten, aber dabei um die Gesundheit der kleinen Helfer noch besorgter waren, die natürlich jedes Tier auf der Fahrbahn vor den Autorädern retten wollten. Obwohl es dort kein Tempolimit gibt, verhielten sich die meisten Automobilisten jedoch vernünftig und drosselten ihr Tempo, wenn sie die vielen Helfer mit ihren Lampen und Warnwesten bemerkten.“ Insgesamt wurden 320 Erdkröten, eine Fadenmolch und ein Feuersalamander lebend über die Landstraße gebracht.

„Die Lage an unserem vier Kilometer entfernten Schutzzaun an der Willigis-Kapelle bei Auen war glücklicher Weise wesentlich entspannter“ so Fuldner weiter, „denn hier hatte die Straßenmeisterei unseren Zaun am Freitag aufgebaut. Über 700 Erdkröten, 30 Grasfrösche und 20 Berg-, Teich und Fadenmolche wurden von Ralf Scheuermeyer wohlbehalten am Weiher ausgesetzt. Zu unserer Freude zeigte sich auch ein Feuersalamanderweibchen am Wasserbecken an der Kapelle, im Wasser konnten zahlreiche Salamanderlarven beobachtet werden.“


Noch ein Stück weiter sind die Wanderungen am Niederrhein. „Bei uns in ist die Amphibienwanderung am Wochenende auf dem Höhepunkt angekommen. Bereits am Freitag hatten wir in Müddersheim über 673 Erdkröten in den Eimern. Am Schutzzaun am Merkener Busch waren es heute über 4.200 Tiere, davon 1.946 Erdkröten, 2.212 Teichmolche sowie gut hundert Exemplare von Bergmolch, Grasfrosch und dem Grünfroschkomplex“, berichtet Achim Schumacher vom NABU Düren. „Die Springfrösche scheinen schon komplett durch zu sein. Dies wird deutlich durch die vielen Laichballenfunde in der letzten Woche. Die Tiere haben nur auf die jetzigen Wetterbedingungen gewartet und stürmen nun los. Dies wird auch deutlich an den bereits verpaarten Erdkröten, die bereits den Großteil der heutigen Sammlung ausmachten. Die Weibchen sind also auch unterwegs.“

„Wir hatten ein Super-Wochenende“, freuen sich auch Elisabeth und Wolfgang Postler vom NABU Unna. Am Galgenberg nahe dem Kamener Autobahnkreuz „hatten es die Amphibien nach dem langen Winter eilig. Innerhalb von vier Tagen haben wir mit 1.800 Kröten die Vorjahreszahl leicht überschritten. Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht.“

Am Wochenende geht es rund

Amphibienwanderungen nehmen täglich zu / Ideales Wetter für Frösche und Kröten

Rotbauchunke verlässt Winterquartier

Selbst die vorsichtigen Rotbauchunken - hier im Kreis Märkisch Oderland - wagen sich jetzt aus den Winterquartieren.


18. März 2010 – In diesem Jahr kommt der Frühling nicht per Überfallkommando, sondern Stück für Stück. Inzwischen herrschen im Flachland bundesweit milde Temperaturen und mit der aufkommenden wechselhaft-feuchten Witterung werden wir zum Wochenende ideales Krötenwanderwetter haben.

„Geht es jetzt endlich los? Erwartungsvoll gingen wir am Mittwochabend bei plus zehn Grad und trocken Wetter zum Kamener Galgenberg. Auch zwei Kinder fanden sich ein um nach den Kröten zu sehen“, berichten Elisabeth und Wolfgang Postler. „Mit 64 Kröten und 17 Molchen war zwar nicht die Masse unterwegs, aber der Anfang ist gemacht und die Kinder waren begeistert. Wir hoffen dass jetzt der Knoten geplatzt ist und die Wanderung voll einsetzt.“

Die ersten Erdkröten am Kamener Galgenberg

Die ersten Erdkröten am Kamener Galgenberg.

Meldungen über den Wanderungsbeginn liegen nicht nur aus dem Westen, sondern auch aus vielen anderen Regionen vor. In Hamburg waren erste Tiere ebenso unterwegs wie im sächsischen Torgau an der Elbe. „Wandernde und leider auch erste überfahrene Kammmolche“ berichtet Dieter Selter von der NABU-Naturschutzstation Biberhof Torgau. In der Bundeshauptstadt waren laut Reiner Grube vom Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin an der Havelchaussee am 13. März die ersten Teichmolche in den Eimern und am 18. dann die ersten Erdkröten. Einige Kilometer weiter östlich im Kreis Märkisch Oderland notiert Thorsten Schönbrodt „vereinzelte Teich- und Kammmolche – aber noch nicht die große Wanderaktivität, da bei Winterquartieren in Gehölzflächen der Boden teils noch gefroren ist“.

Endlich: Der Frühling kommt mit Macht

Die Hauptwanderung der Amphibien steht unmittelbar bevor

Grasfrosch

„Am Sonntag war noch Fehlanzeige, am Montag sind dann bei plus sechs Grad Celsius und leichtem Regen die ersten Grasfrösche und auch schon Kröten gewandert“, schreibt Rainer Pietsch vom NABU Wiesbaden zu diesem Grasfroschbild.


15. März 2010 – Noch ist nicht viel davon zu spüren, doch langsam hält der Frühling endlich Einzug. So hat in Zetel (Kreis Friesland) in der Nacht zu Sonntag (14.) die Krötenwanderung eingesetzt. „Bei Temperaturen von fünf Grad Celsius und leichtem Nieselregen warteten die ersten vier Männchen mit ihren Rufen auf uns“, berichtet Wolfgang Andrée. Auch im mittelhessischen Niederwalgern (Kreis Marburg-Biedenkopf) setzte nach drei Wochen Pause die Wanderung wieder ein. „Gut 50 Teichmolche“ zählte Stefan Wagner dort.

Das alles ist noch „Kleinvieh“, aber bis zum Wochenende ist nun Tag für Tag mit deutlichen Wanderzunahmen zu rechnen. Laut Deutschem Wetterdienst werden die Tageshöchstwerte am Donnerstag und Freitag an Rhein und Nahe Richtung 20-Grad-Marke ansteigen, zweistellige Werte sind auch im Rest der Republik zu erwarten. Dabei ist es ab Donnerstag insgesamt recht wechselhaft mit örtlichen Schauern und damit ideales Amphibienwetter.

Für Kröten und Frösche noch wichtiger: Ab der Nacht zu Donnerstag (17. auf 18.) gibt es nur noch im Bergland Frost. In der Nacht zu Freitag (19.) klettern die Tiefsttemperaturen im Westen auf plus neun Grad Celsius an, in den Folgenächten wird es wieder etwas kühler. Im Westen ist daher bereits mit der Hauptwanderung zu rechnen und auch in den anderen Regionen werden die Wanderungen auf breiter Front einsetzen. Also: Krötenschützer und Autofahrer bitte aufpassen!

Neue Hoffnung für fortpflanzungswillige Lurche

Vorhersage: Frostfreie Nächte in Küstennähe und in den Flusstälern

Erdkröten im Laub

Wann geht es denn nun los?


12. März 2010 – Schade, dass unsere Lurche nicht fliegen können. Während am Boden in weiten Teilen der Republik Nachtfröste herrschen, ist es zumindest in Norddeutschland in den oberen Luftschichten deutlich wärmer. Inversionswetterlage nennen die Wetterkundler es, wenn die normale Temperaturschichtung sich umkehrt. So wurden heute früh in Bremen in Bodennähe minus drei Grad Celsius gemessen, über der Wolkendecke in 2000 Metern Höhe waren es mollige fünf Grad plus. Aber da Kröten und Frösche nun mal keine Flügel haben, mussten sie auch vergangene Nacht weiter in ihren Winterverstecken ausharren.

Für die kommenden Tage sind nur leichte Temperaturänderungen in Sicht. Das führt immerhin in den Flussniederungen Westdeutschlands und in Küstennähe zu weitgehend frostfreien Nächten. Für die unter anderem von den Tageslichtlängen gesteuerten Erdkröten könnte dies nun Mitte März ausreichen, um die Wanderung aufzunehmen. Das Ausmaß lässt sich derzeit nicht vorhersagen, umso spannender wird es sein, was die Amphibienschützer vom Geschehen vor Ort melden.

Eine belastbare Vorhersage in die kommende Woche hinein wagen die Meteorologen noch nicht. Die verschiedenen Wettermodelle machen jedoch Hoffnung, dass es ab Mittwoch (17.) deutlich milder wird. Danach herrscht wieder Uneinigkeit. Eine Verstärkung mit zum Wochenende (20./21.) tagsüber stabil zweistelligen Plusgraden ist ebenso denkbar wie eine „Blockade“ durch ein Hoch über den Britischen Inseln, die zu erneut kühlerem Wetter führen würde.

So lief es im Vorjahr:

Wochenend-Vorhersage: ideales AmphibienwanderwetterDer März macht müde Molche munter

Nach dem langen Winter verlief der Saisonstart zwar etwas schleppend. Doch inzwischen sind Kröten, Frösch und Molche im Flachland überall unterwegs. Am als besonders mild angekündigten kommenden Wochenende ist nun ein erster Wander-Höhepunkt zu erwarten. mehr Mehr

Kröten und Frösche machen Kältepause

Bundesweit Nachtfröste / Erste Springfrösche haben bereits abgelaicht

Kammmolche im Winterquartier

„Diese Kammmolche sind in einem von uns beobachteten Winterquartier schon sehr mobil“, schreibt Thorsten Schönbrodt aus Müncheberg im Kreis Märkisch Oderland. „Bei aktuell um die Null Grad und leichtem Schneefall verharren sie aber erst mal in den Startlöchern.“


3. März 2010 – Nach dem ersten Aufleben der Laichwanderungen im Westen der Republik machen die Amphibien jetzt durchweg kältebedingt Pause. Die milden, stürmischen Atlantiktiefs der letzten Februartage wurden von einer skandinavischen Luftströmung abgelöst, so dass zumindest bis zum Wochenende überall leichte bis mittlere Nachtfröste herrschen. Die Naturschutzgruppen, Kommunen und Straßenmeistereien haben dadurch nun einige Tage Zeit, weitere Schutzzäune aufzubauen.

Bisher konzentrierten sich die Wanderungen ausschließlich auf die Tieflagen des Südens und Westens, also Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie zuletzt auch das westliche Niedersachsen. Neben den bereits gemeldeten Beispielen gab es Beobachtungen unter anderem dem Raum Düren mit Teichmolchen am Merkener Bruch sowie Erdkröten und Springfröschen im Pierer Wald, vom Kamener Galgenberg (Erdkröten, Teich- und Bergmolche), aus Ommersheim und Heckendalheim im Saarpfalz-Kreis (Erdkröten), dem Roßweiher bei Maulbronn im baden-württembergischen Enzkreis (Springfrösche) und aus dem mainfränkischen Karlstein (Erdkröten). Auf einer Rheininsel bei Karlsruhe haben die ersten Springfrösche sogar schon abgelaicht.

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Die ersten Frösche und Kröten sind unterwegs

Im Westen der Republik bereits jetzt ideales Amphibienwanderwetter

Grasfrosch auf Hand

Grasfrösche gehören zu den traditionellen „Frühwanderern“.


23. Februar 2010 – Deutschland taut auf und der immer wieder einsetzende Regen bringt genug Feuchtigkeit, um Frösche, Kröten und Molche zum Wandern zu animieren. Bis zum Wochenende ist daher vor allem entlang des Rheins verbreitet mit die Straßen überquerenden Amphibien zu rechnen.

Erste Meldungen liegen bereits vor. Wie Monika Wachtel von der Biologischen Station Bonn mitteilt, fanden sich am gestern Abend aktivierten Zaun bei Oberkassel sofort „ein aktiver Feuersalamander“ und heute früh drei Erdkrötenmännchen. Am Friesheimer Busch (Rhein-Erft-Kreis) zählte Christian Chmela, ebenfalls Biologische Station Bonn, am Montagabend 70 Springfrösche, von denen allerdings wegen des noch fehlenden Zauns 66 überfahren waren. Im nahe gelegenen Erftstadt tummeln sich sogar schon erste Springfroschmännchen im noch eisigen Laichgewässer.

Überfahrene Erdkröten

Solange noch keine Zäune gestellt sind, kommt ein Großteil der Tiere bei der Straßenüberquerung um.

Erste Erdkröten – wegen noch fehlenden Zauns sämtlich überfahren – wurden zudem an der Kreisstraße 59 im mittelhessischen Niederwalgern (Kreis Marburg-Biedenkopf) festgestellt. Am vom NABU Zweibrücken betreuten Zaun nahe dem Stambacher Weiher (Kreis Südwestpfalz) hat die Wanderung ebenfalls begonnen.

Während es im Norden frostig kalt bleibt, zieht vom Atlantik her ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen über den Süden und in die Mitte der Republik. Der Wetterdienst kündigt vorfrühlingshafte Tagestemperaturen von bis zu 14 Grad Celsius an, auch nachts bleibt es dort frostfrei. Im Tiefland und in den Lagen bis etwa tausend Meter Höhe schwindet die Schneedecke rasch, Gewässer und Böden beginnen aufzutauen, so dass die Amphibien ihre Winterquartiere verlassen können.

Vielerorts sind so früh im Jahr Warnschilder und Krötenzäune noch nicht aktiviert. Der NABU bittet die Autofahrer deshalb um vorsichtige Fahrweise. Neben einigen Molchen werden sich zunächst vor allem die so genannten Braunfroscharten auf den Weg machen, also Gras-, Spring- und Moorfrösche. Der große Massenansturm der Erdkröten wird erst später einsetzen. Der Höhepunkt ist gegen Mitte März zu erwarten.

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Die Datenbank des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetololgie enthält Infos zu Lage, Ausstattung und Fangergebnissen von Schutzzaunstandorten. Schutzzaun-Organisatoren können ihren Zaunstandort selbständig in die Datenbank eingeben und aktualisieren. mehr Mehr

Basisinfo AmphibienschutzanlagenLeiten und abfangen

Straßenbaumaßnahmen, die Lebensräume oder Wanderwege von Amphibien beeinträchtigen, sind immer Eingriffe in die Natur, die nach dem Naturschutzrecht von den Straßenbauern wiedergutgemacht werden müssen - und nicht von den Naturschützern. mehr Mehr

Interview mit Dietrich Hummel zum Verkehrstod der AmphibienTempo 30 für Kröten und Frösche

Wegen ihrer ausgedehnten Wanderungen sind Amphibien vom Straßenverkehr besonders betroffen. Dabei sterben viele Tiere, obwohl sie nicht direkt überfahren werden. Wie Prof. Dietrich Hummel herausfand, ist es der Strömungsdruck der Autos, der die Amphibien tötet. mehr Mehr

Alle heimischen Lurch-Arten im PorträtKröten, Frösche, Molche, Unken, Salamander

Braune Frösche, grüne Frösche und dicke Kröten. Viel weiter reicht die Artenkenntnis der meisten Menschen nicht. Dabei kommen in Deutschland immerhin 20 verschiedene Lurche vor, von Molchen und Salamandern bis zu Unken, Fröschen und Kröten. mehr Mehr

Tipps zur Artbestimmung am AmphibienzaunMolche sicher unterscheiden

Bei den vier heimischen Molcharten haben die Aktiven immer wieder Schwierigkeiten, diese am Zaun schnell und sicher zu bestimmen. Carlo Fuchs von der NABU-Bezirksgruppe Braunschweig hat nun gut nachvollziehbare Unterscheidungsmerkmale zusammengestellt. mehr Mehr

Infos zur Ökologie unserer heimischen AmphibienZwischen Wasser und Land

Das Leben der Amphibien ist eng an Wasser gebunden. Zur Eiablage müssen sie im Frühjahr ihre Laichgewässer aufsuchen. Lediglich der Alpensalamander bringt voll entwickelte Jungtiere zur Welt. Die erste Lebensphase im Wasser verbringen die Amphibien als Larven oder Kaulquappen. mehr Mehr

Erreicht das Amphibiensterben auch Deutschland?Ein Pilz bedroht Kröten und Frösche

Die Haut ist für Amphibien ein besonders wichtiges Organ. Durch sie nehmen sie Flüssigkeit ebenso wie Mineralien auf. Der die Amphibienhaut angreifende Chytridpilz gilt deshalb als Mitverursacher des Amphibiensterbens. Auch in Deutschland wurde der Pilz inzwischen nachgewiesen. mehr Mehr

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Treff Fachgruppe Feldherpetologie
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28.09. 09:00 Uhr

Amphibienschutz-Seminar
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11.10. 20:00 Uhr

Fachgruppentreff Feldherpetologie
15230 Frankfurt (Oder)

05.11. 19:30 Uhr

Amphibienschutz-Vortrag
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24.11. 19:30 Uhr

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