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Neuer Anlauf für weltweiten Klimaschutz
Klimapolitik am Scheideweg
NABU-Forderungen an die UN-Klimakonferenz in Cancún
Vor einem Jahr scheiterten die Verhandlungen von über 100 Staats- und Regierungschefs bei der bisher größten UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Die Vision eines umfassenden Klimavertrags zwischen allen Staaten der Weltgemeinschaft ist zunächst auf absehbare Zeit gescheitert. Im mexikanischen Cancún treffen sich die Vertragstaaten der UN-Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls nun vom 29. November bis 10. Dezember erneut, um nach Auswegen aus der globalen Klimakrise zu suchen.
Der NABU verfolgt die Verhandlungen wie in den letzten Jahren vor Ort und kommentiert die Ergebnisse zeitnah in seinem Online-Tagebuch. Die bisher auf freiwilliger Basis angekündigten Minderungsziele für den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 müssen in einer formellen Entscheidung der UN-Klimakonferenz in Cancún verbindlich bestätigt werden. Gleichzeitig ist klar, dass sich das angestrebte Zwei-Grad-Ziel damit nicht erreichen lässt. Seit den amerikanischen Kongresswahlen ist auch mit einer kurzfristigen Einbindung der USA in ein ambitioniertes Abkommen nicht mehr zu rechnen. Daher müssen nun Übergangslösungen gefunden werden, um insbesondere Klimaschutz-Vorreiter unter den anderen Industrie- und Schwellenländern mit an Bord zu nehmen.
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Die Bremser in den UN-Klimaverhandlungen dürfen nicht länger das Tempo bestimmen. Daher müssen auch in anderen Bereichen Teilabkommen angestrebt werden. Es geht vor allem um Strukturen und Institutionen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Anpassung an den Klimawandel, der Verbreitung von Klimaschutztechnologien und zum Erhalt von Wäldern in Entwicklungsländern. Der NABU fordert, dabei an die Erfolge der Weltnaturschutzkonferenz in Nagoya anzuknüpfen und vor allem konkrete Ziele und Maßnahmen zum Stopp der Entwaldung bis 2020 zu vereinbaren.
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NABU-Forderungen für die Weltklimakonferenz in Cancun 2010
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Internationale Links:
BirdLife-Forderungen für die COP 16
BirdLife Schlüsselfragen zur COP 16
Entschließung des Europäischen Parlaments zur COP16
TV-Tipp: (Irr-)Wege in der Klimapolitik
Streitgespräch zwischen NABU und ifo-Institut

Nachdem Hans-Werner Sinn die deutsche Umweltpolitik in seinem Buch „Das grüne Paradoxon“ kritisiert hat, hat der NABU ihn mit dem „Dinosaurier des Jahres 2009“ ausgezeichnet. Hans-Werner Sinn diskutierte beim NABUtalk am 23. November 2010 mit NABU-Präsident Olaf Tschimpke über die Klimapolitik der Zukunft. Der Preisträger erhielt damit Gelegenheit, die umstrittenen Thesen aus seinem Buch zur Diskussion zu stellen.
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