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Forschungsprojekt zur Energieholznutzung

Forschungsprojekt zur Energieholznutzung

Welche Anforderungen müssen Kurzumtriebsplantagen erfüllen?

Kurzumtriebsplantagen
Energiepflanzen: Weidenkultur

Kurzumtriebsplantagen (KUP) bestehen aus schnellwachsenden und ausschlagfähigen Baumarten wie Weide und Pappel und werden bereits nach zwei bis sieben Jahren geerntet. Das Holz ist in Feuerungsanlagen oder Holzvergasungsanlagen direkt energetisch verwertbar oder kann in Biokraftstoffe umgewandelt werden. Insbesondere nach längeren Umtriebszeiten (etwa 10 Jahre) ist auch eine stoffliche Verwertung in der Zellstoff-, Papier- und Holzwerkstoffindustrie möglich.

Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Ziele wird die Nachfrage nach Energieholz zukünftig massiv steigen. Um den steigenden Bedarf zu decken werden Kurzumtriebsplantagen (KUP) eine wichtige Rolle spielen. Konflikte mit dem Naturschutz sollten jedoch von Anfang an vermieden werden. Dafür sind bestimmte naturschutzfachliche und landschaftsökologische Anforderungen zu beachten. Wie diese Anforderungen in der Praxis berücksichtigt werden können, hat der NABU in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Bosch & Partner in einem Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (Voruntersuchung) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz untersucht.

Die Voruntersuchung
In der Voruntersuchung wurden im Jahr 2011 Maßnahmen zur Umsetzung naturschutzfachlicher Anforderungen identifiziert. Es wurden Methoden entwickelt, um diese Maßnahmen hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit und ihrer naturschutzfachlichen Wirksamkeit zu bewerten. Parallel dazu wurden geeignete Modellflächen ausgewählt, auf den die naturschutzfachlichen Anforderungen erprobt werden können.

Abschlussbericht "Naturverträgliche Anforderungen für Kurzumtriebsplantagen" (pdf)
Anhang zum Abschlussbericht mit ausführlichen Monitoring-Ergebnissen (pdf)
Mehr zu den Modellgebieten

Info-Faltblatt „Anforderungen an Kurzumtriebsplantagen“

Geplant ist, dass in einem Folgeprojekt eine mehrjährige Erprobung von Maßnahmen für einen naturverträglichen Anbau von KUP am Beispiel von Modellflächen in den Regionen Trenthorst (Schleswig-Holstein), Uckermark (Brandenburg) und Allendorf/Eder (Hessen) erfolgt. Dabei werden die ausgewählten Maßnahmen hinsichtlich ihrer Effekte auf die Artenvielfalt, den Boden, den Wasserhaushalt und das Landschaftsbild untersucht. Gleichzeitig wird untersucht, welcher Aufwand bzw. welche Kosten durch die Umsetzung der ausgewählten Maßnahmen für den Betreiber der Kurzumtriebsplantage entstehen. Darüber hinaus sollen Kriterien für eine naturschutzfachliche Bewertung von KUP entwickelt werden.

Tagungsergebnisse und Vorträge
Wie können Kurzumtriebsplantagen naturschutzfachlich optimiert werden? Auf der Tagung wurden die Ergebnisse einer Voruntersuchung vorgestellt, in der Maßnahmen zur Umsetzung naturschutzfachlicher Anforderungen für Energieholzplantagen erarbeitet wurden. Es wurde diskutiert, wie Kurzumtriebsplantagen naturschutzfachlich optimiert werden können, ohne die Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu sehr zu belasten. Hier finden Sie Vorträge und Ergebnisse. Mehr

Die wichtigsten Forschungsprojekte
Für Außenstehende ist es oft schwierig den Überblick über die unterschiedlichen Aktivitäten zu behalten. Wir haben für Sie daher eine Übersicht zusammengestellt, in der die wichtigsten Forschungsprojekte zu KUPs kurz und knapp vorgestellt werden.

Projektsteckbriefe

NABU-Studie zum Thema

NABU-Studie zu Energieholzanbau und KurzumtriebsplantagenSchnell, effizient und gut für die Natur?

Die Nachfrage nach Holz für die Strom- und Wärmeproduktion steigt. Energieholzplantagen bringen hohe Erträge bei geringen Kosten. Der NABU hat nun eine Studie zur Umweltverträglichkeit solcher Plantagen vorgelegt. mehr Mehr

Bundesamt für Naturschutz



Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

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Ansprechpartner

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Florian Schöne Florian.Schoene@NABU.de
Tel. 030.28 49 84 - 16 15

 

Ansprechpartnerin bei Bosch & Partner

Sonja Rosenthal, Bosch und Partner

Sonja Rosenthal
Tel. 030.60 98 84 - 466