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Die Ölpest im Golf von Mexiko
Die Ölpest im Golf von Mexiko
Zehntausende Tierarten sind bedroht
Am 22. April versank die BP-Ölbohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko, nur 70 Kilometer vor der Küste Louisianas, nach heftiger Explosion im Meer. Drei Monate lang sprudelten jeden Tag bis zu 800.000 Liter Öl in den Golf. Nun ist die Ölquelle nach Angaben des Energiekonzerns BP geschlossen. Etwa 670 Millionen Liter Öl sollen insgesamt in den Golf geflossen sein – mehr als die 17-fache Menge des Öls der Exxon Valdez Katastrophe 1989. Noch über Wochen und Monate wird Öl an die Küsten geschwemmt werden und die Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften am Meeresboden und in küstenfernen Gebieten sind nahezu unvorhersehbar.
Entwarnung kommt zu früh
Auswirkungen der Ölkatastrophe auf Flora und Fauna unbekannt

Drei Viertel des ausgeströmten Öls am Golf von Mexiko sollen sich schon aufgelöst haben, behaupten die USA. Damit sei die Wende geschafft. Doch der NABU ist skeptisch. Es sieht leider sehr nach ‚aus den Augen aus dem Sinn‘ aus. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis sich das Ökosystem erholt hat.
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Die traurige Bilanz
100 Tage Ölpest im Golf von Mexiko

100 Tage sind inzwischen vergangen, seit die Förderplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko versank. Während die Hoffnung steigt, den Zustrom des Öls aus dem havarierten Bohrloch endlich gestoppt zu haben, leiden Mensch und Natur in der Region weiter. Mehr als 1000 Kilometer Küstenlinie sind verunreinigt, über als 40.000 Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren und Zehntausende Tiere ihr Leben.
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Ölförderung im Wattenmeer geht weiter
Trotz Ölpest in Amerika werden Umweltaspekte ignoriert

Die Fördergenehmigung von Deutschlands einziger Ölplattform „Mittelplate A“ wurde bis 2041 verlängert. Der NABU kritisiert dies scharf, denn die Bohrungen finden im Wattenmeer-Nationalpark statt. Der NABU fordert dringend eine unabhängige und stärkere Kontrolle der Ölkonzerne.
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Überlebenskampf im Golf von Mexiko
Zugvögel fliegen in die Ölpest / Meeresschildkröten werden evakuiert

Hunderttausende Tiere kämpfen am Golf von Mexiko um Ihr Leben. 70.000 Meeresschildkröten-Eier steht der Umzug nach Florida bevor. Für Zugvögel aus Nordamerika sieht es gefährlich aus. Anstelle von Rastplätzen zum Energie tanken erwartet sie eine ölverschmierte Landschaft. Viele Millionen Wasservögel brauchen die Region, um Energiereserven für den Weiterzug zu tanken oder gar den Winter dort zu verbringen.
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Wenig Hoffnung für die Seevögel
NABU-Vogelexperte Markus Nipkow zur Ölpest im Golf von Mexiko

Tausende See- und Küstenvögel verenden qualvoll an dem Öl, das seit dem 22. April den Golf von Mexiko verunreinigt. Der Fortbestand ganzer Populationen ist in Gefahr. Viele Helfer sind im Einsatz, um die verölten Vögel zu säubern. Doch was bringen die aufwändigen Hilfaktionen? Vogelexperte Markus Nipkow berichtet im Interview von den Überlebenschancen von verölten Vögeln.
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Größte Umweltkatastrophe
Eines der vielfältigsten Ökosysteme vielleicht für immer zerstört

Lange Zeit verschleierte BP das wahre Ausmaß des Unfalls. Doch nun sind die erschreckenden Aufnahmen aus der Krisenregion da: Herzzerreißende Bilder von ölverklebten, erstickten Seevögeln, Schildkröten, Fischen und Delfinen, von kilometerweit verseuchten Küsten und von vom Öl eingeschlossenen Brutkolonien des Braunen Pelikans.
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Umweltkatastrophe im Tierparadies
Die Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko

Die Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt, dass die Ölförderung aus großen Meerestiefen eine gefährliche, unberechenbare Technik ist, und Unfälle nur sehr schwer unter Kontrolle gebracht werden können. Auch in der Nord- und Ostsee wird Öl gefördert und mit riesigen Tankern transportiert. Ist das Ökosystem Wattenmeer in Gefahr?
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Externe Links zum Thema
Gulf Disaster – Infos des NABU-Birdlife-Partners National Audubon Society
Gulf Oil Spill – Blog von The Nature Conservancy
Deepwater Horizon Response – die staatliche US-Seite der Hilfsteams
Deepwater Horizon Oil Spill Response – die Site des US Fish and Wildlife Service

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