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Erste Ergebnisse der Biosicherheitskonferenz

Erste Ergebnisse der Biosicherheitskonferenz

Hartmut Mayer vom ENSSER-Netzwerk berichtet von der MOP aus Nagoya

Kongresszentrum

Konferenzzentrum in Nagoya

Vor der Weltnaturschutzkonferenz zur biologischen Vielfalt findet die MOP 5 im japanischen Nagoya statt. Hartmut Mayer vom ENSSER-Netzwerk (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility) schildert Erlebnisse auf der Teilkonferenz zur biologichen Sicherheit:

„Ich melde mich mit den ersten Ergebnissen der Konferenz zur biologischen Sicherheit in Nagoya, die vom 7. bis 9. Oktober vor der COP 10 stattfand. Einige der Teilnehmer waren auch noch diese Woche (11.-15. Oktober) in Nagoya und haben an den Verhandlungen des Cartagena-Biosicherheits-Protokolls teilgenommen und in zwei Nebenveranstaltungen die internationalen Delegierten über die Themen und Ergebnisse der Konferenz informiert.

Alle Beiträge in englisch und japanisch

Das Interesse an der Tagung und des anschließenden "citizen forum" war gut. Es wurde unter Anwesenheit von 5 Journalisten und 2 Fernsehsendern vom hauptverantwortlichen Sekretär der CBD, Ahmed Djoghlaf, sowie vom "Senior Councillor to the
Ministry of the Environment", Daizaburo Kuroda, eröffnet. Herr Kuroda ist für die Organisation der MOP5 und COP10 zuständig. Die Anwesendheit dieser beiden hochrangigen Vertreter der MOP- und COP-Verhandlungen konnte durch den Einsatz von Professor Hayashi von der Nagoya Universität sichergestellt werden.

Keine Gegenschüsse von Biotechnologie-Vertretern

Die Konferenz präsentierte hochkarätige Vorträge, die wissenschaftlichen Daten und Schlussfolgerungen wurden nicht durch die ebenfalls anwesenden Vertreter der Biotechnologieindustrie und -forschung in Frage gestellt. Die gleiche Situation bot sich in den zwei Nebenveranstaltungen (side events) während der MOP 5, bei denen ebenfalls keine substantiellen Gegenpositionen präsentiert werden konnten.

Wir werden einen umfassenden Bericht verfassen, der sich auch mit den massiven Angriffen von Vertretern der Biotechnologieindustrie und -forschung auf die Nagoya Universität im Vorfeld der Veranstaltungen befassen wird. Die Verbreiteten Missinformationen über den Charakter der Veranstaltungen und den Inhalt der Präsentationen führten dazu, dass sich die Nagoya Universität kurzfristig als offizieller Organisator zurückgezogen hat. Professor Hayashi konnte aber sicherstellen, dass die Räume und weitere technische Unterstützung weiterhin zur Verfügung gestellt wurden. Trotz dieser sehr unerfreulichen Begleitumstände konnten beide Veranstaltung ihr Ziel erreichen, wie uns von etlichen Anwesenden Wissenschaftlern und anderen Teilnehmern bestätigt wurde.

Ich möchte mich im Namen aller Organisatoren, natürlich einschließlich Professor Hayashi, für ihre Unterstützung bedanken!

Mit besten Grüßen, Hartmut Meyer"

Download

Konferenzergebnisse zur Verständnisförderung über biologische Sicherheit (PDF, eng.)
Hintergrundpapier zu den Forderungen von ENSSER (PDF, eng.)

Das Nagoya-Tagebuch

Durchbruch in letzter Minute / Erleichterung und stehender Applaus

Durchbruch in letzter Minute / Erleichterung und stehender Applaus

Zuerst macht die Nachricht die Runde, das Peru als letztes Land dem Protokoll über den Nutzungsausgleich für biologische Rohstoffe (ABS) zugestimmt hat. Um halb zwei Uhr in der Nacht geht es plötzlich ganz schnell: Der Vorschlag von Bolivien wird angenommen, und dann das ganze Paket von allen 193 Vertragstaaten verabschiedet. NAGOYA IST EIN ERFOLG – es stand lange auf der Kippe. Im Saal gibt es stehenden Applaus. mehr Mehr

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