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Zu viel Lärm auf dem Meer

Zu viel Lärm auf dem Meer

Verbände fordern mehr Lärmschutz beim Ausbau der Offshore-Windkraft

Offshore-Windrad

30. September 2011 - Die Offshore-Windkraft ist ein wichtiges Element bei der Erzeugung regenerativer Energien und kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gleichwohl bringt der Ausbau der Offshore-Windenergie ernst zu nehmende Risiken für die Meeresnatur mit sich. Insbesondere gilt das für die erforderlichen Baumaßnahmen. Darüber hinaus müssen aber auch andere mögliche Konflikte wie Vogelschlag, Lebensraumverluste und -zerschneidung oder die steigende Gefahr von Schiffskollisionen berücksichtigt werden.

Seit Jahren warnen Wissenschaftler und Naturschützer vor den negativen Auswirkungen von Unterwasserschall beim Bau von Windenergieanlagen im Meer. Beim Einsatz der großen hydraulischen Rammen zur Verankerung der Fundamente können lärmempfindliche Meerestiere wie der auch in Nord- und Ostsee heimische Schweinswal verletzt oder gar getötet werden.

Durch den Atomausstieg und die damit eingeleitete Energiewende ist eine beschleunigte Realisierung von Offshore-Projekten zu erwarten. Am 1. September hatte mit Borkum West II ein zweiter kommerzieller Park in der deutschen Nordsee Baustart. Jetzt gilt es, die dringend notwendige technische Weiterentwicklung voranzutreiben und die in Deutschland geltenden Grenzwerte für Unterwasserschall verbindlich einzuhalten, damit der Strom vom Meer dem eigenen Anspruch einer nachhaltigen, grünen Energieform gerecht wird.

Der NABU hat zusammen mit anderen Umweltverbänden ein Positionspapier verfasst, welches den Weg aufzeigt, den Politik und Industrie in Deutschland beschreiten müssen, um den Ausbau der Offshore-Windkraft mit dem deutschen und europäischen Arten- und Naturschutzrecht in Einklang zu bringen. Kernelemente der von den Verbänden formulierten Forderungen sind der verbindliche Einsatz von technischen Schallschutzkonzepten, die schnellstmögliche Entwicklung alternativer schallarmer Gründungsverfahren und eine stärkere Berücksichtigung kumulativer Effekte.

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Verbändestellungnahme zum Lärmschutz bei der Errichtung von Offshore-Windenergieanlagen
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