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Herausforderungen für den Klimaschutz

Maximal zwei Grad Celsius

Herausforderungen für den Klimaschutz

Meereis

Um die Auswirkungen des Klimawandels für Menschen und Natur auf ein noch kontrollierbares Maß begrenzen zu können und existenzielle Bedrohungen vor allem für kleine Inselstaaten abzuwehren, muss der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau um 1800 eingedämmt werden. Der aktuelle Weltklimabericht des IPCC von 2007 setzt dafür eine Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes in den Industrieländern bis 2020 um mindestens 25 bis 40 Prozent gegenüber 1990 voraus. Parallel dazu muss es gelingen, die weitere Emissionsentwicklung gerade in den wachstumsstarken Schwellenländern um 15 bis 30 Prozent gegenüber dem jetzt stark steigenden Trend zu mindern. Der weitere Anstieg der weltweiten Emissionen muss innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre gestoppt werden, weil sonst deutlich höhere Reduktionsziele in noch kürzerer Zeit erreicht werden müssen.

Langfristig zeigen die IPCC-Szenarien, dass bis 2050 eine Minderung der globalen Treibhausgas-Emissionen insgesamt um mindestens 50 Prozent notwendig ist – verglichen mit dem Stand von 1990, nicht dem höheren von heute! Andernfalls ist mit irreversiblen Veränderungen und Schädigungen natürlicher Systeme zu rechnen, die dramatische Folgen für Mensch und Natur haben. Die Kyoto-Verpflichtungen reichen zur Erreichung dieses 2°C-Ziels bei Weitem nicht aus: Selbst wenn man die angestrebte Entwicklung bis zum Jahr 2012 als theoretische Trendentwicklung darüber hinaus bis zum Jahr 2050 fortschreibt, würden wir die notwendigen Emissionsminderungen weit verfehlen.

Tatsächlich liegt die derzeitige Emissionsentwicklung seit 2005 über dem schlimmsten Szenario des Weltklimarates. Gleichzeitig hat die Fähigkeit von natürlichen Ökosystemen wie Wäldern, Mooren und Meeren, Kohlenstoff der Atmosphäre zu entziehen und dauerhaft zu binden, in den letzten 50 Jahren global um etwa fünf Prozent abgenommen. Diese Entwicklung wird sich künftig durch den Klimawandel, Naturzerstörung und nicht-nachhaltige Landnutzungen noch weiter verschärfen. In der Atmosphäre selbst steigt der CO2-Gehalt bereits seit dem Jahr 2000 um 33 Prozent schneller an als in den vorherigen 20 Jahren und beschleunigt damit den Treibhauseffekt.

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