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NABU-Informationsveranstaltung zu Natura 2000

NABU-Informationsveranstaltung zu Natura 2000

Zukünftiges Management der Schutzgebiete in Nord- und Ostsee

Natura 2000

Mehr als 20 Vertreter aus Umweltverbänden, Fachbehörden von Bund und Ländern sowie unabhängige Experten trafen sich am 16. April auf Einladung des NABU in Berlin, um über das zukünftige Management von Natura-2000-Gebieten in der deutschen Nord- und Ostsee zu diskutieren. Aktuell erarbeitet das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nationale Schutzgebietsverordnungen und Managementpläne für die insgesamt zehn Gebiete in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Der NABU begleitet diesen Prozess naturschutzfachlich über ein durch BMU und BfN gefördertes Verbändeprojekt.

Das Treffen bildete den Auftakt einer Reihe von regionalen Workshops und Informationsveranstaltungen, in deren Rahmen interessierte Gruppen über den Prozess der Managementplanentwicklung informiert und eingebunden werden sollen. Das NABU-Projekt bietet den Naturschutzvertretern eine Diskussionsplattform und bindet im weiteren Verlauf auch relevante Nutzergruppen in den Dialog ein. So sollen gemeinsame Lösungsvorschläge für die verschiedenen Mensch-Meer-Konflikte in den Schutzgebieten entstehen.

Wattenmeer

Die Artenvielfalt der Wattenmeere soll durch die Natura-2000-Schutzgebiete erhalten bleiben.

Fischerei und Seeschifffahrt international regeln

Während der eintägigen Veranstaltung informierte das BfN über den Stand bei der Entwicklung der Schutzgebietsverordnungen, der Sachverständigenrat für Umweltfragen gab einen Überblick über die Konflikte in den deutschen Meeresgewässern, Nationalparke berichteten über ihre Erfahrungen des Gebietsschutzes und Juristen referierten über Wege, die international geregelte Fischerei und Seeschifffahrt in den Schutzgebieten zu regulieren. Notwendige fischereiliche Maßnahmen in den Natura-2000-Gebieten waren ein Schwerpunkt der offenen Diskussion. Diese sind von einer Arbeitsgruppe des Heinrich von Thünen-Institut (vTI) und des BfN 2011 vorgeschlagen worden und befinden sich zurzeit im nationalen Abstimmungsprozess. Bis Mitte 2012 will Deutschland den Vorschlag an die Europäische Kommission melden. Dieser Schritt ist notwendig, da die Fischereipolitik außerhalb der nationalen Küstengewässer in die Kompetenz der EU fällt.


Weiterführende Diskussionspunkte

Im Dialog entwickelten sich eine Reihe zentraler Fragen, die im Laufe des NABU-Projekts weiter diskutiert werden sollen:

  • Wie wird die Integration fischereilicher Maßnahmen in den Natura-2000-Gebieten in den aktuellen Prozess der Managementplanentwicklung gewährleistet?

  • Welchen Schutzstatus nach Bundesnaturschutzgesetz sollen die Gebiete erhalten?

  • Lassen sich internationale Zonierungskonzepte auf die deutschen Gewässer übertragen?

  • Wie können Nullnutzungszonen in den Meeresschutzgebieten realisiert werden und welche Rolle spielen sie bei der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie?

  • Welche positiven ökologischen und ökonomischen Effekte haben Meeresschutzgebiete?

  • Welchen Mehrwert leisten die Initiativen der regionalen Meeresschutz-Übereinkommen OSPAR und HELCOM?


Download Programm

Veranstaltungsprogramm vom 16. April 2012


Download Vorträge

Management der Natura-2000-Gebiete in der deutschen AWZ – Verpflichtungen und aktueller Stand, Jochen Krause, BfN
Schutz- und Nutzungskonflikte in Nord- und Ostsee, Dr. Markus Salomon, SRU
Erfahrungen aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Dr. Gregor Scheiffahrt, Nationalparkverwaltung
Fischerei in marinen Natura 2000-Gebieten der Ostsee, Sven Koschinski, Diplom-Biologe
Nutzungsregulierungen in Meeresschutzgebieten – eine juristische Perspektive unter Berücksichtigung der Fischerei und Schifffahrt, Jenny Kirschey, Universität Trier
Management von Meeresschutzgebieten – Ansätze regionaler Konventionen, Stephan Lutter, WWF


Weitere Informationen

NABU-Faltblatt "Meeresschutz mit Zukunft"
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