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NABU im „Climate Action Network“

NABU vor Ort in Kopenhagen

Lobbyarbeit auf der Weltklimakonferenz 2009 und Einsatz für Afrika

Carsten Wachholz und Nicolai Schaaf

Carsten Wachholz und Nicolai Schaaf sind in Kopenhagen die NABU-Experten für Klimaschutz und Klimawandel.

Kopenhagen-Tagebuch

Gemeinsam mit seinem Dachverband BirdLife International und rund 20 Partnerorganisationen aus aller Welt wird der NABU die UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen kritisch begleiten. Um den politischen Druck auf die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention zu erhöhen, haben sich BirdLife und NABU mit über 450 weiteren Umwelt- und Entwicklungsorganisationen im "Climate Action Network" zusammengeschlossen. Darüber gelingt es, bei den jährlich stattfindenden Weltklimakonferenzen zahlreiche Gespräche mit Regierungsdelegationen, Stellungnahmen zu den verschiedenen Verhandlungsthemen sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit effektiv zu organisieren.

Ernte der Wildkaffeekirschen

Mit dem Äthiopien-Projekt stellt sich der NABU den Herausforderungen des Klimawandels in Afrika.

NABU und Birdlife konzentrieren sich dabei auf die Lobbyarbeit zu fünf Kernpunkten der laufenden Verhandlungen: Ausreichende Reduktionsziele für den globalen Treibhausgas-Ausstoß, wirksame Regelungen zur Begrenzung der Zerstörung von Wäldern in Entwicklungsländern, die Stärkung von Ökosystemen für die Anpassung an den Klimawandel, die Sicherung ausreichender Finanzierungsinstrumente für Klimaschutz und Klimaanpassung in Entwicklungsländern sowie die konsequente Erfassung und Minderung von Emissionen aus der Landnutzung.

Svane Bender-Kaphengst

Svane Bender-Kaphengst betreut das Äthiopien-Projekt und vertritt den NABU in Kopenhagen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in Kopenhagen auf den massiven Herausforderungen des Klimawandels für Afrika: Am 14. Dezember veranstalten BirdLife und NABU gemeinsam mit der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (gtz) zu diesem Thema einen Abendempfang mit hochrangigen Vertretern der dänischen und äthiopischen Regierung sowie zahlreichen Experten u.a. aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Naturschutz. In diesem Rahmen präsentiert der NABU seine bisherigen und geplanten Projekt-Aktivitäten in Äthiopien. Neben der Einrichtung eines Biosphärenreservates für den Erhalt der letzten natürlichen Kaffeewälder sollen gemeinsam mit der gtz und vielen Partnern vor Ort in Äthiopien Kurzumtriebsplantagen für die Versorgung mit Brennholz angelegt, neue effiziente Öfen für die ansässige Bevölkerung eingeführt und neue Einnahmequellen z.B. über Ökotourismus erschlossen werden. Damit liefert der NABU praktische Grundlagen für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen in Entwicklungsländern. Mit dem Stopp der Abholzung und schrittweisen Zerstörung der letzten verbliebenden Wälder wird gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in Äthiopien geleistet.

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