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Grüner Einkaufskorb 2012
Grüner Einkaufskorb 2012
Die Umweltschutz-Champions im Lebensmitteleinzelhandel
23. Oktober 2012 - Die Scheinwerfer sind aus, der letzte Tusch ist verklungen, die Berliner Hörsaalruine wirkt wie verlassen. Vor ein paar Stunden noch vereinten sich hier Spannung, Gelächter und unbändige Freude bei der festlichen Verleihung des Grünen Einkaufskorbs 2012, der dieses Jahr zum dritten Mal vergeben wurde. Bis zum letzten Platz war die Veranstaltung gefüllt mit Entscheidern aus der Handelsszene, Prominenz aus Wirtschaft und Politik, Umweltexperten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Sie alle wollten dabei sein, wenn die Umweltschutz-Pioniere der Handelsbranche auf die Bühne treten und ihr Gold in Empfang nehmen.
„Der Grüne Einkaufskorb ist bundesweit der einzige Umweltpreis an den Handel, der von einem Umweltverband vergeben wird. Dementsprechend hoch ist auch die Qualität, die wir einfordern. Mit der Auszeichnung entfalten die prämierten Märkte eine Leuchtturmwirkung, die andere zum Mitmachen anregt“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller anlässlich der Preisverleihung.
Um den Trend „Regionalität“ ging in dem Talk mit den hochkarätigen Gesprächspartner Michael Gerling vom EHI Institute e.V., Antonia Gruhn, Qualitätsbeauftragte bei Märkisches Landbrot GmbH, Peter Klingmann, Vorsitzender des Regionalfenster e.V., Franz-Martin Rausch, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels sowie Andreas Fußer, Mitglied des NABU-Präsidiums.
Den Sonderpreis für Vertriebslinien zur Förderung umweltfreundlicher Getränkeverpackungen konnte wie im Vorjahr nicht vergeben werden. Grund dafür sei, dass PET-Einwegflaschen immer noch das Angebot dominieren. Der Handel sei in der Pflicht, dass die Kunden mehr umweltfreundliche Mehrwegflaschen und ökologisch vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen im Regal vorfinden und diese auch erkennen können. Insofern unterstütze der NABU die Ankündigung von Bundesumweltminister Altmaier, pfandpflichtige Einweg- und Mehrwegverpackungen eindeutig zu kennzeichnen. „Am besten wäre eine Kennzeichnung direkt am Produkt. Wenn das nicht durchsetzbar ist, sollte es Hinweise in unmittelbarer Nähe am Regal geben. Er muss das jetzt umsetzen, damit der Mehrweganteil in deutschen Supermärkten nicht noch weiter sinkt“, forderte NABU-Bundesgeschäftsführer Miller.
Mit dem festlichen Abend, durch den die Moderatorin Carla Kniestedt vom rbb führte, nahm ein arbeitsintensives Jahr ein Ende. Das gesamte Team um den Grünen Einkaufskorb, die Partner sowie die Juroren sind schon gespannt auf die Bewerbungen der Umweltschutz-Pioniere 2013.
Pressefotos zum Herunterladen (Bildnachweis: NABU/Guido Rottmann)
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Gruppenfoto der Gewinner
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Der Pokal
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Gewinner Kategorie Filialen: tegut Göttingen
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Gewinner Kategorie Selbstständige: Edeka Bergmann
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Gewinner Kategorie Biolebensmittelmärkte: SuperBioMarkt Osnabrück
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Gewinner Jury-Sonderpreis: Perfetto Gießen
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Preisträger 2012
Kategorie „Filialen“: tegut…Filiale Am Kaufpark, Göttingen
Bemerkenswert ist der hohe Verkaufsanteil von Bio-Produkten. Der Anteil der Bioware beträgt ganze 41 Prozent, für die Branche ist das überdurchschnittlich hoch. Besonders hob die Jury hervor, dass tegut durch seine Unternehmensphilosophie den Massenmarkt erreicht und in diesem Bereich eine Leuchtturmwirkung entfaltet. Der Markt ist maßstabgebend in nahezu allen Kategorien wie der Verwendung gentechnikfreier Eier und der Förderung regionaler Mehrwegartikel.
Kategorie „Selbstständige“: Edeka Bergmann im Loewe-Center, Lüneburg
Inhaberin Maike Bergmann und ihr Tream überzeugten die Jury durch überdurchschnittliches Engagement, angefangen bei der Schulung und Einbindung der Mitarbeiter über vielfältige kreative und durchdachte Aktionen – wie die Regionalkarte der Lieferanten, den Aufbau einer erlebbaren Ernährungspyramide und die Platzierung von umweltfreundlichen Produkten – bis hin zur eigenen Initiative „In der Region mit der Region“.
Kategorie „Biolebensmittelmärkte“: SuperBioMarkt Filiale Mönkedieckstraße, Osnabrück
Laudatorin und Jurorin Ruth Moschner lobte die aktive Kundenansprache und die Bemühungen um eine transparente Darstellung in der Lieferkette, die das Team um Gründer und Vorstandsvorsitzenden Michael Radau betreibt. Auch in Sachen Energie agiert sich der Markt mit seiner Photovoltaikanlage auf dem Dach und seinem Elektroauto vorbildlich. Der Osnabrücker Markt bevorzugt regionale Anbieter sowie Verbandsware.
Kategorie „Jury-Sonderpreis“: Karstadt Feinkost Perfetto Filiale, Gießen
Die strategische Neuausrichtung von Karstadt Feinkost Perfetto macht Platz für Bio. Die hohe Umsatzsteigerung und die Aufnahme von 1000 neuen Bio-Artikeln ins Sortiment unterstreichen den enormen Entwicklungssprung des Unternehmens. Diesen Fortschritt würdigten die Juroren mit einem Jury-Sonderpreis.

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