NABU.de Themen Konsum, Ressourcen & Müll Was kann ich tun? Abfall vermeiden

Abfall vermeiden beim Einkauf

Weniger Müll hilft der Umwelt

Tipps zur Abfallvermeidung

Pappe, Kunststoff, Glas oder Alu? Die Zahl an unterschiedlichen Verpackungen ist groß. Sie haben Vor- und Nachteile. Müll erzeugen sie aber alle. Recycling ist energieaufwändig und nicht immer möglich. Daher ist Abfallvermeidung die wichtigste Maßnahme, um Ressourcen zu schonen und damit Umwelt und Klima zu schützen. Erfahren Sie hier, wie Sie selbst durch einfache Maßnahmen Ihren Müllberg reduzieren.

Das können Sie tun:

  • Reparieren statt Wegwerfen
    Braucht man wirklich eine neue Jacke, oder kann man die alte flicken lassen? Ist das Handy wirklich nicht mehr zu gebrauchen oder sind die lästigen Kratzer auf dem Display nur eine willkomme Ausrede für ein neues, moderneres Telefon? Vor jedem Einkauf sollte man gut abwägen, ob man wirklich etwas Neues braucht.


  • Mehrweg-Logo

    Achten Sie beim Getränke-Kauf auf das Mehrweg-Zeichen. Die umweltfreundlichen Flaschen können 50-Mal befüllt werden.

  • Mehrweg statt Einweg
    Leider geht der Trend vom Mehrweg zurück zum Einweg. In vielen Supermärkten gibt es Getränke nur noch in Einweg-PET-Flaschen. Praktischerweise kann man diese fast überall zurückgeben, weshalb der Kauf besonders bequem ist. Der Umwelt tut man damit aber keinen Gefallen. Bestenfalls werden die Plastikflaschen recycelt. Mehrwegflaschen können 50-Mal gefüllt werden, bevor sie ausgedient haben. Daher sind sie immer die bessere Wahl.


  • Ausleihen statt Kaufen
    Ein spannender Krimi sollte an keinem Nachttisch fehlen - aber ganz ehrlich, sobald man weiß wer der Mörder ist, landet das Buch für alle Ewigkeiten im Regal. Lesegenuss und Umweltschutz bieten Leihgaben von Freunden, Familie oder öffentlichen Bibliotheken. Ebenso kann man bei anderen selten verwendeten Gegenständen verfahren, wie Gartengeräten und Umzugskisten.


  • Podcast
    Frau beim Einkaufen

    Eine Regalwand mit bunt glänzenden Verpackungen. Der Verbraucher hat die Qual der Wahl. In unserem Podcast verrät NABU-Expertin Indra Enterlein, wie wir am besten einkaufen und was wir später mit den Verpackungen machen.

    >> Jetzt reinhören!

  • Nachfüllverpackungen bevorzugen
    Ein Stück Seife lag früher an jedem Waschbecken. Heute gibt es meistens Plastik-Seifenspender. Die sind sehr praktisch, erzeugen aber deutlich mehr Müll als ein Seifenstück. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, sollte wenigstens Nachfüllpackungen kaufen, wenn die Seife im Spender zur Neige geht. Die Plastikschläuche verursachen deutlich weniger Müll und lassen sich einfacherer recyclen.


  • Keine unnötigen Plastiktüten
    An Obst- und Gemüsetheken gibt es Plastiktüten in rauen Mengen. Zwei Äpfel, eine Zitrone und drei Möhren - muss man alles einzeln eintüten? Packen Sie auch für den Fall der Fälle einen Einkaufsbeutel in Ihre Hand- oder Jackentasche. So kommen Sie auch bei Spontaneinkäufen ohne Extra-Tüte aus.


  • Online Verschenk- und Tauschbörsen für wiederverwendbare Produkte: www.netcycler.de oder andere Online-Tauschbörse oder Flohmarkt in Ihrer Region


  • Mitmachen bei der Abfallvermeidungswoche jedes Jahr im November

User fragen - NABU-Experten antworten

Vier Fragen zum Thema Mülltrennung und -vermeidung

Grüner Punkt

Intelligente Fehlwürfe sind gut für das Recycling-System.

Wir haben gefragt, was Sie zum umweltfreundlichen Konsum noch wissen möchtet. Die NABU-Nachhaltigkeitsexpertin Indra Enterlein hat Ihre Fragen beantwortet:

  • Sollte man mehr als nur Produkte mit grünem Punkt in den gelben Sack stecken?

    Indra Enterlein: Ja! „Intelligente Fehlwürfe“ nennt man in der Fachwelt Plastikmüll wie zum Beispiel Eimer oder Quietscheentchen, die keinen grünen Punkt tragen, aber trotzdem im gelben Sack landen. Der grüne Punkt wurde vor 20 Jahren für das Verpackungsrecycling eingeführt. Politisch diskutiert man gerade, wie man dieses System für andere Plastikabfälle zu einer „Wertstofftonne“ öffnet.


  • Welche Verpackung ist, zum Beispiel bei Milch oder Saft besser: Glas oder Tetrapak?

    Indra Enterlein: Das kommt drauf an. Glas-Mehrweg-Flaschen sind besser als Getränkekartons. Hier gilt: Je regionaler das Produkt, desto besser. Wenn eine Glas-Mehrweg-Flasche lange Anfahrtswege hat, verschlechtert sich die CO2-Bilanz deutlich, weil Glas schwer ist und mehr Treibstoff braucht. Getränkekartons sind allerdings besser als Glas-Einweg.


  • Beim Kauf von Gemüse: Lieber Konserven oder Glas?

    Indra Enterlein: Glas-Mehrweg-Flaschen haben die Nase vorn. Bei Einweg herrscht ein Patt. Hier kommt es auf die Länge des Transportweges bei der Herstellung an. Der schlägt bei Glas (aufgrund des Gewichts) deutlich stärker zu Buche.


  • Sind Zahnbürsten mit 20 Prozent Altholz-Anteil (gibt es bei dm) sinnvoll oder Augenwischerei?

    Indra Enterlein: Das hört sich sinnvoll an, denn durch den Altholzanteil kann Plastik eingespart werden und das Holz wird als Sekundärrohstoff genutzt. Da Zahnbürsten nicht recycelt werden, ist der Altholzanteil im Plastik eine gute Sache.


  • Romantische Müllvermeidung

    Im Video „Candle Light Dinner“ gibt's einen Müllberg zum Dessert

    Rendezvous bei Kerzenschein und Wein – ein romantisches Diner und jede Menge Verpackungsmüll. Der kürzlich erschienene Spot der schwäbischen Bürgerinitiative „Das Bessere Müllkonzept – Vermeiden Statt Verbrennen“ nimmt unser Konsumverhalten aufs Korn und zeigt die Notwendigkeit, Verpackungsmüll durch gezielten Einkauf schon von vornherein zu vermeiden.



    Die Menge des anfallenden Verpackungsmülls verdeutlicht einmal mehr, wie viele wertvolle Ressourcen durch unnötige Verpackungen verschwendet und von Handel und Industrie ausschließlich fürs Wegwerfen produziert werden. „Verbraucherinnen und Verbraucher können hier auch ein Zeichen setzen und überflüssige Wegwerf-Verpackungen und Plastiktüten im Regal stehen lassen. Mehrweg- und Nachfüllverpackungen sind eine gute und umweltfreundliche Verpackungs-Alternative “, so NABU-Referentin Indra Enterlein.

    Invasion der Megatonnen!

    Super-Umweltschützer sagen Müll den Kampf an / Top Tipps zum Downloaden

    Der Comic zur Europäischen Woche zur Müllvermeidung erklärt, wie man ganz einfach zum Öko-Verbraucher wird. Indem man zum Beispiel Akkus verwendet oder verpackungsarme Produkte kauft. Oder indem man alte Kleidung verschenkt, die man nicht mehr braucht. mehr Mehr

    Mehr zum Thema

    Ihr Beitrag zum nachhaltigen KonsumInternet-Tauschbörsen

    Den Handel mit Gebrauchtwaren gibt es schon lange, inzwischen natürlich auch online. Das besondere an Internettauschbörsen: Hier wechselt das gute alte Stück nicht gegen Geld den Besitzer, sondern wird gegen einen anderen Gegenstand getauscht. mehr Mehr

    Sieben Tage ohne Müll Abfallvermeidungswoche

    Welche Aktionen finden im Rahmen der Europäischen Abfallvermeidungswoche in Ihrer Nähe statt? Auf unserer unserer interaktiven Aktionskarte erfahren Sie, wo und wie sie sich an der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung beteiligen können. mehr Mehr

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