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Kommerz schlägt Artenschutz
Kommerz schlägt Artenschutz
Handelsstopp für den Blauflossen-Thunfisch gescheitert
18. März 2010 - Obwohl die Bestände des Atlantischen Blauflossen-Thunfisch kontinuierlich zurückgehen, konnten sich die Delegierten auf der 15. CITES-Konferenz in Doha/Katar am heutigen Donnerstag nicht auf einen internationalen Handelsstopp einigen.
Mehr zum Thema in der Pressemitteilung vom 18. März 2010
Rettung für den Thunfisch in Sicht?
EU-Kommissarin Damanaki setzt sich für Handelsverbot ein
Für den Blauflossenthunfisch ist es fünf vor zwölf.
24. Februar 2010 -
Für den Roten Thunfisch, auch Blauflossenthunfisch genannt, ist es „fünf vor zwölf“. Er ist vom Aussterben bedroht, da die wissenschaftlich empfohlenen Fangmengen in der Vergangenheit nicht eingehalten wurden. Zusätzlich ist die Dunkelziffer der illegalen Fischerei sehr hoch. Grund dafür ist die große Nachfrage nach dem Fleisch des über 600 Kilogramm schweren Raubfisches. Auf dem asiatischen Markt werden Preise von mehreren 10.000 bis über 100.000 US Dollar für einzelne Fische erzielt. Die Folge sind Bestandsrückgange von bis zu 75 Prozent der ursprünglichen Populationen.
Monaco hat als erstes europäisches Land den Verkauf von Rotem Thunfisch bereits vollständig verboten. Außerdem hat das Fürstentum einen Antrag auf ein weltweites kommerzielles Handelsverbot gestellt, das auf dem 15. Vertragsstaatentreffen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) im März 2010 zur Abstimmung kommen wird. Dieser Antrag betrifft die Bestände des Thunfischs im Ostatlantik und im Mittelmeer und ist wissenschaftlich gut begründet. Bereits am Montag, den 22. Februar 2010 schlug die Fischereikommissarin Maria Damanaki der europäischen Kommission vor, dem CITES -Antrag zu folgen. Der NABU begrüßt diesen Vorstoß.
Japan wird sich gegen das Verbot stark machen
80 Prozent der im Mittelmeer gefangenen Fische geht nach Japan und landet dort als Sushi-Häppchen in den Restaurants.
Deutschland wollte sich zu diesem Thema ursprünglich enthalten, erst auch auf Druck vom NABU und anderen Umweltverbänden durch einen offenen Brief im September 2009, hat Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner sich für strengere Handelsregulierungen ausgesprochen.
Doch ob der Antrag durchkommt, ist fraglich. Japan wird versuchen die notwendige 2/3-Mehrheit für den Antrag zu verhindern. Bereits in der Vergangenheit versuchte Japan immer wieder Stimmen von Entwicklungsländern über Wirtschafts- und Entwicklungshilfen „zu kaufen“ und somit Entscheidungen für den Arten- und Naturschutz zu verhindern. Japan hat auch den größten Vorteil von den Thunfischfängen. 80 Prozent der im Mittelmeer gefangenen Fische geht nach Japan und landet dort als Sushi-Häppchen in den Restaurants.
Heike Finke, NABU-Präsidiumsmitglied und Expertin für internationalen Artenschutz und Claudia Praxmayer, vom NABU-BAG Internationaler Artenschutz, begleiten die CoP 15 in Katar.
Für Rückfragen:
Heike Finke
NABU-Präsidiumsmitglied und Expertin für internationalen Artenschutz
Tel. mobil 0179-1102513
E.Finke@t-online.de
Claudia Praxmayer
NABU-BAG Internationaler Artenschutz
Tel. mobil 0172-6166441
cpraxmayer@gmx.de
Weltweites Handelsverbot für Thunfisch
In einem Offenen Brief an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner bittet ein breites Bündnis von Umweltschutzorganisationen um die Unterstützung für den Schutz des bedrohten Roten Thuns.
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Ökologisch korrekte Fischstäbchen
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