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Biokraftstoffe als Erdöl-Alternative
Biokraftstoffe - eine Alternative zum Erdöl
Anbau von Biomassekulturen muss naturverträglich erfolgen
Es ist notwendig, sich auch im Verkehrsbereich von der nahezu vollständigen Abhängigkeit von Erdölimporten mit all ihren negativen Folgen für die Umwelt zu lösen. Synthetische Biokraftstoffe oder so genannte Biomass-to-Liquid-Kraftstoffe (BtL) könnten außerdem einen Beitrag zur Entschärfung des Klimaproblems leisten. Zur endgültigen Beurteilung stehen allerdings noch Energie- und Klimabilanzen von Anbau- und Produktionsketten aus.
"Die Verkehrsprobleme unserer Zeit sind nicht allein mit alternativen Kraftstoffen zu lösen, wie bei der Diskussion über Biokraftstoffe manchmal der Eindruck erweckt wird", so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Bei der allgemeinen Begeisterung über BtL-Kraftstoffe darf die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Verkehrswende nicht vergessen werden. Auch ein 8-Liter-BtL-Fahrzeug ist weit davon entfernt, nachhaltig zu sein. Die Probleme mit Lärm, Flächenverbrauch und Verkehrsopfern werden durch Biokraftstoffe nicht gelöst, betont der NABU-Präsident: "Wir brauchen eine Doppelstrategie, die einerseits eine deutliche Effizienzsteigerung sowie klimafreundliche Biokraftstoffe und andererseits eine weitere Förderung von Bus, Bahn und Fahrrad verfolgt."
Die Bestrebungen von Politik und Automobilindustrie, Biomasse primär für den Kraftstoffbereich vorzusehen, sieht der NABU jedoch kritisch, solange ein hoher Anteil des Wärmebedarfs weiter durch Heizöl gedeckt wird. Hier muß das gesamte Spektrum berücksichtigt werden, denn im stationären Strom- und Wärmesektor kann pro Energieeinheit mit Biomasse mehr CO2 eingespart werden als im Verkehrsbereich. Zudem muß die Biomasse nach den Grundsätzen einer nachhaltigen Landwirtschaft angebaut werden. "Der Anbau von Biomassekulturen muss naturverträglich und unter den im Bundesnaturschutzgesetz beschrieben Bedingungen der guten fachlichen Praxis erfolgen", sagte Tschimpke. Eine einseitige Ausrichtung auf Raps-Monokulturen zur Biodieselproduktion lehnt der NABU weiterhin ab, da dies mit den Grundsätzen einer naturverträglichen Landwirtschaft nicht vereinbar ist.
Für Rückfragen
Dietmar Oeliger
NABU-Verkehrsexperte
Tel. 0172-920 18 23
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Beitrag aktualisiert am 3. April 2008

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