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Was ist der Klimawandel?

Was ist der Klimawandel?

Der Mensch und sein Einwirken auf seine Lebensbedingungen

Temperatur Meeresspiegel und Schneeflächen

Steigende Temperaturen, steigendes Meer und schwindende Schneeflächen: Der aktuelle Klimabericht des IPCC (3 Mb)

Das Klima hat sich im vergangenen Jahrhundert gegenüber den vorigen Jahrhunderten und Jahrtausenden deutlich verändert. Wir spüren dies vor allem an einzelnen Extremereignissen wie Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen und milden Wintern. Doch auch die langfristigen Trends und Durchschnittswerte verändern sich: Seit Beginn der Industrialisierung ist die globale Durchschnittstemperatur um fast 0,8 °C angestiegen - und dies mit zunehmender Geschwindigkeit. Auch der Meeresspiegel steigt immer schneller - aktuellen Zahlen zufolge mit einer Geschwindigkeit von über 3 mm pro Jahr. Gleichzeitig gehen die schneebedeckten Flächen weltweit zurück. Sie sind wegen ihrer kühlenden Reflexion der Sonnenstrahlung ebenfalls ein wichtiger Klimafaktor.

Die umfassendste und aktuellste Studie zum Klimawandel wurde Anfang des Jahres vom Zwischenstaatlichen Ausschuss für den Klimawandel (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zusammengestellt. In drei umfangreichen Bänden werden die physikalischen Grundlagen des Klimawandels beschrieben, die Folgen, die dies für Mensch und Natur hat und wie der Klimawandel noch gebremst und die Folgen gelindert werden können.

Der Einfluss des Menschen

CO2-Anstieg

Grund für die Klimaveränderungen: die steigende Konzentration klimaschädlicher Gase wie CO2, Methan oder Lachgas. Abb. Aus dem aktuellen IPCC-Bericht.

Die beobachteten Veränderungen sind nur durch den Einfluss des Menschen zu erklären, allem voran durch die Freisetzung von Gasen, die den Treibhauseffekt der Atmosphäre verstärken. Die wichtigsten klimaschädlichen Gase sind Kohlendioxid, Methan und das Stickstoffoxid Lachgas. Diese werden bei der Verbrennung fossiler Energieträger, durch die intensive Landnutzung und die Landwirtschaft freigesetzt.

Temperaturkurve_Skala

Die Klimaforscher haben errechnet, wie sich das Klima weiterhin entwickeln könnte - doch dafür müssten sie wissen, wie sich der Mensch verhält.

Den Klimamodellen zufolge wird die Temperatur auch weiterhin ansteigen. Der Verlauf hängt jedoch wesentlich von der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und ihrer Emissionen ab. Mit schnellen und effektiven Maßnahmen ließe sich die Erwärmung auf weitere 1,8°C bis zum Ende des 21. Jahrhunderts eindämmen. Wenn die Menschheit sich weiterhin nicht um den Klimaschutz bemüht und weiter wirtschaftet wie bisher, dann ist in dem gleichen Zeitraum ein weiterer Anstieg um etwa 4 °C möglich.

Aktuelle Messungen zeigen allerdings, dass die Emissionen in den vergangenen Jahren sogar noch stärker angestiegen sind, als die Forscher vom IPCC in ihren schlimmsten Szenarien erwartet hatten. Dies erscheint besonders bedrohlich, da das Klima nur langsam auf die Emissionen reagiert. Hätten wir die Treibhausgasemissionen auf dem Wert des Jahres 2000 eingefroren - was jetzt bereits utopisch ist - hätte dies immer noch zu einer Erwärmung um weitere 0,6 °C geführt.

Luftbild von Grönland

Offene Fragen für die Klimaforscher: Wie stabil ist das Eis auf Grönland und in der Antarktis?

Der Anstieg des Meeresspiegels ist besonders schwer zu berechnen. Zum einen dehnt sich die Wassermasse in den Ozeanen durch die Erwärmung aus, zum anderen führt das zunehmende Schmelzen von Eismassen zu einem Anstieg. Die Schätzungen des IPCC liegen je nach Szenario zwischen 18 und 59 cm weiteren Anstiegs bis zum Ende des Jahrhunderts. Plötzliche Veränderungen in den Eismassen Grönlands oder der Antarktis sind dort aber nicht berücksichtigt.


Die Kurzfassung des ersten IPCC-Teilberichts (englisch, 3 Mb)

Weitere Informationen

Die Seiten des IPCC
Die Sachstandsberichte der IPCC
Der NABU über die Berichte des IPCC

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