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NABU kritisiert Diskussionspapier des DJV

Tschimpke: Chance zur Neuausrichtung der Jagd verpasst

Erlegte Füchse

Erlegte Füchse

Der NABU zeigt sich enttäuscht über das Diskussionspapier des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV) zur künftigen Ausgestaltung des Bundesjagdgesetzes. "Wir brauchen eine zeitgemäße, ökologisch nachhaltige Jagd, die den heutigen Anforderungen des Natur- und Tierschutzes gerecht wird", so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Das Jagdrecht dürfe nicht in althergebrachten Mustern ausharren. Es sei bedauerlich, dass der DJV die nun anstehende Chance zur Neuausrichtung der Jagd nicht aktiv aufgreife.

Eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes ist als Folge der Föderalismusreform erforderlich geworden. Der DJV hält mit seinem Diskussionspapier weiter an den umstrittenen Formulierungen der "Waidgerechtigkeit" und der "Hegepflicht" fest. Ökologisch fragwürdige Jagdpraktiken, wie das Füttern von Wild und unzureichend kontrollierbare Lockfütterungen sollen nach den Vorstellungen des DJV ebenfalls erhalten bleiben. Darüber hinaus soll sich der Wildbestand sich nicht an die ökologischen Lebensraumkapazitäten, sondern an die landeskulturellen Verhältnisse anpassen. "Wildtiere sollten nicht auf den Aspekt von Wildschäden reduziert werden", kritisierte der NABU-Präsident.

Der NABU fordert eine grundlegende Neuausrichtung von Jagdpraxis und Jagdrecht. "Die Jagd ist eine traditionelle Landnutzung, die sich aber - wie Land- und Forstwirtschaft auch - ökologisch nachhaltig ausrichten muss. Die Erfordernisse des Arten- und Tierschutzes müssen ebenso Eingang in die Jagdpraxis finden, wie die Erkenntnisse aus der Wildbiologie", so Tschimpke weiter. Immerhin habe der DJV einige Forderungen des NABU wie das Verbot von Bleischrot bei der Jagd an Gewässern aufgegriffen, gehe aber auch hier nicht weit genug. Zudem sei die Liste der jagdbaren Arten immer noch viel zu lang und entspreche nicht den Vorgaben des EU-Rechtes. "Was der DJV da vorschlägt, ist überwiegend nur alter Wein in neuen Schläuchen", so der NABU-Präsident.

Der NABU werde sich mit der Zielsetzung einer ökologisch nachhaltigen Jagd auf der Basis seines jagdpolitischem Grundsatzprogramms aktiv an der Debatte über ein neues Jagdrecht beteiligen.

Beitrag erstellt am 16. März 2007

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