NABU.de Themen Landwirtschaft Pflanzenschutz Pestizide in Lebensmitteln

Keine Pestizide in Lebensmitteln!

Mehr Schutz vor Pestiziden – Der Countdown läuft

Umweltverbände fordern klare Zielvorgaben im neuen Pestizid-Aktionsplan

Pestizidhubschrauber Weinberg

Umweltverbände fordern 30 Prozent weniger Pestizide.

22. Juni 2009 - Klare und verbindliche Ziele zum Schutz von Natur und Umwelt sowie der Gesundheit von Verbrauchern und Anrainern fordern Umweltverbände im Vorfeld der morgen in Potsdam beginnenden Veranstaltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Risikoreduktion beim Pestizideinsatz.

Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany), der NABU und Greenpeace setzen sich in einer gemeinsamen Stellungnahme dafür ein, dass der Einsatz von Pestiziden innerhalb der nächsten fünf Jahre um dreißig Prozent reduziert wird.

Feldlerche

Die Feldlerche findet in Ackerbauregionen nicht mehr genügend Nahrung.

Susan Haffmans von PAN: „Dabei ist wichtig, dass der Einsatz von Pestiziden mit besonders bedenklichen Wirkstoffen, zum Beispiel solche, die krebserregend oder hormonell wirksam sind, innerhalb der nächsten zehn Jahre beendet wird. Sie müssen durch weniger problematische Wirkstoffe und durch nicht-chemische Alternativverfahren ersetzt werden.“

Darüber hinaus fordern die Verbände eine deutliche Verringerung der Schäden des chemischen Pflanzenschutzes an Nichtziel-Organismen und schützenswerten Habitaten sowie ein Verbot der Anwendung aller chemisch-synthetischen Pestizide durch Laien. „48 Prozent unseres Grundwassers ist mit Pestiziden belastet, Amphibien werden durch Pestizide direkt geschädigt und ehemals häufige Vogelarten wie die Feldlerche finden in Ackerbauregionen nicht mehr genügend Nahrung. Wir brauchen dringend bessere Vorgaben zum Schutz der Biodiversität vor Pestiziden“, so Florian Schöne vom NABU.

Obstkisten auf dem Wochenmarkt

Alltägliche Lebensmittel enthalten gefährliche Pestizide.

Künftig sollen in der EU die Risiken des Pestizideinsatzes und die Abhängigkeit von Pestiziden in der Landwirtschaft reduziert werden. So sieht es die neue EU-Gesetzgebung vor. Deutschland muss die Vorgaben aus Brüssel nun mit einem Nationalen Aktionsplan umsetzen. „Es kann nicht sein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher tagtäglich Lebensmittel zu sich nehmen, die besonders gefährliche Pestizide enthalten“, sagt Manfred Santen von Greenpeace.

Eine weitere Forderung der drei Organisationen betrifft die Umstellung auf Anbauverfahren, die ohne chemisch-synthetische Pestizide auskommen. Der ökologische Landbau schafft das. Deshalb sollte es nach Ansicht der Umweltverbände einen jährlichen Zuwachs an ökologisch bewirtschafteten Flächen von 20 Prozent geben.

Weitere Informationen:
Florian Schöne
Tel. 030-284984-1615

Mehr zum Thema

NABU und Bauernverband schaffen Raum für Vögel der Kulturlandschaft1000 Äcker für die Feldlerche

Naturschützer und Bauern setzen sich mit dem Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“ gemeinsam für den Erhalt von gefährdeten Feldvögeln ein. Durch einfache Änderungen bei der Aussaat schaffen Landwirte wertvolle Brutplätze. mehr Mehr

Vorträge der NABU-Fachtagung vom 13. Mai zum DownloadDie EU-Agrarreform aus Naturschutzsicht

NABU und DVL haben zusammen mit dem Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut untersucht, welche Naturschutz-Auswirkungen die EU-Agrarreform hat. Auf einer Fachtagung wurden die Ergebnisse vorgestellt und deren Konsequenzen mit Vertretern aus Behörden und Verbänden diskutiert. mehr Mehr

Mitglied werden

 

NABU Regional

NABU Regional Schleswig-Holstein Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen Bremen Nordrhein-Westfalen Hessen Saarland Baden-Württemberg Bayern Rheinland-Pfalz Niedersachsen
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Baden-Württemberg
Bayern
Schleswig-Holstein
Hamburg
Berlin
Mecklenburg-Vorpommern
Brandenburg
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Bremen
Nordrhein-Westfalen
Hessen

Zentren
Schutzgebiete
Gruppen

 

Service

E-Cards

Versenden Sie ganz persönliche Naturgrüße an Freunde und Bekannte

NABU E-Cards

Podcasts

Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.

NABU Podcast zum Hören

NABU-Newsletter

Jeden Freitag neu - mit Terminen und Nachrichten aus Ihrer Region.

NABU-Desktopvorlagen

Verbandsnetz

Das gemeinsame Netzwerk für alle Aktiven in NABU, NAJU und LBV

NABU-Verbandsnetz

 

Ansprechpartner

Florian Schöne

Florian Schöne Florian.Schoene@NABU.de
Tel. 030.28 49 84 - 16 15