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Forest Stewardship Council (FSC)

FSC

Forest Stewardship Council

FSC

Für Holz und Holzprodukte setzt das FSC-Siegel in ökologischer, sozialer und forstlicher Hinsicht internationale Standards. Vergabe durch den Forest Stewardship Council (FSC) nach zehn weltweit gültigen Prinzipien für eine nachhaltige Waldwirtschaft sowie für Holz verarbeitenden Betriebe (Chain-of-Custody-Zertifizierung). Angepasste Standards auf nationaler Ebene. Hohe Glaubwürdigkeit und sehr empfehlenswert für die Forstwirtschaft.

Entstehung

Der FSC wurde 1993 im Anschluss an den Umweltgipfel von Rio gegründet. Beteiligt waren Vertreter von Umweltorganisationen, der Holzindustrie, der Forstwirtschaft, Organisationen indigener Völker, und Zertifizierungsorganisationen aus 25 Ländern. Vertreter mit unterschiedlichen Interessen am Wald kamen zusammen, um einen Konsens über verantwortungsvolle Waldwirtschaft zu finden, der im Sinne der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit steht.

Grundlagen

Die zehn Prinzipien und 56 Kriterien des FSC International sind weltweit gültig und für jedes FSC-Zertifikat verbindlich. Nationale Arbeitsgruppen definieren auf Grundlage der Prinzipien und Kriterien nationale Indikatoren. Diese regeln die internationalen Vorgaben im Detail und sind den nationalen bzw. regionalen Gegebenheiten angepasst. Nationale FSC-Standards müssen vom FSC International anerkannt werden. Inhaltlicher Rahmen und Struktur der Standards sind vorgegeben, sowie das Verfahren zur Herleitung und Verabschiedung in einem Dreikammersystem (siehe unten). Derzeit sind 36 nationale FSC Arbeitsgruppen und 26 nationale FSC-Standards vom FSC anerkannt.

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Was macht den FSC so besonders?

Das Dreikammersystem – Garant für den gesellschaftlichen Interessenausgleich

FSC gewährleistet die gleichberechtigte Beteiligung von gesellschaftlichen Interessen durch ein Dreikammersystem, in dem Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialinteressen gleiches Stimmgewicht haben. Dieser partizipative Grundgedanke ist die Basis des FSC-Systems und zieht sich durch alle internationalen und nationalen Entscheidungsgremien des FSC (Vollversammlung, Vorstand, Richtlinienausschuss). Im Vorstand des FSC International findet zudem ein Ausgleich zwischen Nord- und Südländern statt.

Transparenz

Grundlage der Zertifizierung ist bei FSC der einzelne Betrieb (andere Zertifizierungssysteme kontrollieren ganze Regionen und diese nur stichprobenartig). Die Ergebnisse der Kontrollen werden nach jedem Audit, also einmal jährlich, in einen Zertifizierungsbericht im Internet veröffentlicht. Teil dieses Berichts sind auch die Beanstandungen und Auflagen, die der Zertifizierer gemacht hat. Die Entwicklung kritischer Punkte in der Waldwirtschaft einzelner Betriebe kann somit öffentlich verfolgt werden.

Einbindung lokaler Akteure

Vor Waldzertifizierungen werden lokale Interessenvertreter von den Zertifizierungsstellen angeschrieben und um Stellungnahmen gebeten. Der Zertifizierer prüft gezielt die vorgebrachten Kritikpunkte und gibt den Kritikern direkte Rückmeldung.

Zusammenfassung

  1. Der FSC ist weltweit einheitlich: Struktur, Zertifizierer, Kontrollverfahren, etc.
  2. Weltweit gelten die gleichen zehn Prinzipien und 56 Kriterien. Diese sind unveränderlicher Teil jedes nationalen FSC-Standards.
  3. Wirtschaftliche, soziale und Umweltinteressen sind gleichberechtigt (Dreikammersystem).
  4. Der FSC ist transparent: Prüfberichte sind öffentlich zugänglich.
  5. Ein FSC-Zertifikat wird nach erfolgreicher Vor-Ort-Prüfung eines Forstbetriebes vergeben und jährlich überprüft.
  6. Bei der Zertifizierung werden lokale Interessen berücksichtig.
  7. Ziel waldbaulicher Planung ist die natürliche Waldgesellschaft.
  8. In Deutschland werden Biozide grundsätzlich nicht eingesetzt.
  9. Holz aus umstrittenen Quellen ist in FSC-Produkten ausgeschlossen.
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