NABU.de Themen Landwirtschaft Biomasse Leitfaden „Bioenergie? – Aber natürlich!“

Umweltstandards für nachwachsende Rohstoffe

Biogas und Artenschutz sind vereinbar

NABU und Landschaftspfleger zeigen, wie es geht

27. November 2007: Bundesweit profitieren Landwirte vom Anbau von Energiepflanzen und dem daraus gewonnenen Biogas und Biostrom. Aus dem Anbau von Mais, Getreide und Kleegras für die Biogasanlage ist mittlerweile ein beachtlicher Wirtschaftszweig erwachsen. Für Umwelt- und Naturschutz bietet die Produktion unter bestimmten Bedingungen Chancen, sie birgt jedoch auch erhebliche Risiken.

In dem vorgelegten Leitfaden haben sich der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) und der NABU mit den Auswirkungen von Anbau und Nutzung nachwachsender Rohstoffe für den Umwelt- und Naturschutz auseinandergesetzt. Neben dem Anbau wird die Anlagentechnik darin ebenso erläutert wie konkrete praktische Beispiele. Abschließend machen DVL und NABU Lösungsvorschläge für eine natur- und umweltverträgliche Produktion, die für Verbände, Biogasfachberater, Kommunen und Politik spezifisch zusammengestellt wurden.

Der Leitfaden „Bioenergie? – Aber natürlich!“, der vom Umweltbundesamt gefördert wurde, zeigt gangbare Wege auf, wie das positive Image der Bioenergie bewahrt und der Lebensraum für Fauna und Flora in der Kulturlandschaft erhalten werden kann. Sie können den 50-seitigen Leitfaden hier kostenlos herunterladen.

Für Rückfragen:
Florian Schöne
NABU-Agrarexperte
Tel. 030-284984-1615

mehr Download Leitfaden „Bioenergie? – Aber natürlich!“ (PDF)

Energiepflanzen für Klima und Umwelt

NABU und DVL fordern Umweltstandards für nachwachsende Rohstoffe

Biomasse

Der intensive Anbau von Raps und Mais leistet oft nur geringe Beiträge zum Klimaschutz, hat aber deutlich negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt.

14. November 2007: Angesichts des anhaltenden Bioenergie-Booms haben der NABU und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) klare Rahmenbedingungen für eine ökologische und effiziente Nutzung nachwachsender Rohstoffe gefordert. "Der intensive Anbau von Raps und Mais zu energetischen Zwecken leistet oft nur geringe Beiträge zum Klimaschutz, hat aber deutlich negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich einer gemeinsamen Tagung "Energiepflanzen aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes" der beiden Verbände. So werden im Einzugsgebiet von Biogasanlagen vermehrt Grünlandflächen auf Niedermoorstandorten zu Maisäckern umgewandelt. Dies führt zu erheblichen Treibhausgas-Emissionen und gefährdet damit die Klimaschutzziele der Bundesregierung. Der Trend zur Monokultur hat zudem eine erhöhte Bodenerosion und Grundwasserbelastung sowie einen massiven Verlust wertvoller Lebensräume zur Folge.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Flächenbedarfs der Bioenergie ist es daher nach Auffassung von NABU und DVL dringend erforderlich, ökologische Mindeststandards festzulegen und auf allen Ebenen für eine klima- und naturverträgliche Energiepflanzenproduktion Sorge zu tragen. "Trotz der Bedeutung nachwachsender Rohstoffe für eine zukunftsfähige Energiegewinnung muss sich die Bioenergie am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren", so DVL-Vorsitzender Josef Göppel, MdB. Zu diesem Zweck sollten die vorhandenen Förderanreize im Gesetz über erneuerbare Energien (EEG) durch einen Kulturlandschaftsfaktor mit konkreten Umweltstandards ergänzt werden. Generell dürfen nur Verfahren mit einem hohen Wirkungsgrad gefördert werden, die mindestens 40 Prozent weniger Treibhausgase verursachen als fossile Energieträger. "Eine Entwicklung im Einklang mit Natur und Umwelt ist die Voraussetzung dafür, dass die öffentliche Akzeptanz der Bioenergie langfristig erhalten bleibt", so die beiden Verbände.

Die Veranstaltung wurde gefördert vom Umweltbundesamt aus Mitteln des Bundesumweltministeriums.

Vorträge zum Download:

NABU-Anforderungen an eine naturverträgliche Energiepflanzenproduktion (Schöne, NABU)
Perspektiven der Energiepflanzen und mögliche Nutzungskonkurrenzen (Bajorat, BMELV)
Die Zukunft des EEG und der Biogaserzeugung (Olzem, Fachverband Biogas)
Die Zukunft der Bioenergieförderung (Müschen, UBA)
Handlungsempfehlungen zu den Regelungen zur Stromerzeugung aus Biomasse (Dreher, BMU)
Erfahrungen mit dem EEG hinsichtlich der Stromerzeugung aus Biomasse (Scheuermann, IE Leipzig)
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Florian Schöne

Florian Schöne Florian.Schoene@NABU.de
Tel. 030.28 49 84 - 16 15

 

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