NABU.de Themen Naturschutz Naturschutz international COP 11 Der NABU in Hyderabad
Der NABU auf der 11. Vertragstaatenkonferenz
Der NABU auf der 11. Vertragstaatenkonferenz
Wie arbeitet der NABU in Hyderabad?
Deutschland hat für den Bestand des Rotmilans eine besondere Verantwortung.
Als Teil einer Beobachterdelegation unseres Dachverbands BirdLife International und gemeinsam mit vielen anderen Umweltverbänden (NGOs) aus aller Welt verfolgt NABU-Experte Konstantin Kreiser die Verhandlungen der Regierungsvertreter. In der zweiten Woche der Konferenz werden NABU-Präsident Olaf Tschimpke und Vizepräsident Thomas Tennhardt in Hyderabad erwartet.
Tag für Tag (und Nacht für Nacht) erinnern die NGO-Vertreter die Regierungen daran, dass die Welt von ihnen erfolgreiche Beschlüsse erwartet. Hierzu nutzen sie ihre Naturschutzexpertise für Positions- und Hintergrundpapiere, präsentieren mögliche Lösungswege und erhöhen den öffentlichen Druck. Sie sprechen mit den anwesenden Medienvertretern, veranstalten kreative Aktionen im Konferenzzentrum oder mobilisieren, wenn nötig, ihre Unterstützern rund um den Globus.
Gleichzeitig ist die COP aber auch ein riesige Börse zum Austausch von Projekten und Initiativen des Naturschutzes. An Ständen und in unzähligen Veranstaltungen („side-events“) präsentieren sich Umweltverbände, Unternehmen, Forschungsinstitute und Behörden. Der NABU und BirdLife tragen zu einer ganzen Reiher solcher side-events bei.
Die politischen Forderungen des NABU an die COP 11
Die Vertragsstaaten auf der COP 11 müssen zum Thema Biokraftstoffe Stellung nehmen.
Auf der COP 11 müssen die Regierungen der Welt an die wegweisenden Beschlüsse der Vorgängerkonferenz im japanischen Nagoya anknüpfen und deren Finanzierung und Umsetzung sicherstellen. Andernfalls droht das Ziel einer Trendwende für die biologische Vielfalt bis 2020 unerreichbar zu werden – mit dramatischen Konsequenzen für Mensch und Umwelt. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen dürfen keine weiteren ökologischen Schulden angehäuft werden. Es ist erwiesen, dass das Nichtstun auch die deutschen Steuerzahler ein Vielfaches dessen kosten würde, was jetzt an Investitionen in das Naturkapital des Planeten nötig wäre.
- Die Vertragstaaten müssen für den Strategischen Plan 2011-2020 Finanzierungsziele beschließen. Darin müssen auch konkrete Zusagen für die Unterstützung armer Länder durch die Industriestaaten enthalten sein. Die EU-Staaten und Deutschland stehen mit in der Verantwortung, ein Scheitern der Konferenz an dieser Frage zu verhindern.
- Bundesregierung und EU müssen das Ende ihrer umweltschädlichen Subventionen in den Bereichen Landwirtschaft und Fischerei zusagen. Die gegenwärtige Position der Bundesregierung zur künftigen EU-Agrarpolitik 2014 bis 2020 widerspricht dem eklatant und muss dringend korrigiert werden. Andernfalls droht die Glaubwürdigkeit Deutschlands und der EU insgesamt in Hyderabad Schaden zu nehmen und den Erfolg der Konferenz zu gefährden.
- Auf der COP 11 muss die erste Tranche von potentiellen Meeresschutzgebieten in internationalen Gewässern verabschiedet werden. Insbesondere muss die Blockade von Hochseeschutzgebieten im Nordostatlantik überwunden werden.
- Die COP 11 muss klar zum Thema Biokraftstoffe Stellung nehmen und Kraftstoffe, die direkt oder durch indirekte Landnutzungsänderungen zu Schäden an Klima und Ökosystemen führen ablehnen. Die EU muss eine Korrektur ihrer diesbezüglichen Politik zusagen.
- In Hyderabad muss ein robustes Set von Indikatoren verabschiedet werden, mit dem Fortschritte beim Erreichen der Einzelziele des Strategischen Plans gemessen werden können.
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Positionspapier des NABU für Hyderabad
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Weitere Informationen
FAQ - Von Biopiraterie bis Zielverfehlung
In der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) wurde das Ziel vereinbart, weltweit das Artensterben zu stoppen. Dazu lassen sich viele Fragen stellen - hier finden sie einige Antworten.
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